Kulturelle Bildung

Zwölf Jugendliche des Lesementoring-Programms erhalten "Kompetenznachweis Kultur"

Am Dienstag, dem 12. Juli, haben zwölf Jugendliche aus dem Roderbruch, die am Lesementoring-Programm teilnehmen, den „Kompetenznachweis Kultur“ aus den Händen von Dr. Tom Becker, Direktor der Stadtbibliothek Hannover, erhalten.

Lesementoring

Der Nachweis ist ein von der Bundesvereinigung Kulturelle Jugendbildung entwickelter Bildungspass und ein anerkanntes Instrument in der kulturellen Bildung.

Als Dank für ihre aktive Teilnahme am Lesementoring-Programm wurden mehrere Institutionen mit den neuen Auszeichnungsschildern geehrt:

  • die IGS Roderbruch,
  • die Schillerschule sowie
  • die Grundschule Im Kleefelde.

Mit der heutigen Verleihung im Roderbruch endet die diesjährige dezentrale Verleihungsreise. Insgesamt haben 52 Schüler*innen in Stöcken, Misburg, Linden und im Roderbruch ihre Auszeichnungen erhalten.

Lesementoring-Programm

Lesementoring ist ein Kooperationsprojekt der Landeshauptstadt Hannover (Stadtteilkultur und Stadtbibliothek) mit Partnerschulen im Stadtgebiet. Aktuell gibt es das Programm an fünf Standorten der Stadt Hannover. Es gilt als beständige Größe im Angebotsspektrum der Stadtteilkultur und Stadtbibliothek. Im Lesementoring erhalten mehr als 50 Jugendliche pro Schulhalbjahr den „Kompetenznachweis Kultur“, die wiederum mehr als 200 Kinder pro Halbjahr begleiten.

Das Lesementoring-Programm verfolgt zwei gleichwertige Ziele: Die Förderung der Leselust für Grundschulkinder und die Förderung von sozialen und kulturellen Schlüsselkompetenzen älterer Schüler*innen. Grundgedanke ist das Jugendkulturmentoring: Jugendliche besitzen viele Fähigkeiten, Interessen und Kompetenzen, die sie an andere weitergeben. Davon profitieren viele.

Freiwillige Jugendliche aus weiterführenden Partnerschulen (IGS, Gymnasium, Realschule) werden von Fachkräften zu Lesementor*innen ausgebildet. Hierfür werden sie von der Schule für zwei Tage vom Unterricht freigestellt. Nach den Einführungsseminaren arbeiten die Jugendlichen in Tandems jeweils mit einer Gruppe von sechs bis acht Kindern einer nahegelegenen Partner-Grundschule. Die Kinder ab dem 2. Jahrgang der Grundschule, (Mentees) haben sich ebenfalls freiwillig für die Teilnahme am Lesementoring angemeldet und können unabhängig von ihren Lesefähigkeiten und ihren Deutschkenntnissen teilnehmen.

Die Jugendlichen führen mit den Kindern einmal wöchentlich am Nachmittag ein rhythmisiertes, abwechslungsreiches, spielerisches Lesetraining durch. Die Treffen dauern 90 Minuten. Für die regelmäßige Arbeit mit den Kindern setzen sich die Jugendlichen mit dem Medium Lesen, Kinderbücher, Anleitung von Übungen und Lesespielen auseinander und führen die Stunden eigenständig durch.

Sie besuchen mit ihren Gruppen auch die Stadtteil-Bibliotheken und helfen den Kindern, Bücher nach ihren Interessen und Lesefähigkeiten zu finden. Teilweise werden auch Tablets mit geeigneten Leseapps und kreative Apps eingesetzt, die durch die digitalen Möglichkeiten noch mehr individuelle Förderung und Gestaltung bieten. Gegen Ende des Projektdurchlaufs organisieren alle Lesementor*innen eines Durchlaufs für die Mentees ein Lesefest.

Die Fachkräfte des Lesementorings haben zum einen die Qualifizierung als Berater*in des „Kompetenznachweis Kultur“ als auch eine Fortbildung als Fachkraft für das Lesementoring erworben. Die begleiten die Jugendlichen in ihrem Lernprozess Verantwortung zu übernehmen, eine Gruppe anzuleiten, sich abzugrenzen und Vorbild zu sein. Die Jugendlichen können als Lesementor*in den „Kompetenznachweis Kultur“ erwerben.

Das Programm erfordert ein stadtteilorientiertes Management, in dem die Zusammenarbeit zwischen einer oder zwei außerschulischen Einrichtungen (Bildungs- oder Kultureinrichtung sowie eine Bibliothek) und mindestens zwei Partnerschulen im Stadtteil (weiterführende Schule und Grundschule) aufgebaut wird und der Arbeitsprozess gesteuert wird.

Vorlesen, motivieren, unterstützen

Lesementoring

Beim Programm Lesementoring betreuen jugendliche Lesementor*innen Kinder aus Grundschulen.

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