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Urban Art

Urban Nature Graffiti & Street Art Festival

Am Wochenende ging das Urban Nature Festival in die dritte Runde – allerdings aufgrund der Corona-Pandemie in einem sehr reduzierten Umfang.

Statt eines umfangreichen Programms mit Graffiti, Führungen, Diskussionen und Filmen wie in den vergangenen Jahren lud das Graffiti Netz Hannover gemeinsam mit dem Ressort "Junge Kultur" im städtischen Kulturbüro in diesem Jahr zu einer kleinen, aber feinen "Malaktion" in die Ihme-Hall unterhalb der Brücke Spinnereistraße am Samstag, 14. August, ein. Dort waren die Graffitikünstler*innen und Urban Artists beim "Live Painting" zu beobachten. 

Für Gespräche und Informationen waren vor Ort: Bernd Jacobs und Sarah Kniep vom Kulturbüro "Junge Kultur" und Jonas Wömpner vom Graffiti Netz Hannover sowie Unternehmer*innen und Unterstützer*innen, die für Graffiti-Kunst in der Stadt Flächen zur Verfügung stellen. Dazu gehören unter anderem Alexa Schalk, enercity AG, Jan Frauendorf, hanova WOHNEN GmbH, Torsten Jaskulski, Cardea Immobilien, und Hans-Hermann Stephanus, Gebäudebesitzer Küchengarten.

In Hannover gibt es seit Jahren eine breite Szene der Graffiti-Kultur. Seit drei Jahren setzt sich das Ressort "Junge Kultur" im Kulturbüro der Stadt durch kontinuierliche Treffen mit den Akteur*innen für diese Kunstform, ihre Anerkennung und anderen Umgang mit ihr ein.

Zur Geschichte des Festivals Urban Nature

Mit dem Kick-off von Urban Nature am 18. August 2018 wurde die größte legale Urban-Art-Fläche Hannovers eröffnet und dadurch ein erster Schritt für die Akzeptanz dieser Kunstform im öffentlichen Raum geschaffen. Parallel dazu launchte die Website www.graffiti-netz-hannover.de und listet seitdem alle legalen Freiflächen in Hannover auf. Gleichzeitig vernetzt und verbessert sie die Kommunikation sowie den Austausch von Künstler*innen, aktiven Menschen und Initiativen aus diesem Bereich.

Ohne die intensive ehrenamtliche Arbeit dieses Netzwerkes wäre eine solche Veranstaltung nicht umzusetzen und darüber hinaus leistet das Netzwerk die Kommunikation in die Szene und kümmert sich das ganze Jahr um die „Ihme-Hall“.

Urban Art Festival seit 2019 international

2019 gestalteten mehr als 60 Künstler*innen die Flächen der "Ihme Hall" und auch Teile der "Ihme-Galerie" zwischen Spinnereistraße und Ida-Arenhold-Brücke neu. Erstmals waren auch Künstler*innen aus den hannoverschen Partnerstädten Bristol und Poznan dabei: Aus Bristol, als vermuteter Geburtsstadt von Banksy und seinem jährlich stattfindenden Streetart Festival "Upfest" reisten Rosie Mclay und Thomas Sledmore an. Aus Poznan kam Eskaer, der sich auf Aufkleber und Plakate spezialisiert hat, die nicht nur in den Straßen von Poznan, sondern auch in Europa und auf der ganzen Welt zu finden sind.

Weiter im Programm standen Filme, Gespräche und Führungen rund um das Thema Urban Art sowie einen Kunstkiosk in der Galerie Brutal, Live Musik, Kulinarisches und eine Aftershow-Party in der Glocksee. Besonderes Highlight war die Vorführung des Films "Blaues Licht", das die bisher umfangreichste Kunstaktion des Künstlerkollektivs "Rocco und seine Brüder" zeigt.

Urban Art in Hannover in der Zukunft

Das Ressort "Junge Kultur" im Kulturbüro ist intensiv damit beschäftigt gemeinsam mit dem Graffiti Netz Hannover, neue Orte und Flächen für die Urbane Kunst zu finden und diese neue Kunstform in der Stadt zu fördern. Anerkennung haben diese Aktivitäten bereits mit der Verankerung im Kulturentwicklungsplan (KEP) Hannover 2030 gefunden in dem es heißt, das in Hannover ein internationales Urban Art Festival entwickelt werden soll.

Weitere Infos gibt es unter:

www.graffiti-netz-hannover.de

www.facebook.com/JungeKulturHannover/