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Disziplinarverfahren

Stadtrat Härke räumt Fehler ein – OB prüft Bitte um vorzeitigen Ruhestand

Stadtrat Harald Härke hat sich am Donnerstag im Verwaltungsausschuss in einer persönlichen Erklärung zu dem gegen ihn eingeleiteten Disziplinarverfahren geäußert.

Harald Härke. © LHH (Neue Medien)

Kultur- und Personaldezernent Harald Härke

Härke räumte gegenüber den Mitgliedern des Verwaltungsausschusses Fehlverhalten in einem Stellenbesetzungsverfahren ein. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe seien im Kern zutreffend. Härke bedauerte dieses Fehlverhalten und bat den Oberbürgermeister, die Verwaltung und den Rat um Entschuldigung. Er hoffe, dass ihm der Fehler nachgesehen werde. Dennoch biete er den Eintritt in den vorzeitigen Ruhestand an, sagte Härke.

Oberbürgermeister Stefan Schostok kündigte an, hierzu mit den Fraktionen im Rat zu beraten, um dann über das Rücktrittsgesuch zu entscheiden. Das gegen Härke vor knapp drei Wochen eingeleitete Disziplinarverfahren wird fortgeführt.

Der Oberbürgermeister Schostok betonte, dass das Fehlverhalten das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Verwaltung berühre. Das Ansehen der Stadtverwaltung habe Schaden genommen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung an der Integrität ihrer Führungskraft zweifeln lassen. Nach dem klaren Eingeständnis seines Fehlverhaltens müsse man zugleich die Verdienste Härkes für die Stadt sehen. Er könne sich vorstellen, mit dem Stadtrat bis zu dessen Eintritt in den regulären Ruhestand im Herbst 2019 ordentlich zusammenzuarbeiten. Der Oberbürgermeister kündigte an, in Kürze mit den Fraktionen des Rates darüber zu beraten.