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Visualisierung eines Schulneubaus. Darauf zu sehen ist eine große Außentreppe, auf der Kinder und Jugendliche sitzen. © Architekturbüro Venneberg, Zech Partner mbB

Eine großzügige Außentreppe prägt den Siegerentwurf. 

Außenstelle Meterstraße

Wilhelm-Raabe-Schule: Archi­tek­tur­wett­bewerb entschieden

Durch die vom Land Niedersachsen beschlossene Rückkehr zum Abitur nach neun Schuljahren werden am Gymnasium Wilhelm-Raabe-Schule räumliche Erweiterungen notwendig. Diese Erweiterungsflächen lassen sich am Hauptstandort in der Langensalzastraße nicht umsetzen, deshalb soll eine dauerhafte Außenstelle am circa 300 Meter entfernten Standort Meterstraße eingerichtet werden. Infolge der hohen Anforderungen an die Planung aufgrund des heterogenen Programms und des räumlich beengten Grundstücks wurde ein europaweiter Realisierungswettbewerb mit nachgeschaltetem Verhandlungsverfahren durchgeführt, der nun entschieden ist.

Von den 59 Bewerber*innen, die gemäß Auslobung jeweils aus einem Planungsteam aus Architekt*innen und Landschaftsarchitekt*innen bestanden, wurden anhand vorgegebener Kriterien 15 Arbeitsgemeinschaften für das Wettbewerbsverfahren ausgewählt. Die Wettbewerbsergebnisse liegen nun vor. In der Preisgerichtssitzung wurden drei Preise, davon der erste und der zweite Preis an hannoversche Büros, und eine Anerkennung vergeben. In der Ausschusssitzung für Stadtentwicklung und Bauen stellte die Stadtverwaltung am 20. Januar die Wettbewerbsergebnisse vor.

Erster Preis für Entwurf "Prägnanz durch Einfachheit" aus Hannover 

"Der Wettbewerb mit seinen unterschiedlichen Lösungsansätzen hat gezeigt, warum es wichtig ist, integriert und in Alternativen zu denken. Denn die prämierten Arbeiten für die Neubauplanung der Außenstelle des Gymnasiums Wilhelm-Raabe-Schule mit einer Drei-Feld-Sporthalle und einer Kindertagesstätte weisen insgesamt eine hohe architektonische, funktionale, städtebauliche und materielle Qualität auf und lassen eine wirtschaftliche Realisierung erwarten," lobte Stadtbaurat Thomas Vielhaber.

  • Der erste Preis ging an das Architekturbüro Venneberg, Zech Partner mbB in Zusammenarbeit mit GrünPlan Landschaftsarchitekten BDLA PartGmbB aus Hannover. Der Entwurfsansatz nach dem Motto "Prägnanz durch Einfachheit" überzeugte das Preisgericht.
  • Den zweiten Preis erhielt das Büro BKSP Grabau Obermann Ronczka und Partner mbB mit nsp christoph schonhoff landschaftsarchitekt stadtplaner aus Hannover.
  • Der dritte Preis wurde an das Büro huber staudt architekten bda mit Weidinger Landschaftsarchitekten GmbH aus Berlin vergeben.
  • Eine Anerkennung erhielt das Büro ADEPT ApS (Kopenhagen, Dänemark) mit Karres en Brands Landschaftsarchitekten B.V. (Hilversum, Niederlande).

Neubau Außenstelle mit Schule, Sport und Kita

Das auf diesem Grundstück gegenwärtig als provisorische Außenstelle genutzte Schulgebäude weist eine umfassende Sanierungsbedürftigkeit auf und muss zwecks optimierter Grundstücksausnutzung vollständig zurückgebaut werden. Die neue Planung bietet Möglichkeiten einer höheren Flächenausnutzung und einer effizienten Neustrukturierung des Grundstückes und liefert gleichzeitig gute Lösungen für die erforderlichen Außenflächen.

Die kleinen Sportflächen am Hauptstandort genügen nicht mehr den heutigen Anforderungen an Sporthallen und sollen daher für andere Schulnutzungen überplant werden. In der Folge ergibt sich an der Außenstelle der Bedarf einer Dreifeldsporthalle. Diese neu zu errichtende Sporthalle soll auch für Vereinsnutzungen zur Verfügung stehen.

Um den steigenden Bedarfen im Kita-Bereich gerecht zu werden, soll darüber hinaus am Standort Meterstraße eine Kindertagesstätte mit drei Gruppen errichtet werden. Sie umfasst eine Krippengruppe für 15 Kinder, eine Kindergartengruppe für 25 Kinder und eine altersübergreifende Gruppe mit 20 Plätzen.

So geht es weiter

Im Rahmen des nachgeschalteten VgV-Verfahrens (Vergabeverordnung: sie regelt die Vergabe von Architektur- und Ingenieursleistungen) wird die Landeshauptstadt mit allen Preisträger*innen in ein Verhandlungsverfahren eintreten. Nach der Vergabe und Durchführung der konkreten Planungen für den Neubau der neuen Außenstelle inklusive Nutzerbeteiligung, Einbindung der Politik und Gremienlauf ist der Baubeginn für das Jahr 2024 vorgesehen und soll bis 2026 realisiert werden. Die nötigen inneren Umbauten im Hauptgebäude zur vollständigen Umsetzung von G9 (für drei Züge) können nach Inbetriebnahme der Außenstelle beginnen.