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Weitgehend konstant

Städtische Kultur­ein­richtungen: Bilanz 2017

Insgesamt ist die Anzahl der Besuche und der Veranstaltungen in den städtischen Kultureinrichtungen der Landeshauptstadt Hannover im Vergleich zum Vorjahr weitgehend konstant geblieben. 

Während das Sprengel Museum Hannover, das Museum August Kestner und die städtischen Stadtteilkultureinrichtungen mehr Besuche vermelden, die Musikschule Hannover mehr Schülerinnen und Schüler zählt und die Stadtbibliothek Hannover mehr Entleihungen verzeichnet, sind die Besucherzahlen im Historischen Museum und dem Museum Schloss Herrenhausen begründet zurückgegangen. Die Einrichtungen in Zahlen mit Einschätzung und Ausblick: 

Sprengel Museum Hannover 

  • 2017: 162.000 (2016: 148.460)
  • Einschätzung: Mit der groß angelegten Sammlungspräsentation "130% Sprengel", mit "Made in Germany Drei" und mit "revonnaH. Kunst der Avantgarde in Hannover 1912-1933" zeigte das Sprengel Museum Hannover drei hochkarätige Ausstellungen, die auf großes Interesse stießen und die die Besucherzahlen seit Eröffnung des Erweiterungsbaus 2015 auf hohem Niveau ausbauen konnten. Daneben hat sich die erweiterte Fotoabteilung in Kooperation mit der Niedersächsischen Sparkassenstiftung bestens etabliert und mit ihrem abwechslungsreichen Ausstellungsprogramm (unter anderem Petra Kaltenmorgen, Sascha Weidner, Wenzel Storch), aber auch mit anderen Aktivitäten wie Vortragsreihen und einem neu eingerichteten Foto-Blog zu einem Hotspot der Fotoszene entwickelt. Trotz knapper Mittel konnte auch die Sammlung mit einigen Erwerbungen, etwa von Kader Attia, Martin Boyce, Rafal Bujnowski, Anton Henning und Alexandra Bircken substanziell weiterentwickelt werden; ein Glücksfall für das Museum war die durch die Firma Holtmann Expomondo möglich gewordene Neurekonstruktion von El Lissitzkys "Kabinett der Abstrakten". Besonders erfreulich ist, dass neben den Ausstellungsaktivitäten auch die intensive Arbeit mit der Sammlung Früchte getragen und zur hohen Attraktivität des Sprengel Museums markant beigetragen hat. Die Wahl zum "Museum des Jahres 2017" durch den internationalen Kunstkritikerverband unterstreicht das eindrucksvoll. Direktor Reinhard Spieler: "Diese Auszeichnung ist eine schöne Bestätigung unserer Arbeit und unseres Kurses. Mit dem 'Deutschen Betonpreis' und dem Titel 'Museum des Jahres' wurde das Sprengel in 2017 sowohl für die Architektur als auch für die inhaltliche Arbeit ausgezeichnet – mehr kann man sich wirklich nicht wünschen." 
  • Ausblick 2018: Mit Rineke Dijkstra, der aktuellen Spectrum-Preisträgerin für internationale Fotografie, und mit der Österreicherin Florentina Pakosta (in Kooperation mit der Albertina Wien) stehen 2018 zwei große Künstlerinnen im Mittelpunkt; darüber hinaus wird die Schenkung des Nachlasses von Robert Michel und Ella Bergmann-Michel mit einer großen Ausstellung gefeiert. Ein weiteres wichtiges Projekt widmet sich der Provenienzforschung zur Sammlung Döbbecke.

