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Herrenhausen

Weichenstellung für die KunstFestSpiele

Die KunstFestSpiele Herrenhausen sollen künftig in einer neuen Organisationsform geführt und künstlerisch unter Leitung des Intendanten Ingo Metzmacher weiterentwickelt werden. Die Stadtverwaltung schlägt deshalb vor, den Vertrag von Ingo Metzmacher um weitere drei Jahre bis 2021 zu verlängern und das Budget deutlich zu erhöhen. Organisatorisch sollen die KunstFestSpiele deshalb innerhalb der Stadtverwaltung als eigenständiges Institut mit eigenem Personal geführt werden. Der Etat soll seitens der Stadt um knapp 400.000 Euro jährlich aufgestockt werden.

"Wir wollen uns hier in Hannover kulturpolitisch weiterentwickeln, auch mit dem Ziel einer erfolgreichen Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt 2025. Wir wollen die KunstFestSpiele Herrenhausen langfristig entwickeln und sie weiter professionalisieren. Sie sollen zu einem weiteren Leuchtturm für Hannover werden", begründete Oberbürgermeister Stefan Schostok am Donnerstag, den 8. Juni die Vorstellungen der Stadtverwaltung.  

Vertragsverlängerung für Metzmacher bis 2021

"Wir schlagen deshalb dem Rat vor, das Budget für die KunstFestSpiele deutlich zu erhöhen. Damit bekommen die KunstFestSpiele den nötigen Spielraum für die künstlerische Weiterentwicklung." Parallel dazu stehen die Vertragsverhandlungen mit Intendant Metzmacher für eine dreijährige Verlängerung vor dem Abschluss. Derzeit werden noch letzte Details verhandelt. Der international renommierte Dirigent Metzmacher leitet seit 2016 die zuvor von seiner Vorgängerin Elisabeth Schweeger entwickelten KunstFestSpiele.

KunstFestSpiele sollen vielseitiger werden

Metzmacher stellte heraus, dass die geplanten organisatorischen Änderungen für die KunstFestSpiele die Chance böten, noch einmal einen deutlichen Sprung zu machen und vielseitiger zu werden, um dauerhaft ein breiteres Publikum anzusprechen. Das Festival sei in seiner Art einmalig und habe noch viel Potenzial. Erstmals sollen die Veränderungen laut Metzmacher 2019 aus Anlass der zehnten KunstFestSpiele greifen. Herrenhausen bleibe weiterhin das Zentrum der KFS, sagte Metzmacher. Die KunstFestSpiele sollen aber weiterhin auch an weiteren interessanten Spielorten in der Stadt stattfinden. Es müsse spürbar werden, dass die KunstFestSpiele ein Publikumsfestival für viele seien.

Kuppelsaal bleibt wichtige Spielstätte

Der Kuppelsaal des HCC, in dem im vorigen Jahr im Rahmen der KFS die "Gurre-Lieder" in Zusammenarbeit mit hannoverschen Chören aufgeführt wurden, soll laut Metzmacher auch für die Zukunft einer der Spielorte sein, für 2018 wurde mit dem Berlioz-Requiem bereits eine große Veranstaltung im Kuppelsaal angekündigt.

Optimale Organisations-, Personal- und Finanzstruktur als Rahmen

Die Stadtverwaltung hat in den vergangenen Monaten in enger Zusammenarbeit mit dem Kulturexperten Prof. Dr. Oliver Scheytt die organisatorische, künstlerische und finanzielle Seite der seit 2010 bestehenden KunstFestSpiele untersucht. Als erfolgreiches spartenübergreifendes Festival haben sich die KunstFestSpiele Herrenhausen in den nun acht Jahren ihres Bestehens über Deutschland hinaus zu einem einzigartigen Festival etabliert. Um die Qualität und Flexibilität der KunstFestSpiele zu stärken sollte eine optimale Organisations-, Personal- und Finanzstruktur entwickelt werden. Prof. Scheytt ist als früherer Kulturdezernent der Stadt Essen und heutiger Berater zahlreicher Städte in Personal- und Strategieprojekten mit der Transformation kommunaler Organisationen vertraut.

Kooperation mit den Herrenhäuser Gärten wird fortgesetzt

Nach Empfehlung von Prof. Scheytt sollen die Festspiele innerhalb der Stadtverwaltung als eigenständiges Institut geführt werden, um mehr Eigenverantwortlichkeit für die künstlerische Arbeit zu garantieren. Der Intendant ist dann in seinen Entscheidungen einschließlich der Entscheidungen über das künstlerische Personal, das nach dem Tarifvertrag Bühne beschäftigt werden kann, unmittelbar dem Oberbürgermeister zugeordnet. Mit dem Fachbereich Herrenhäuser Gärten wird es weiterhin eine enge Kooperation geben.

Rund 2,17 Millionen Euro werden in die künstlerische Entwicklung investiert

Zur Untersuchung gehörte auch eine Vollkostenrechnung für die KunstFestSpiele, in die über das bisherige Budget hinaus weitere Leistungen der Stadtverwaltungen eingerechnet wurden. Danach fallen 2017 rund 1,42 Millionen Euro Sachkosten und knapp 350.000 Euro Personalkosten an. Dieser Etat soll künftig um knapp 400.000 Euro auf dann insgesamt 2,17 Mio. Euro. Fördergelder von Sponsoren für die KunstFestSpiele sollen nicht mehr in den städtischen Etat fließen, sondern für die künstlerische Entwicklung genutzt werden.