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Zum 1. Mai

Viele Versorgungsangebote für Obdachlose wieder aktiv

Aufgrund der Corona-Pandemie mussten in den vergangenen Wochen viele Anlaufstellen für obdachlose Menschen geschlossen bleiben. Die Versorgungsstrukturen waren stark eingeschränkt. Die Landeshauptstadt Hannover hat wegen der Notlage das bewährte Hilfsnetz gestärkt und zusammen mit Selbsthilfeinitiativen und Ehrenamtlichen eine temporäre Notversorgung organisiert und finanziell unterstützt. Nach und nach bauen die Träger*innen der Obdach-, Wohnungs- und Suchthilfe ihre Angebote schrittweise an den gewohnten Orten wieder auf, einige in der Corona-Krise flexible Hilfsangebote werden fortgeführt. Die Landeshauptstadt Hannover wird sich daher ab 1. Mai im Bereich der Essensversorgung wieder aus dem bewährten Hilfesystem zurückziehen. Zugleich plant die Stadt, zukünftig gerade die kleinen Selbsthilfeorganisationen finanziell zu unterstützen und Netzwerkarbeit zwischen Träger*innen, Ehrenamtlichen und der Stadt weiter auszubauen und zu vertiefen.

Seit dem 20. März 2020 hatte die Stadt in Kooperation mit Selbsthilfevereinen und Träger*innen an sechs Stellen Essensausgaben als temporäre Notfallversorgung organisiert. Die Essensversorgung wird wieder von den bewährten Angeboten der unterschiedlichen Träger*innen übernommen. Für eine Ausweitung der Ausgaben von sechs auf sieben Tage in der Woche wird gerade noch an einer Lösung gearbeitet. Ebenfalls am 1. Mai wird das Duschangebot im Stadionbad eingestellt. Die Jugendherberge bleibt als zusätzliche Unterkunft vorerst bestehen. Über die Veränderungen informieren Einrichtungen direkt oder mit Hilfe des Infoflyers, in dem die Stadt monatlich aktuell Angebote zusammenstellt.

"Wir sind sehr froh, dass wir die entstandene Versorgungslücke durch die Essensausgabestellen zusammen mit zahlreichen Ehrenamtlichen und Selbsthilfeinitiativen schnell und unbürokratisch schließen konnten. Das Angebot wurde stark nachgefragt, sodass wir die Mahlzeiten schnell von 300 auf 500 pro Tag aufgestockt und es von zunächst geplant 18. April bis zum 30. April verlängert haben", erläutert Sozialdezernentin Konstanze Beckedorf. "Die Zusammenarbeit mit den Träger*innen und Selbsthilfeorganisationen war hervorragend", dankt Beckedorf den vielen Unterstützenden der Selbsthilfeinitiativen, insbesondere der Obdachlosenhilfe Hannover, Bollerwagen Cafe, StiDu und Sewo, den Träger*innen sowie den vielen Ehrenamtlichen. "Wir freuen uns, dass wir den obdachlosen Menschen in Hannover in der Not helfen konnten, und werden dieser Verantwortung auch zukünftig nachkommen", unterstreicht die Dezernentin.

Die ab 1. Mai 2020 gültigen Versorgungsangebote sind auf der folgenden Seite zu finden: