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Menschen in einer Bibliothek. © LHH

Dr. Carola Schelle-Wolff begrüßte die geladenen Gäste. 

Neugestaltung

Stadtbibliothek Herrenhausen wiedereröffnet

Neu gestaltete und renovierte Räume: Im Rahmen eines offiziellen Festakts wurde die Stadtbibliothek Herrenhausen am 21. August nach knapp achtwöchiger Schließzeit wiedereröffnet. Einen Tag später wird die Wiedereröffnung dann gemeinsam mit den Kund*innen und einem bunten Programm gefeiert. 

Menschen in einer Bibliothek. © LHH

Großer Andrang bei der Wiedereröffnung. 

Im Rahmen des Festaktes begrüßte Dr. Carola Schelle-Wolff, Leiterin der Stadtbibliothek, die geladenen Gäste. Anschließend hielt Bezirksbürgermeisterin Regine Bittorf ein Grußwort, in dem sie die Vorzüge der neugestalteten Bibliothek betonte. Nach einer Überleitung durch die Bibliotheksleiterinnen Bärbel Schüttke-Bengsch und Karin Zill-Pichler trugen die Chorkinder der Grundschule Wendlandstraße unter der Leitung von Nina Hilberink Märchenlieder vor. Ein Aschenputtel-Sketch vom Team der Stadtbibliothek und Mitgliedern der AG Herrenhausen rundeten das Programm ab. 

Über die Neugestaltung

Die neu gestaltete Bibliothek lädt die Besucher*innen zum Verweilen, Treffen und Kommunizieren ein. Es gibt zahlreiche Plätze zum Arbeiten und Lernen, sowohl einzeln als auch in Gruppen. Steckdosen in verschiedenen Bereichen ermöglichen ein Laden des Smartphones, Handys oder Laptops selbst vom gemütlichen Sessel aus. Die Bibliothek hat 32 Stunden die Woche geöffnet verfügt und über einen Bestand von circa 26.000 Medien. Schwerpunkt der Bibliotheksarbeit ist die Sprach- und Leseförderung: Bilderbuchkino für Kitas, offenes Bilderbuchkino, Klassenführungen, Jugendbuchwochen, Aktionen rund ums Buch für Grundschüler*innen, JULIUS-Club (Jugend Liest und Schreibt), Babys in der Bibliothek und Betreuung der Rucksackmütter gehören zum regelmäßigen Angebot. Daneben werden auch Veranstaltungen für Erwachsene angeboten, wie zum Beispiel der seit Jahren sehr beliebte Leseabend.

Feierstunde am 22. August

Am 22. August wird die Wiedereröffnung mit allen Kund*innen gefeiert. Das Programm: 

  • ab 15 Uhr: Märchenbasteln
  • 16 Uhr: Märchenhaftes Bilderbuchkino, mit kleiner Überraschung
  • 15 bis 18 Uhr: Springseile in verschiedenen Farben fachgerecht herstellen (ein Euro pro Seil)
  • den ganzen Tag Märchenrätsel für Groß und Klein mit attraktiven Preisen. Zum Naschen gibt's "Sterntaler" für die Kleinen sowie Kaffee und Kuchen für die Großen

Hintergrund

Die Bibliothek im heutigen Gebäude in der Herrenhäuserstraße 52 wurde am 15. Dezember 1966 eröffnet. Zuvor war die Stadtteilbibliothek seit September 1957, unter beengten Verhältnissen, als Buchausgabestelle auf 120 Quadratmetern und mit einem Anfangsbestand von 2.250 Büchern, in der Meldaustraße untergebracht. Die Bestandszahl erhöhte sich bis 1965 auf 21.233 Medien. Das neue Gebäude befindet sich am heutigen Standort. Mit einer Fläche von 600 Quadratmetern inklusive Arbeitsräumen wurde es gut angenommen, war es doch modern und großzügig gestaltet mit reichlich Arbeitsplätzen, langen Öffnungszeiten und einer einladenden Atmosphäre. Im Vergleich zur Meldaustraße konnten die Ausleihzahlen binnen Kürze mehr als verdoppelt werden. Betrug die Zahl der Entleihungen 1965 noch circa 46.500, stieg die Zahl im Jahre 1967 auf circa. 109.000. Hatte die Meldaustraße zwölf Stunden in der Woche geöffnet, stand die Bibliothek in den neuen Räumlichkeiten 35 Stunden in der Woche für die Kund*innen zur Nutzung offen. Die Bibliothek wurde voll unterkellert, so dass dort eine Küche und ein "Kasper-Zimmer" zur Verfügung standen. Das "Kasper-Zimmer" ist bis heute als Raum für die immer noch beliebte Veranstaltung "Bilderbuchkino" erhalten geblieben. Der Bestand zur Eröffnung betrug 25.000 Medien. Es waren Bücher, Zeitschriften und auch einige wenige Zeitungen im Angebot. Bis zum heutigen Zeitpunkt hat sich das Medienangebot stetig gewandelt: sehr viele moderne Medien, wie zum Beispiel DVDs, Wii-Spiele, Hörbücher oder Tonies sind hinzugekommen. Ebenso waren Onlinekataloge oder E-books damals noch unbekannt. Der Tresen, der heute Information heißt, wurde im Originalgrundriss noch als "Aufsicht" bezeichnet. Daran lässt sich erkennen, wie stark sich die Atmosphäre in der Bibliothek im Laufe der Jahrzehnte verändert hat. Im Jahre 2012 gab es eine weitere große Veränderung durch die Einführung der Selbstverbuchung an Geräten durch die Kund*innen. Das Ersetzen des großen Ausleihtresens durch die modernen Geräte hat das Erscheinungsbild der Bibliothek, wenn auch noch mit dem Original-Regalsystem aus dem Jahre 1966, deutlich modernisiert. Die Informationstheke wurde erneuert und vergrößert. Im Oktober 2014 wurden die Arbeitsräume der Mitarbeiter*innen umgebaut und mit neuem Mobiliar versehen, somit konnte Platz für neue, behindertengerechte Toiletten und einen Wickelraum geschaffen werden. Ende 2015 wurde kostenfreies W-LAN für die Besucher*innen eingeführt.