Museum August Kestner

  • 2017: 35.522 (2016: 34.855)
  • Einschätzung: Prof. Dr. Thomas Schwark, Museumsdirektor: "Die Besucherzahlen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht nur stabilisiert, sondern erfreulicherweise positiv entwickelt. Es bewähren sich die etablierten Vermittlungsformate, insbesondere das Familienprogramm. Mit der Sonderausstellung 'Beziehungskiste' ist erfolgreich der Versuch gelungen, alle Fachabteilungen des Hauses unter dem übergeordneten Thema 'Kommunikation' zu versammeln. Ein besonderes Augenmerk verdient die Sonderausstellung 'O Isis und Osiris', die sich den 'ägyptischen Wurzeln' der Freimaurerei widmet und mit diesem Thema ein breites Publikum erreicht." 
    Ausblick 2018: Eine besonders große Bedeutung kommt der Erschließung neuer, qualifizierter Magazinflächen für die Museen für Kulturgeschichte im Jahr 2018 zu. Die Darstellung und Vermittlung von alltagsrelevanten Themen sowie diskursive und partizipative Veranstaltungen mit zahlreichen internen und externen Kooperationspartnern bilden weiterhin einen Schwerpunkt im Museum August Kestner.

Historisches Museum Hannover

  • 2017: 46.587 (2016: 58.322)
  • Einschätzung: Prof. Dr. Thomas Schwark, Museumsdirektor: "Der Rückgang der Besucherzahlen ist mit der Teilschließung des Hauses zu erklären. Derzeit finden umfangreiche Umbaumaßnahmen und Neugestaltungsarbeiten statt, die erste und zweite Etage des Museums sind seit Mitte 2017 geschlossen. Daher ist das sonst so umfangreiche Angebot und Programm für Familien und Lerngruppen deutlich eingeschränkt. Das führt zu dem Besucherrückgang im Museum. Kompensiert wird dieser unter anderem durch Beteiligungsformate im öffentlichen Raum: Erstmalig hat das HMH ein Outreach-Projekt ("Diskussionslabor") an mehreren Tagen in verschiedenen Stadtteilen durchgeführt und stellt sich in diesem Rahmen dem Dialog mit den Hannoveranerinnen und Hannoveranern außerhalb des Museums."
  • Ausblick 2018: Die gesellschaftlich-relevanten Themen erfahren eine große Resonanz und sprechen auch eine über die Stammklientel hinausgehende Besucherszene an. Diese Themen und Fragenstellungen werden mit Hilfe partizipativer Formate – auch mit internen und externen Kooperationspartnern – weiter ins Blickfeld gerückt. Darüber hinaus widmet sich das Historische Museum den Themen, die "typisch Hannover" sind, unter anderem mit einem Projekt zur "Kioskkult(ur)" im Sommer 2018. Zudem wird eine Spielfläche im Sommer nicht nur für Kinder im Historischen Museum aufgebaut. Für die Ausstellung "Geschichte spielen" werden Playmobil-Welten entstehen die in einen Dialog mit Sammlungsobjekten treten sollen. Ende Oktober wird die Schau "Herrenhausen und Europa" eröffnet. Sie setzt sich mit der Entstehung des berühmten Barockgartens vor mehr als 350 Jahren auseinander und stellt Bezüge zu anderen europäischen Anlagen her.

Museum Schloss Herrenhausen

  • 2017: 59.500 (2016: 68.984)
  • Einschätzung: Prof. Dr. Thomas Schwark, Museumsdirektor: "Als das bestbesuchte Museum im Verbund profitiert das Schloss zweifellos von den auswärtigen Besucherinnen und Besuchern der Herrenhäuser Gärten und dem Pauschalticket. Die Besucherzahl ist dennoch rückläufig – es hat eine längere Umbauphase im Museum während der Sommersaison gegeben, ein Flügel des Museums war zu der Zeit nicht zugänglich."
  • Ausblick 2018: Bis in den April hinein ist im Westflügel die interaktive Ausstellung "Geheimnis. Ein gesellschaftliches Phänomen" zu sehen, die seit den HANNAH ARENDT TAGEN 2017 in Kooperation mit dem Büro Oberbürgermeister, Wissenschaftsstadt, gezeigt wird. Eine grundlegende Neukonzeption des Museums wird gemeinsam mit dem Sprengel Museum Hannover erarbeitet.

