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Doppelte Buchführung

Stadt legt erste Konzernbilanz vor

Die Landeshauptstadt hat erstmals eine so genannte Konzernbilanz für das städtische Vermögen vorgelegt, in die auch alle Tochterunternehmen, Eigenbetriebe und wichtigen Beteiligungen einbezogen sind.

Dr. Marc Hansmann hält die Konzernbilanz der Landeshauptstadt Hannover in der Hand © LHH (Neue Medien)

Stadtkämmerer Dr. Marc Hansmann

Demnach kommt der "Konzern Landeshauptstadt" auf eine Bilanzsumme von 14 Milliarden Euro (Stichtag 31.12.2012). Im Vergleich zu großen deutschen Aktiengesellschaften, läge die Landeshauptstadt damit auf Rang 25 der 30 großen Dax-Unternehmen.

Umstellung des Rechnungswesens

Ausgangspunkt der Bilanz ist die Umstellung des Rechnungswesens. Die Landeshauptstadt hat im Jahr 2011 das kommunale Rechnungswesen auf die so genannte doppelte Buchführung umgestellt, wie dies in Niedersachsen gesetzlich vorgegeben ist. Neben dem kommunalen Jahresabschluss ist auch ein konsolidierter Gesamtabschluss (Konzernbilanz) über die städtische Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu erstellen. Diese Konzernbilanz gibt nicht nur einen Überblick über die unmittelbare Bilanz der Stadt selbst, sondern auch über alle Tochterunternehmen (Stadtwerke, üstra, union boden, Gesellschaft für Bauen und Wohnen/GBH), Eigenbetriebe (Städtische Häfen, Stadtentwässerung, Hannover Congress Centrum) und wichtigen Beteiligungen (u.a. Deutsche Messe AG, Flughafen Hannover-Langenhaben, hannoververimpuls).

Hohe Bilanzsumme und starke Eigenkapitalbasis

Da ein großer Teil des städtischen Vermögens und Kapitals in Unternehmen und Betrieben gehalten wird, gibt erst die zusammengefasste Darstellung in einem Konzernabschluss die komplette Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Landeshauptstadt Hannover vollständig wieder. Die Konzernbilanz einer Stadt ist z.B. bei der Aufnahme von Krediten ein wichtiger Gradmesser für die Bonität. Zur Bilanzsumme von 14 Milliarden Euro trägt die Landeshauptstadt selbst 10 Milliarden Euro bei, die Töchter und Beteiligungen rund 4 Milliarden. Das Eigenkapital des "Gesamtkonzerns" beträgt 7,1 Milliarden Euro, der Großteil (6,2 Mrd. Euro) davon entfällt auf die Stadt selbst. Hinsichtlich Bilanzsumme und Eigenkapital wichtigste Tochter ist die Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Hannover mbH (VVG), zu der unter anderem die Stadtwerke und die üstra gehören.

Hannover verfügt über gute Bonität

"Mit dieser soliden Eigenkapitalbasis des Konzerns Landeshauptstadt von rund 50 Prozent einer starken Bilanzsumme haben wir eine gute Bonität. Banken gehen bei der Prüfung der Finanzkraft von Kommunen mehr und mehr dazu über, sich nicht nur eine Kommune selbst, sondern auch die Beteiligungen und Tochterunternehmen anzuschauen, also den Gesamtkonzern. Hierfür liefert unsere Konzernbilanz eine gute Basis", sagt Stadtkämmerer Dr. Marc Hansmann. Die Konzernbilanz der Landeshauptstadt wird künftig jährlich erstellt.