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Geschwindigkeitsreduzierungen

Zusätzliche Tempo 30-Bereiche

Die Landeshauptstadt hat am Mittwoch, den 20. September, das Vorgehen zur Ausweisung zusätzlicher Tempo 30-Bereiche vorgestellt. Eine neue Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung erleichtert das Ausweisen von Geschwindigkeitsreduzierungen von 50 auf 30 Stundenkilometern. 

Ein Mann neben einem Tempo 30 Verkehrsschild. © LHH

Baudezernent Uwe Bodemann stellte die neue Verwaltungsvorschrift vor. 

Aktuell gibt es in Hannover rund 500 Einrichtungen, wie Kindergärten, -tagesstätten, -krippen, -horten, allgemeinbildenden Schulen, Förderschulen für geistig oder körperlich behinderte Menschen sowie Alten- und Pflegeheime oder Krankenhäuser, die in Tempo 30-Zonen liegen. An 130 weiteren Einrichtungen (66 Kitas, 32 Schulen, 27 Alten- und Pflegeeinrichtungen, fünf Krankenhäusern) können künftig ebenfalls Temporeduzierungen angeordnet werden.

Anders als bislang muss nun keine "besondere Gefährdungslage", wie Unfälle vorliegen, eine "allgemeine Gefährdungslage" ist ausreichend. Diese liegt nur dann nicht vor, wenn das Überqueren der Straße bereits durch eine Ampelanlage gesichert ist, was an den verbliebenen 120 der insgesamt 700 Einrichtungen der Fall ist. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit kann in der Regel auf 30 Stundenkilometer beschränkt werden, wenn die Einrichtung einen direkten Zugang zu einer Tempo 50-Straße hat oder in ihrer Nähe ein starkes Verkehrsaufkommen vorhanden ist. Auch Begleiterscheinungen wie Verkehr durch Bringen und Abholen mit vielfachem Ein- und Aussteigen, die Suche nach Parkplätzen, Straßenüberquerungen sowie das gleichzeitige Zusammentreffen von Kraftfahrzeugen, Fahrrädern sowie Fußgängerinnen und Fußgänern zählen hierzu.  

Umsetzung der neuen Regelungen

Die Länge der Abschnitte, für die Tempo 30 neu eingerichtet wird, bezieht sich auf den unmittelbaren Bereich der Einrichtung und beträgt maximal 300 Meter. Die Temporeduzierungen werden mit einem erläuternden Zusatzzeichen (Schule, Kindergarten, Altenheim oder Krankenhaus) für die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer kenntlich gemacht.

Die neuen Regelungen gelten für Schulen und Kitas von 6 bis 22 Uhr an allen Wochentagen, da dort auch in den Abendstunden des Öfteren Veranstaltungen stattfinden und beispielsweise Schulhöfe auch außerhalb der Unterrichtszeiten besucht werden können. An Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie Krankenhäusern greift die neue Regelung ganztägig an allen Wochentagen, da diese auch in den Abend- und Nachtstunden zugänglich sind.   

An den Grundschulen im Stadtgebiet ist die neue Markierung bereits zum Schuljahresbeginn eingeführt worden. Die weitere Umsetzung soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Zukünftig wird damit an rund 85 Prozent der entsprechenden Einrichtungen Tempo 30 gelten.