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Recyclingpapier

Startpaket für Schulkinder

Jedes Jahr zum Schulanfang erhalten Erstklässlerinnen und -klässler in Hannover ein umweltfreundliches Startpaket, das das städtische Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro in Kooperation mit der Bürgerinitiative Umweltschutz e.V. geschnürt hat. 50 Schulen haben für rund 4.300 Schulkinder Schulhefte aus Recyclingpapier bestellt, dazu gibt es einen bunt bebilderten Stundenplan. Die Eltern erhalten zudem Broschüren mit Informationen über Verkaufsstellen von Produkten aus Recyclingpapier und über die umweltfreundliche Gestaltung des Schultages. Mit der Aktion wird auf den Beitrag des Recyclingpapiers zum Schutz der Urwälder und des Klimas hingewiesen.

Eine Frau und ein Kind halten Schulhefte in die Kamera, im Hintergrund steht die restliche Schulklasse vor einer Tafel © LHH

Gemeinsam mit Sabine Tegtmeyer-Dette freuen sich Mattis und seine Mitschülerinnen und -schüler aus der 1b über die neuen Hefte

Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette überreichte am 15. August Startpakete an Anke van Laak sowie die Schülerinnen und Schüler der Klasse 1b der Wilhelm-Busch-Grundschule. Mit dabei war auch Ralf Strobach, Geschäftsführer der Bürgerinitiative Umweltschutz e.V. Der Verein führt als Kooperationspartner des Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüros der Landeshauptstadt Hannover im Rahmen des Bildungsprojektes "Papierwende" die Unterrichtsangebote zum Thema Recyclingpapier durch – wie etwa Schöpfen von Papier aus alten Zeitungen.

Weitere Informationen

In der Schulzeit kommt eine Menge Papier zum Einsatz. Bundesweit sind es etwa 200 Millionen Schulhefte pro Jahr. Viele Eltern und Lehrkräfte greifen dabei zu Papier aus Zellstoff. Für dessen Herstellung werden jedoch Urwälder gerodet und viel Energie, Wasser und Chemikalien verbraucht.

Empfehlung für den "Blauen Engel"

Damit die Umwelt nicht zu kurz kommt, empfiehlt die Stadtverwaltung hannoverschen Eltern, für ihre Kinder Schulhefte aus Recyclingpapier mit dem "Blauen Engel" zu besorgen. Das bekannte Umweltzeichen garantiert die Herstellung zu 100 Prozent aus Altpapier. Bei der Produktion müssen strenge Vorgaben zum Schutz der Umwelt eingehalten werden. Zudem erfüllt es die gleichen technischen Anforderungen wie Frischfaserpapier: Es ist tintenfest, geeignet für Kopierer und Drucker und unterscheidet sich in der Helligkeit nur noch wenig vom Frischfaserpapier.

"Jede und jeder Einzelne kann mit der Verwendung von Recyclingpapier einen eigenen wichtigen Beitrag zum Schutz der Wälder und des Klimas beitragen – je früher, desto besser. Deshalb hoffen wir, die Erstklässlerinnen und Erstklässler sowie deren Eltern dauerhaft davon zu überzeugen, dass Recyclingpapier die beste Wahl ist", so Sabine Tegtmeyer-Dette, Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin. "Sich mit dem Umweltschutzgedanken schon in der Schule intensiv auseinanderzusetzen, halten wir für sehr wichtig."

Stadt nutzt seit 2003 Recyclingpapier

Der Umweltschutz ist auch für die Stadt Hannover von hoher Bedeutung: Sie hat sich bereits 2003 dazu verpflichtet, im internen Bereich und für die städtischen Broschüren Recyclingpapier zu verwenden. Der Papierverbrauch in Deutschland ist mit circa 250 Kilogramm pro Person und Jahr sehr hoch. Durch die Verwendung von Recyclingpapier kann ein erheblicher Beitrag für den Schutz der Umwelt, der Wälder und des Klimas geleistet werden.

Mitmachen?

Schulen, die sich über die Aktion und das Thema näher informieren möchten, können sich an das Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro der Landeshauptstadt Hannover wenden: telefonisch unter (05 11) 1 68 - 4 65 96 oder per E-Mail unter agenda21@hannover-stadt.de.