Städtische Galerie KUBUS

  • 2017: 9.208 (2016: 9.127)
  • Einschätzung: Die Städtische Galerie KUBUS versteht sich als lebendiger Dreh- und Angelpunkt der Hannoverschen Kunstszene. Neben den regulären Ausstellungen bietet das neue Format KUBUS FREISPIEL aktuellen Projekten und ungewöhnlichen Präsentationen einen Raum. Mit den KUBUS LUNCH CONCERTS und den KUBUS CONCERTS gibt es zudem regelmäßig musikalische Veranstaltungen. Vorträge und Podiumsdiskussionen ergänzen das Programm wie zum Thema "Kunst sammeln? Ich bin doch kein Millionär" im Rahmen des KUBUS Freispiels "Kunstwerk wechsele dich – das andere Sammeln". Führungen finden jeweils sonntags um 15 Uhr statt.
  • Ausblick 2018: Praxisorientierte Angebote für Schulen, die Jugendliche und ihre Lebenswelt in den Fokus nimmt, bietet das KUBUS ART LAB seit Sommer 2017 an. Im OPEN ART LAB treffen sich regelmäßig interessierte Jugendliche, um sich auszutauschen und gemeinsam künstlerisch zu arbeiten. Dabei geht es auch um Einblicke in verschiedene kreative Berufe und in die junge Kunstszene Hannovers, weitere Infos unter kubus.artlab@posteo.de (Nina Aeberhard, Leiterin KUBUS ART LAB).

Kommunales Kino – KoKi 

  • 2017: 25.516 (2016: 26.394)
  • Einschätzung: Im Jahr 2017 hat das KoKi weiterhin an der Schärfung seines Profils gearbeitet. Das "Andere Kino - Mitten in der Stadt" hat sich deutlich präsentiert als städtischer Kulturort, als Veranstaltungsort für internationale Filmkunst, für einen gesellschaftlich und kulturell relevanten Film, als Ort der Vermittlung von Filmästhetik und Filmgeschichte. Ziel bleibt es auch weiterhin, das KoKi als ein Zentrum der Film- und Medienkultur in der Landeshauptstadt zu platzieren. Um dies zu erreichen, wurden auch im vergangenen Jahr zahlreiche "Brücken gebaut" zwischen Filmkunst und anderen Künsten, zwischen dem Kino und unterschiedlichsten Akteuren der regionalen und überregionalen Medienszene und unterschiedlichen Hochschulen, wurde der cineastische Blick grenzüberschreitender, wurde stärker geöffnet in Richtung aktueller Medienproduktion und –rezeption. Mit Beginn 2017 startete das neue Format "Night Movies" (mit einem Programm von "dunklen", schrägen, anarchischen, abgründigen Filmen). "tanz talk film" war eine Film- und Gesprächsreihe mit (tanz-)prominenten Gästen (in Kooperation mit der Ballettgesellschaft Hannover, der Staatsoper Hannover und kultur.schaffen, Hannover). Gemeinsam mit dem Haus kirchlicher Dienste wurde der 60. Geburtstages des großen Künstlers die Filmreihe Nick Cave und das Kino begangen. International ging es auch in 2017 im KoKi auf der Leinwand und mit Blick auf die Kooperationspartner zu. Die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Kulturinstitutionen wurde ebenso weiterentwickelt wie die Filmvermittlung und Medienpädagogik. "Kinobühne LIVE!": Von Zeit zu Zeit wird die Leinwand hochgefahren, um die Kinobühne freizugeben für Konzerte und Performances. Dies wurde unter anderem von der hannoverschen Folkgruppe Fairytale, für die musikalisch-literarische Performance "WINTERREISE – Schubert trifft Jelinek (Das Literaturhaus Hannover zu Gast)" und der texanischen Musikerin Patricia Vonne mit Band genutzt. Passend dazu das "Aftershow Kino". Ebenfalls hervorzuheben ist "FOTOAUTOMAT", ein CD-Release-Konzert von Christian Kruse und seiner Band.
  • Ausblick 2018: Geplant ist eine SoundTRAX-Koproduktion mit dem Orchester im Treppenhaus. Ein innovatives Event (gemeinsam veranstaltet mit dem Sachgebiet Junge Kultur im Kulturbüro sind die "Silent Movie Soundscapes (AT)". Bei diesem Format interpretieren und vertonen DJs und Musiker aus der regionalen Szene Stummfilme. Im Dezember sind alle Kommunalen Kinos in Deutschland zum Bundeskongress zu Gast im Künstlerhaus.

