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Lebensbedingungen von Familien

Repräsentativerhebung „Familien in Hannover“

2013 wurde die erste, hannoverweite Familienbefragung durchgeführt. Die Ergebnisse der Repräsentativerhebung über Familienleben in Hannover wurden jetzt veröffentlicht.

Eine Familie am Spielplatz © LHH - Eberhard Wydmuch

Familienfreundlichkeit: Bürgerbefragungen liefern wichtige Orientierungs- und Entscheidungshilfen.

Repräsentativerhebungen haben in Hannover eine lange Tradition. Bereits seit 1969 befragt der Bereich Stadtentwicklung der Landeshauptstadt Hannover die Bürgerinnen und Bürger regelmäßig, um ihre Einstellungen und Einschätzungen zu ihrer Stadt insgesamt und zu ihren spezifischen Lebensbedingungen kennenzulernen.

Bei der aktuellen Befragung standen erstmals Familien im Fokus

Mitte 2013 wurden 20.000 zufällig ausgewählte Familien in Hannover angeschrieben, mit der Bitte, sich an der Befragung zu beteiligen: Fast 8.000 Familien machten mit und nahmen sich eine halbe Stunde Zeit, um 51 Fragen zu beantworten. Viele nutzten den Fragebogen auch für weitere Anmerkungen und Ideen. "Für die Bereitschaft zur Teilnahme, für die aufgewendete Zeit und die vielen guten Anregungen bedanke ich mich ganz herzlich bei allen mitwirkenden Familien", so Stadtrat Thomas Walter.

Interessante Ergebnisse kamen zu Tage - hier einige Beispiele:

  • Jede zweite bis dritte Familie in Hannover engagiert sich ehrenamtlich.
  • Mehr als die Hälfte der befragten Familien ist außerordentlich "stadtteiltreu" und möchte am liebsten auch künftig "im selben oder einem angrenzenden Stadtteil" wohnen.
  • Für fast 90 % aller Eltern sind die Wohnortnähe oder das Bewegungsangebot die wichtigsten Kriterien ihrer "Wunsch-Kita".
  • Eltern mit Migrationshintergrund sind deutlich häufiger verheiratet als Eltern ohne Migrationshintergrund.
  • Erwerbsarrangements, bei denen beide Elternteile gleichermaßen vollzeit- oder teilzeiterwerbstätig sind, sind die Ausnahme. Bei Paaren ohne Migrationshintergrund überwiegt das 1,5-Brotverdienermodell: Vater Vollzeit, Mutter Teilzeit (38 %).
  • Alleinerziehende Frauen/Mütter arbeiten häufiger in Vollzeit oder vollzeitnah als Mütter in Paarbeziehungen.
  • Die meisten Eltern sind zufrieden mit der Nachmittagsbetreuung ihrer Kinder im Grundschulalter: Für 85 % der Eltern ohne Migrationshintergrund bzw. 78 % der Eltern mit Migrationshintergrund entspricht die derzeitige Betreuung ihrem Bedarf. Besonders zufrieden sind die Eltern, deren Kinder im Hort betreut werden (97 bzw. 98 Prozent).

Weitere Ergebnisse in der unten stehenden PDF:

Anlass der Befragung

"Familien leben in Hannover" - unter diesem Motto verfolgen Politik und Verwaltung das Ziel, Hannover stetig attraktiver für Familien zu machen. 2011 wurde dazu eine dialogorientierte und datenbasierte Familienoffensive gestartet:

Zwei Familienforen für Fachleute, sechs Familienkonferenzen mit Familien in den Stadtteilen und eine Online-Familienkonferenz wurden durchgeführt.

Das datenbasierte Familienmonitoring lieferte grundlegende Fakten über Familienstrukturen, familiale Lebenslagen und Entwicklungen in Hannover.

Die jetzt vorgelegte Repräsentativerhebung ergänzt die dialogorientierten Kontakte mit Familien durch eine schriftliche Befragung.

Ausblick und Konsequenzen

Zusammen mit den Ergebnissen aus den Familienkonferenzen (Online und in den Stadtteilen) und dem Familienmonitoring ermöglicht die Repräsentativbefragung ein rundes Bild über die Vielfalt der Familien in der Stadt, ihr Lebensumfeld im Stadtteil und ihren konkreten Bedarf. Sämtliche familienrelevanten Ergebnisse fließen in den Stadtentwicklungsprozess "Mein Hannover 2030" ein.