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Eilenriede

Stadt lässt Neophyten entfernen

Auf einer Teilfläche der Eilenriede lässt die städtische Forstverwaltung derzeit invasive Pflanzen entfernen, die heimische Arten in ihrer Ausbreitung einschränken. 

Mann, der Pflanzen im Wald untersucht. © LHH

Forstwissenschaftler Johannes Drechsel (Bereich Forsten, Landschaftsräume und Naturschutz im städtischen Fachbereich Umwelt und Stadtgrün) erläutert die Problematik mit den Neophyten und mit welchen Maßnahmen heimische Geophyten gefördert werden.

Auf einer etwa 50 Quadratmeter großen Testfläche in der Vorderen Eilenriede wurde mithilfe von Mitarbeitenden der Beschäftigungsförderung der Landeshauptstadt der sogenannte "Wunderlauch" (Allium paradoxum) samt Zwiebeln entfernt, um hiesigen Pflanzen wie Buschwindröschen, Lerchensporn und Aronstab mehr Platz zur Entfaltung zu geben. In etwa einem Jahr sollen die Ergebnisse dieser Maßnahme überprüft werden.

Hintergrund 

Heimische Frühblüher (sogenannte Geophyten) werden im hannoverschen Stadtwald zum Teil erheblich durch nicht heimische, invasive Pflanzen (Neophyten) verdrängt. Vor allem der aus dem Kaukasus stammende "Wunderlauch" macht sich von Jahr zu Jahr stärker breit und lässt heimischen Pflanzenarten immer weniger Platz. Um die Geophyten zu stärken, soll die Ausdehnung der Neophyten gebremst werden.