Stadtbibliothek Hannover

  • Besuche 2017: 1.463.867 (2016: 1.469.775)
  • Entleihungen und Downloads 2017: 4.338.122 (2016: 4.319.470)
  • Einschätzung: Die Entleihungen sind um 0,5 Prozent zum Vorjahr gestiegen, ein leichter Rückgang (0,4 Prozent) der Besuche ist zu verzeichnen, wobei bei den Besuchen gegen Jahresende eine Steigerung feststellen ist. Insgesamt zeigen die Zahlen eine Konsolidierung auf hohem Niveau. Die Veränderungen bei den Entleihungen und Besuchen sind im Rahmen normaler Schwankungen. Die Zahl der konventionellen Entleihungen auf physische Medien (Bücher, CDs etc.) bleibt rückläufig. Dafür steigt der Anteil der heruntergeladenen E-Medien und anderer Downloads. Bei den Besuchen wirkt sich auch 2017 die 7,5-monatige Schließung der Jugend- und Stadtbibliothek List aus. Hier fehlen geschätzt gut 50.000 Besuche.

Stadtarchiv Hannover

  • Besuche 2017: 1.946 (2016: 1.984)
  • Benutzerinnen und Benutzer im Lesesaal des Stadtarchivs 2017: 1.424 (2016: 1.390)
  • Besucherinnen und Besucher von Veranstaltungen 2017: 522 (2016: 594)
  • Benutzte Archivalien 2017: 7.770 (2016: 7.609)
  • Schriftliche Anfragen 2017: 1.756 (2016: 1.795)
  • Personenstandsrecherchen 2017: 1.166 (2016: 1.054) 
  • Digitale Reproduktion von Personenstandsunterlagen 2017: 1.694 (2016: 1.623)
  • Einschätzung: 2017 bewegte sich die Benutzung des Stadtarchivs im Lesesaal wie bei der schriftlichen Anfragebearbeitung etwa auf dem Vorjahresniveau, obwohl die Lesesaal-Öffnungszeiten im letzten Quartal testweise auf vier Tage erweitert wurden. Die Zahl der Veranstaltungsbesucherinnen und -besucher blieb auch ohne den zweijährigen "Tag der Archive" (zuletzt 2016) nur wenig hinter dem Vorjahr zurück. Anhaltend stark gestaltete sich die Belastung durch Auftragsrecherchen in Personenstandssachen, deren Anzahl sich seit 2011 (543 Fälle) mehr als verdoppelt und gegenüber dem Vorjahr erneut um elf Prozent gesteigert hat. Dies schlug sich auch in einer weiteren Zunahme der hierbei anfallenden Reproaufträge nieder. Ein wichtiger Schritt zur Verbesserung des Service (und zur Erhaltung von Originalen) war die Online-Stellung der hannoverschen Adressbücher, die in Zusammenarbeit mit der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek realisiert werden konnte. 2017 hat das Stadtarchiv zahlreiche gut besuchte Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit anderen Kultureinrichtungen außerhalb des Stadtarchivs durchgeführt beziehungsweise inhaltlich ergänzt und begleitet, darunter die Ausstellungen im Neuen Rathaus "Feind ist, wer anders denkt" (Kooperation mit dem Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Berlin), "70 Jahre Städtepartnerschaft Hannover-Bristol" (Kooperation mit dem Kulturbüro) und die Konferenz "Stadt und Sport in historischer Perspektive" (Kooperation mit dem Niedersächsischen Institut für Sportgeschichte). Die Wanderausstellung "Papier ist nicht geduldig" im Stadtarchiv zum Problem des Papierzerfalls fand breites Interesse, nicht nur beim Fachpublikum. Zwei wichtige Veröffentlichungen zur Stadtbau- und Kulturgeschichte konnten der Öffentlichkeit vorgestellt werden: "Der Architekt und Stadtplaner Rudolf Hillebrecht" von Ralf Dorn, und "Zehn Jahre Zinnober 1919-1928. Das groteske Hannover der zwanziger Jahre" von Peter Struck. 
  • Ausblick: Das Stadtarchiv wird seine digitalen Angebote deutlich erweitern können. Die für Personenrecherchen sehr nachgefragten und in ihrer Erhaltung gefährdeten Findmittel zu standesamtlichen Unterlagen im Stadtarchiv werden im Laufe des Jahres online zugänglich sein. Die bisher nur gedruckt vorliegende (und vergriffene) Hannover-Chronik von den Anfängen bis 1988 wird digital und bis zum Jahr 2003 erweitert und durchsuchbar präsentiert. Über das Internet abzurufen sind demnächst auch neu aufgenommene Erschließungsdaten zu wichtigen Beständen des Stadtarchivs, darunter der Nachlass der Familie Kestner und die Abteilung Alte Akten (Bestände der Frühen Neuzeit mit Unterlagen zur Reformation, zum Schmalkaldischen Krieg, zur Hanse und so weiter) sowie Unterlagen verschiedener hannoverscher Unternehmen. Am 5. und 6. Juni 2018 findet in Hannover der Norddeutsche Archivtag statt und wird sich mit der Benutzung der Archive und ihren Benutzerinnen und Benutzern gestern, heute und morgen auseinandersetzen. Im Oktober 2018 jährt sich der Geburtstag eines der bekanntesten und das Stadtbild Hannovers mit seinen neugotischen Bauten prägenden Architekten Conrad Wilhelm Hase zum 200. Male. Aus diesem Anlass wird das Stadtarchiv originale Zeichnungen aus Hases Nachlass zeigen und in Kooperation mit dem Historischen Museum und der Laves-Stiftung an Hases weit über Hannover hinauswirkende Bauschule erinnern.

