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Obdachlosenunterbringung

Stadt richtet Tagesnotschlafstelle für Frauen ein

In der bereits bestehenden Unterkunft für obdachlose Frauen in der Langensalzastraße soll noch im Dezember eine Tagesnotschlafstelle eingerichtet werden. Diese soll tagsüber von obdachlosen Frauen zur Erholung genutzt werden, denen nachts aufgrund ihrer persönlichen Situation kein Rückzugsort zur Verfügung steht.

Zimmer mit einem Bett, einem Schrank, einem Tisch und einem Stuhl. © LHH

Ein Einzelzimmer mit einem Bett, einem Schrank, einem Tisch und einem Stuhl. 

Die Tagesnotschlafstelle soll in der bereits bestehenden Unterkunft Langensalzastraße 17 betrieben werden. Sie steht allen obdachlosen Frauen in Hannover offen und kann ohne vorherige Anmeldung oder rechtliche Prüfung in der Zeit von 10 bis 16 Uhr in Anspruch genommen werden. Die Benutzung ist kostenlos. Stadtbaurat Thomas Vielhaber sieht das neue Angebot als sinnvolle Ergänzung zu dem bisherigen Angebot der städtischen Notschlafstellen: "Durch Gespräche mit Träger*innen der Obdachlosenhilfe wie La Strada ist deutlich geworden, dass es an einer Übernachtungsmöglichkeit für obdachlose Frauen am Tage fehlt und diese dringend benötigt wird. Das Angebot richtet sich speziell an Frauen, die beispielweise nachts aufgrund von Prostitution oder Drogensucht nicht die üblichen Notschlafstellen nutzen können. Wir möchten auch auf diesen Bedarf reagieren. Die Unterkunft in der Langensalzastraße ist dafür sehr gut geeignet, da wir auf bereits vorhandene Ressourcen zurückgreifen können, die am Tage ungenutzt sind."

Ausstattung der Unterkunft

In einer abgeschlossenen Wohneinheit stehen fünf Doppelzimmer und somit zehn Plätze/Betten zur Verfügung. Die Corona-bedingten Abstands- und Hygieneregeln werden eingehalten. Es wird zwei Mal täglich eine Reinigung erfolgen – einmal vor Beginn des Betriebs der Tagesschlafstelle und einmal vor Beginn der Nutzung der Notschlafstelle für die Nacht. Die Unterkunft verfügt über abschließbare Spinde, um persönliches Hab und Gut für den Tagesschlaf sicher aufzubewahren. Auch sanitäre Anlagen wie beispielsweise Duschen können von den Frauen in diesem Zeitraum genutzt werden. Sozialarbeiterinnen stehen für Fragen in Sachen Beratung oder Betreuung zur Verfügung.