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Gib mir Acht

Woche der Verkehrssicherheit 2017

Unter dem Motto "Gib mir Acht" läuft vom 12. bis 14. Juni 2017 die Kampagne zur Verkehrssicherheit. Die Landeshauptstadt Hannover (LHH) wirbt gemeinsam mit der Polizeidirektion Hannover, dem ADAC, der Verkehrswacht Hannover-Stadt e.V. und dem Gemeinde-Unfallversicherungsverband (GUVH)/Landesunfallkasse Niedersachsen (LUKN) für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Das Aktionsprogramm richtet sich an Schülerinnen und Schüler dritter und vierter Klassen.

In diesem Jahr hat die LHH eine aktionsreiche Woche der Verkehrssicherheit mit dem Themenschwerpunkt Radverkehr organisiert.

Großes Engagement aller Kooperationspartner

Zahlreiche Aktionen der Kooperationspartner an insgesamt drei Tagen auf dem Trammplatz vor dem Neuen Rathaus stehen auf dem Programm. "Es ist erfreulich, dass die Gesamtzahl der Unfälle mit Kindern rückläufig ist. Insbesondere die Unfallzahl von Rad fahrenden Kindern hat im Vergleich zu 2015 deutlich abgenommen", betont Stadtbaurat Uwe Bodemann. "Allerdings ist jedes verunglückte Kind eins zu viel. Daher ist es nach wie vor sehr wichtig, im Rahmen von Kampagnen wie 'Gib mir Acht' auf potenzielle Gefahrensituationen im Straßenverkehr hinzuweisen. Hierbei leistet die Stadt gemeinsam mit den sehr engagierten Kooperationspartnern eine erfolgreiche Präventionsarbeit", ergänzt Bodemann.

"Kinder sind im Straßenverkehr besonderen Risiken ausgesetzt. Wegen ihrer Körpergröße sind sie manchmal schlechter zu sehen. Zudem lassen sie sich leichter ablenken und sind mit den Verkehrsregeln nicht so vertraut wie Erwachsene. Deshalb stehen sie das ganze Jahr im Mittelpunkt vieler Präventionsprojekte der Polizeidirektion", unterstreicht Volker Kluwe, Präsident der Polizeidirektion Hannover. Er skizziert zudem ein aktuelles Handlungsfeld: "Viele Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule. Durch die Ansammlung etlicher Fahrzeuge auf engstem Raum, das Ein- und Aussteigen lassen sowie das Anfahren und Wenden entstehen vor Schulen oft chaotische und unübersichtliche Gefahrensituationen. Das ist den Eltern häufig gar nicht bewusst. Mit dem Pilotprojekt 'Elterntaxi' wollen wir Eltern über die Gefahren informieren und die Risiken reduzieren", so der Polizeipräsident.

Präventionsaktionen vor dem Neuen Rathaus

Von Montag bis Mittwoch können rund 750 Kinder auf dem Trammplatz vor dem Neuen Rathaus das richtige Verhalten im Straßenverkehr üben. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem Radfahren. Ein Simulator hilft beim Trainieren des richtigen Verhaltens auf zwei Rädern. Auch die Bedeutung des "toten Winkels" wird theoretisch und praktisch thematisiert. Die Schülerinnen und Schüler können sich in diesem Fall selbst ans Steuer eines stehenden Lkw setzen und im Spiegel sehen, was aufgrund des toten Winkels für den Fahrer nicht zu erkennen ist. Auf zwei Fahrradparcours können Geschicklichkeit und Koordinationsvermögen auf dem Fahrrad geübt werden. Zudem wird mit der ADAC-Aktion "Achtung Auto" aufgezeigt, welche Gefahren es für Fußgängerinnen und -gänger gibt, wie lang Bremswege für Autos sind und was es heißt, Geschwindigkeiten einzuschätzen.

Kampagne "Gib mir Acht" läuft seit 2011

Mit der Kampagne "Gib mir Acht" sollen Kinder für das Thema Verkehrssicherheit sensibilisiert und Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer zu rücksichtsvollem Miteinander bewegt werden.

Die Kampagne setzt dazu zahlreiche Medien ein, um auf möglichst breite Resonanz zu stoßen. Die bekannten Bausteine mit der Broschüre (3D-Bilder und Rätsel) und den Kinderstadtplänen erfreuen sich großer Beliebtheit und werden weiterhin jährlich aktualisiert und verteilt. Die städtische Fahrzeugflotte ist mit Aufklebern unterwegs und in der "Verkehrsmonsterjagd" erfolgt die spielerische Umsetzung des Themas. In den nächsten Jahren sollen weitere Inhalte digitalisiert werden, um die Zielgruppen noch besser erreichen zu können.

Das Thema "Elterntaxi" steht auf der Agenda

Alle Kooperationspartner werden sich gemeinsam ab dem Schuljahresbeginn 2017/18 auch dem Problem "Elterntaxi" widmen. Dies ist ein Dauerthema – vor allem an Grundschulen. Auf Initiative der Polizeidirektion Hannover wurde gemeinsam ein Projekt initiiert, mit dem verschiedene Maßnahmen erarbeitet werden sollen, die zur Verbesserung der Verkehrssituation und der Verkehrssicherheit von Kindern vor Schulen beitragen. Gleichzeitig soll Eltern und Kindern vermittelt werden, wie wichtig es ist, den Schulweg zu Fuß zu gehen. Der Beginn des Projektes ist für Herbst dieses Jahres avisiert. Dabei soll zunächst mit einem Pilotprojekt an einer Grundschule begonnen werden. Die Sensibilisierung für das Thema erfolgt begleitend im Rahmen von "Gib mir Acht" über Flyer und eine entsprechende Plakatkampagne.

Hintergrundinformationen

Die Woche der Verkehrssicherheit ist ein wichtiger Baustein im Konzept zur Verbesserung der Verkehrssicherheit von Kindern. Es werden aber auch bauliche Maßnahmen ergriffen. Die Umbauten dienen vor allem dem Ziel, das Überqueren von Straßen noch sicherer zu machen.

Verunglückten in Hannover im Jahr 2015 noch 189 Kinder, so sank die Zahl im vergangenen Jahr auf 187. Die Betrachtung der Unfälle nach Art der Verkehrsteilnahme zeigt für 2016, dass die Zahl der verunglückten Kinder als Mitfahrerinnen und -fahrer leicht zugenommen hat: Waren es 2015 noch 65 Kinder, so verunglückten im letzten Jahr 69. Das entspricht einem Anteil von rund 34 Prozent. Eine deutlichere Abnahme ist 2016 bei der Unfallzahl mit Kindern, die mit dem Rad verunglückten, zu verzeichnen: von 68 auf 55 Kinder. Das sind rund 30 Prozent. Eine leichte Zunahme ist bei den Unfällen mit zu Fuß gehenden Kindern zu verzeichnen: von 56 auf 63. Dies entspricht einem Anteil von rund 36 Prozent.