Musikschule Hannover

  • Musikschul-Kontakte 2017: 51.436 (2016: 46.582)
    davon
  • SchülerInnen im fortlaufenden Musikschulunterricht 2017: 4.513 (2016: 4.252) 
  • SchülerInnen in Kooperationen mit Schulen und Kitas 2017: 4.012 (2016: 3.876)
  • aktive Besucherinnen und Besucher an Schnupperangeboten, Workshops und ähnliches 2017: 10.142 (2016: 5.091)
  • Besucherinnen und Besucher von Veranstaltungen 2017: 32.769 (2016: 33.363)
  • Einschätzung: Die Schülerinnen- und Schülerzahlen im wöchentlichen Unterricht sind sehr deutlich und in den Kooperationen leicht ansteigend. Der Verdoppelung der aktiven Teilnehmenden an Workshops, Schnupperangeboten und Mitmachaktionen zeigt, dass für einmalige Angebote der Musikschule ein hoher Bedarf zu verzeichnen ist. Außerdem wirkt sich das Engagement zum Thema Inklusion, Tanz und offene, unentgeltliche Angebote wie Singende Stadtteile in Einrichtungen der Jugendhilfe aus. Die anhaltende Zahl an Besucherinnen und Besuchern von Musikschulveranstaltungen wie Konzerten und Vorspielen zeigt eine gute Wahrnehmbarkeit und Interesse in der Öffentlichkeit. Positiv auf die Publikumsakzeptanz wirken sich auch die Aktionen der Musikschule im Themenfeld "niedrigschwellige und/oder offene Angebote" aus. 
  • Ausblick 2018: Die Musikschule der Landeshauptstadt Hannover setzt ihre Entwicklung zur "Musikschule für alle" weiter fort, mit vielfältigen Angeboten für verschiedene Bedürfnisse.

