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Forschung

Stadtarchiv Hannover erforscht Hanse-Geschichte

Hannovers Rolle in der Hanse ist nahezu unerforscht – bis jetzt. Ein Forscher-Team um Dr. Cornelia Regin, Leiterin des Stadtarchivs Hannover, stellte am 25. Januar Quellen zur Hanse-Geschichte aus den Beständen des Stadtarchivs und Perspektiven der Hanse-Forschung vor. 

Drei Frauen, die zwischen Regalen sitzen und stehen. © LHH

Erforschen das Stadtarchiv: Dr. Cornelia Regin (Leiterin des Stadtarchivs Hannover) und ihre Mitarbeiterin Dr. Carola Piepenbring-Thomas und Dr. Angela Huang (Forschungsstelle für die Geschichte der Hanse und des Ostseeraums am Europäischen Hansemuseum in Lübeck). 

Hannover war eine Hansestadt. Über Jahrhunderte agierte die Stadt in einem weitgespannten Städtenetzwerk mit Handelskontakten bis nach Russland, England und Skandinavien. Hannover gehörte nicht zur "ersten Liga" der Hansestädte wie Lübeck, Hamburg, Bremen, Magdeburg oder Braunschweig. Gleichwohl handelte Hannover im Konzert der anderen Städte aktiv in der Städtehanse und in den regionalen Städtebünden. Diesen Handelsverbindungen verdankte Hannover einen guten Teil seines Wohlstandes und seiner jahrhundertelangen weitgehenden politischen Bewegungsfreiheit als städtisches Gemeinwesen. Die Bedeutung der hansischen Handelskontakte für die Stadtgeschichte ist bislang unterschätzt worden, Hannovers Rolle in der Hanse nahezu unerforscht geblieben. Die im Stadtarchiv vorhandenen Quellen sind bisher nur unzureichend erschlossen und warten auf interessierte und innovative Forscherinnen und Forscher.

Erste Ergebnisse sollen 2019 präsentiert werden

Um die historische Forschung voranzubringen, wird das Stadtarchiv einen wesentlichen Teil seiner Unterlagen zur Hanse in diesem Jahr erschließen und damit der Öffentlichkeit zugänglich machen. Erste Forschungsergebnisse zur hannoverschen Hanse-Geschichte sollen 2019 vorgestellt werden. 

Stadtarchiv Hannover ein gefragter Partner in Sachen Hanse-Geschichte

Unterstützung bei der Identifizierung weiterer Quellen zur Hanse-Geschichte Hannovers hat die Forschungsstelle für die Geschichte der Hanse und des Ostseeraums am Europäischen Hansemuseum in Lübeck signalisiert. In der Dauerausstellung des 2015 eröffneten Europäischen Hansemuseum ist Hannover mehrfach auf Darstellungen über den Hanseraum vertreten und tritt als Teilnehmerin auf dem in einer aufwendigen Hörstation inszenierten Hansetag von 1518 auf. Die Historikerinnen dort werden sich in den nächsten Jahren verstärkt mit der Binnen-Hanse beschäftigen, also mit den Städten, die selbst keinen Zugang zum Meer hatten, und verstärkt auch den regionalen Handel zwischen den Städten im Binnenland in den Blick nehmen. Auf der Suche nach Quellen zu diesen Aspekten der Hanse-Geschichte ist das Stadtarchiv Hannover ein gefragter Partner.