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Erinnerungskultur

Zeitzeugen besuchen das Neue Rathaus

Oberbürgermeister Stefan Schostok hat am 5. Mai Zeitzeugen des ehemaligen Konzentrationslagers Ahlem im Neuen Rathaus empfangen. Die Gäste haben am 3. Mai bereits an der zentralen internationalen Gedenkfeier in der Gedenkstätte KZ Neuengamme in Hamburg teilgenommen. Im Anschluss standen Stationen in Hannover und der Region auf dem Programm. 

Menschen in einer Grotte. © LHH

Nach der Begrüßung durch Stefan Schostok besichtigte die Gruppe gemeinsam mit dem Oberbürgermeister den Gedenkraum Grotte im Neuen Rathaus. Im Anschluss zogen sie sich zu einem privaten nicht öffentlichen Abendessen zurück.

Das KZ Ahlem der Continental AG in Hannover war ein Außenlager für die Rüstungsindustrie und gehörte zum KZ Neuengamme. Die Gäste wurden am Samstag, 5. Mai, begleitet durch die Städtische Erinnerungskultur, den Arbeitskreis Bürger gestalten ein Mahnmal und die Region Hannover. Sie besuchten unter anderem die Überreste des ehemaligen KZ-Geländes in Ahlem, den Ort des nationalsozialistischen Terrors, den sie dem Unrechtsregime zum Trotz überlebt haben. Die Hälfte der über 1.000 meist jüdischen Häftlinge im KZ Ahlem der Continental AG sind durch Unterernährung, mangelnde Kleidung, fehlende medizinische Versorgung, fehlenden Schutz bei der Arbeit unter Tage umgekommen oder durch Wachmänner ermordet worden.