Stadtteilkultur

  • Besucherinnen und Besucher der zehn städtischen Einrichtungen 2017: 773.808 (2016: 737.728)
  • Einschätzung: Die Zunahme an Besuchen ist sehr erfreulich. Im Jahr 2017 fanden verschiedene größere Veranstaltungen statt, wie zum Beispiel das Märchenfest im Sahlkamp, das 50-jährige Jubiläum des Stadtteilzentrums Ricklingen mit verschiedenen größeren Veranstaltungen sowie neue Formate wie das "Blinde Date Kultur" oder das Familienprogramm "SPIEL:ZEIT". Darüber hinaus zog das neue beziehungsweise wiedereröffnete Stadtteilzentrum Weiße Rose Mühlenberg viele Besucherinnen und Besucher an.
  • Rückblick 2017: Im Oktober 2017 wurde das Richtfest für das neue Stadtteilzentrum Stöcken gefeiert. Das Programm "Live APPS", das KulturABO für weiterführende Schulen, wurde im September 2017 von der Kulturstiftung der Länder mit dem Zukunftspreis für Kulturbildung (DER OLYMP) ausgezeichnet, insbesondere für "die kluge Beteiligung von Jugendlichen, die Verantwortung für jüngere und gleichaltrige Kulturnutzer übernehmen". Im Mai startete das Projekt "Straßenfotograf" mit der Ausgabe von 100 Einwegkameras an wohnungslose Menschen. 70 Kameras mit 1.716 Fotos wurden zurückgegeben. Eine Jury wählte hiervon 350 Fotos für die überregional beachtete Ausstellung "Mein Hannover – Wohnungslose fotografieren ihre Stadt" aus. Erstmalig gezeigt wurde die Ausstellung Mitte November bis Mitte Dezember im Bürgersaal des Neuen Rathauses. Die Jugendbuchwoche 2017 wurde in Kooperation mit der Stadtbibliothek und dem Friedrich-Boedecker-Kreis veranstaltet. Die Buchausstellung sowie die begleitenden Veranstaltungen (Lesungen, Workshops, Poetry Slam) wurden von 97 Schulklassen und insgesamt 2.574 Menschen besucht. Gelungener Start des Programms "SPIEL:ZEIT" Anfang November im Stadtbezirk Ricklingen, ein Kulturangebot für Familien im Stadtteilzentrum Mühlenberg und im Stadtteilzentrum Ricklingen. Das Programm wird über drei Jahre von der Rut-und-Klaus-Bahlsen- Stiftung mit 200.000 Euro gefördert. Im Kulturort Lindener Rathaus wurde die Ausstellung "Tiefschlaf" (mit Begleitprogramm) von Werken aus dem städtischen Kunstbesitz als Auftakt für eine Ausstellungsreihe, die im nächsten Jahr mit weiteren thematischen Schwerpunkten fortgesetzt wird gezeigt. Erfolgreiche Durchführung des neuen Veranstaltungsformats "Blind Date Kultur" in sechs Stadtteilen, Fortsetzung in 2018.
  • Ausblick 2018: Fertigstellung des neuen Stadtteilzentrums Stöcken voraussichtlich im Herbst 2018. Der Sommercampus, ein über fünf Wochen langes ganztägiges kulturelles Sommerferienangebot für Schulkinder im Juni/Juli 2018. Ausweitung des Programms "SPIEL:ZEIT" auf weitere Stadtteile im zweiten Halbjahr 2018. Ausweitung des Programms "Live APPS" zum Schuljahr 2018/2019 auf weitere Schulen. Im Frühjahr 2018 wird in Kleefeld, Hölderlinstr. 1, eine neue Stadtteilkultureinrichtung eröffnet. Das Gebäude wird derzeit barrierefrei umgebaut. Betreiber der neuen Einrichtung wird der Bürgerverein Kleefeld. Für 2018 wird ein partizipatives Musik-Theater-Tanz-Projekt mit dem Arbeitstitel "Orpheus | Die App-Oper - Digital Sounds treffen auf Klassik" beginnen. Das Projekt mit einer geplanten Laufzeit von zehn Monaten wird gemeinsam mit der Staatsoper Hannover, dem MusikZentrum Hannover, der Stadtteilkultur und Kinder- und Jugendarbeit und 100 Jugendlichen aus Hannover geplant.