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Förderprogramm

Stadt unterstützt Mieterstrommodelle

Die Landeshauptstadt Hannover hat das Förderprogramm zur Ausweitung der Kraft-Wärme-Kopplung um zwei weitere Bausteine ergänzt: Seit dem 1. Januar dieses Jahres können Zuschüsse zu Mieterstrom-Anlagen und Energiekonzepte für Alt- und Neubau im Quartier beantragt werden. Insgesamt stehen rund 300.000 Euro pro Jahr zur Verfügung.

Schrägaufnahme von Hannover mit Blick auf das Neue Rathaus, die Südstadt und den Maschsee. © Karl Johaentges

Schrägaufnahme von Hannover mit Blick auf das Neue Rathaus, die Südstadt und den Maschsee.

Als Mieterstrom wird der Strom bezeichnet, der mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Hauses erzeugt und an die Bewohnerinnen und Bewohner geliefert wird. Mieterstromanlagen bieten die Möglichkeit, die Sonne direkt zu nutzen und den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromproduktion in Hannover zu erhöhen.

Bereits 2,7 Millionen Euro Zuschüsse bewilligt

Das neue Mieterstromgesetz des Bundes und die Solarkampagne der Landeshauptstadt Hannover "Hannover auf Sonnenfang" waren Gründe, das Förderprogramm zu überarbeiten und Zuschüsse für Mieterstromanlagen bereit zu stellen. Bereits seit 2013 gibt es von der Stadt Zuschüsse, wenn Hausbesitzerinnen und -besitzer ihr Gebäude an die Fernwärme von enercity (Stadtwerke Hannover AG) anschließen oder ein Nahwärmenetz einrichten. So wurden in den vergangenen vier Jahren rund 2,7 Millionen Euro Zuschüsse für Fernwärmeleitungen, Blockheizkraftwerke (BHKW) und Hausanschlüsse bewilligt.

Neuer Förderzuschuss ab 2018

Neu im Programm ist auch der Förderzuschuss für die Entwicklung von Energiekonzepten zur langfristig klimaneutralen Versorgung von Quartieren mit Strom und Wärme. Die Stadt unterstützt damit Voruntersuchungen und ingenieurfachliche Berechnungen als Grundlage für signifikante Einsparungen an fossiler Energie im Bestand und klimaneutrale Neubauquartiere. Weitere Informationen bieten die Internetseite www.hannover.de/kwk-programm und proKlima – Der enercity-Fonds telefonisch (05 11) 4 30 – 19 70.

Hintergrund

Die Landeshauptstadt Hannover hat sich weitreichende Klimaschutzziele gesteckt. Bis zum Jahr 2020 sollen 40 Prozent der Kohlendioxidemissionen und bis zum Jahr 2050 95 Prozent der Treibhausgase im Stadtgebiet vermieden werden. Ebenfalls bis zum Jahr 2050 soll sich der Energiebedarf auf der Basis von 1990 halbieren. Das Förderprogramm unterstützt diese Ziele. Die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme, also die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), ist durch die bessere Ausnutzung der Brennstoffe besonders effizient und daher gut für den Klimaschutz. Der Ausbau der KWK-Anlagen und erneuerbaren Energien sind wichtige Maßnahmen zur CO2-Reduzierung, die im Klimaschutzaktionsprogramm der Landeshauptstadt Hannover festgeschrieben sind und von der Klima-Allianz Hannover 2020 begleitet werden (www.klimaallianz-hannover.de). Die Ziele bis 2050 sind im "Masterplan 100 % für den Klimaschutz" (www.klimaschutz2050.de) festgeschrieben. Die Mieterstrom-Förderung setzt Anreize, die Bewohnerinnen und Bewohner von Mehrfamilienhäusern unmittelbar an der Energiewende durch Nutzung von vor Ort erzeugtem Solar- oder BHKW-Strom zu beteiligen. Die Bewilligung und Auszahlung der Fördergelder erfolgt durch proKlima im Auftrag der Landeshauptstadt Hannover.