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Sport & Klimaschutz

e.coSport: Vereine ausgezeichnet

Klimaschutz wird auch beim Sport großgeschrieben: Neun Vereinen aus Stadt Hannover und dem Umland haben Hannovers Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette und Rike Arff, Leiterin der Klimaschutzleitstelle der Region Hannover, am 16. Juli 2014 für ihr engagiertes Handeln gedankt.

13 Personen stehen auf einem Fußballplatz und halten ein Banner zum e.coSport-Projekt in den Händen © proKlima – Der enercity Fonds

Bei der Auszeichnung auf dem Gelände des TuS Mecklenheide (v.l.): Lena Lühr (Umweltzentrum Hannover), Günter Lenz (Vorsitzender TuS Mecklenheide), Rike Arff (Klimaschutzleitstelle Region Hannover), Sabine Tegtmeyer-Dette (Umweltdezernentin Landeshauptstadt Hannover), Eberhard Mecklenburg (Vorsitzender TuS Vahrenwald), Michael Achnitz (Vorsitzender SV Borussia), Michael Hettich (SV Langreder), Jörg Schwieger (Vorsitzender TSV Sievershausen), Edith Schönborn (Vorsitzende 1. Frauen-Ruder-Club Hannover), Kai Tolksdorf (Vorsitzender SV Armina), Irmtraut Quietzsch (Vorsitzende VfV Hainholz), Michael Nölke (Präsident SV Wassersportfreunde) und Belinda Schenkling (Umweltzentrum Hannover, Projektkoordination e.coSport)

Die Clubs haben mit Sanierungsmaßnahmen etwas für den Klimaschutz getan und gleichzeitig ihren Komfort gesteigert und die Energiekosten gesenkt. Neben dem TuS Mecklenheide (Hannover), wo die Veranstaltung stattfand, sind dies: SV Arminia, VfV Hainholz, 1. Frauen-Ruder-Club, TuS Vahrenwald, SV Wassersportfreunde, SV Borussia (alle aus Hannover), TSV Sievershausen (Lehrte) und TSV Schneeren (Neustadt am Rübenberge). Darüber hinaus wurden drei weitere Vereine für ihre erfolgreiche Teilnahme am Umweltberatungsprogramm aus gezeichnet: RSV Hannover, RSV Seelze und SV Langreder (Barsinghausen). Nach der Beratung haben sie viele gering-investive Maßnahmen etwa zum Energieverbrauch, zur Abfallentsorgung und zur ökologischen Beschaffung umgesetzt.

Vermeidung von 90 Tonnen CO2-Emissionen

Die teilnehmenden Sportvereine investieren für ihre energetische Sanierung insgesamt etwa 960.000 Euro. Über das Förderprojekt e.coSport und durch Regionsgemeinden erhalten sie voraussichtlich Zuschüsse in Höhe von 332.000 Euro, über den Regions- und Stadtsportbund circa 152.000 Euro aus Landesmitteln sowie von proKlima – dem enercity-Fonds – 62.000 Euro. Durch die Sanierungen werden etwa 90 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen (CO2-Emissionen) pro Jahr vermieden. Zudem sparen die Vereine Energie in Höhe von rund 19.000 Euro pro Jahr.

"Ein erfolgreiches Projekt"

Die Erste Stadträtin und Umwelt- und Wirtschaftsdezernentin der Landeshauptstadt Hannover, Sabine Tegtmeyer-Dette, freute sich, dass auch in diesem Jahr wieder zahlreiche städtische Vereine am Programm teilgenommen haben: "e.coSport ist wirklich ein sehr erfolgreiches Projekt, von dem alle Beteiligten profitieren: Die Vereine sanieren ihre Gebäude und sparen Energie und Wasser. Zudem tragen sie für Hannover zu einer Verbesserung der CO2-Bilanz und damit zum Klimaschutz bei."

"Unsere Sportvereine bewegen nicht nur die Menschen, sondern tun inzwischen auch viel für den Klimaschutz. Moderne, energieeffiziente Anlagen sind Werbung für den ehrenamtlich organisierten Sport und zugleich Ansporn und Vorbild, im privaten Bereich für die Umwelt aktiv zu werden", sagte Rike Arff, Leiterin der Klimaschutzleitstelle der Region Hannover.

Energetische Sanierung beim TuS Mecklenheide

Der gastgebende Verein der diesjährigen Abschlussveranstaltung, der TuS Mecklenheide, hat sein Vereinsheim nach einer ausführlichen e.coSport-Beratung beispielhaft energetisch saniert. Es wurden die Heizanlage optimiert, ein Holzpelletkessel eingebaut, eine Solaranlage mit Frischwasserstation installiert, Glasbausteine gegen Fenster mit Wärmeschutzverglasung ausgetauscht und die Geschossdecke der Umkleideräume gedämmt. Mehr als 22,5 Tonnen CO2-Emissionen (76 Prozent der energiebedingten CO2-Emissionen) und 3.500 Euro Energiekosten werden damit jährlich eingespart. Zu den Gesamt-Investitionen in Höhe von etwa 115.000 Euro hat der Verein öffentliche Zuschüsse von rund 63.000 Euro erhalten. "Die umfassende energetische und bauliche Sanierung war eine große Herausforderung für unseren Verein. Ohne die tatkräftige Unterstützung durch viele ehrenamtliche Helfer und ohne die Beratung und Förderung aus dem e.coSport-Programm hätten wir diese Aufgabe niemals so erfolgreich bewältigen können", sagte Günter Lenz, Vorsitzender des TuS Mecklenheide.

Am Beispiel des TuS Mecklenheide wurde zudem vorgestellt, wie Sportvereine Klimaschutzmaßnahmen mit der Förderung der Biodiversität verbinden können. Der Verein hat Nistkästen für Schwalben und andere Vögel sowie Quartiere für Fledermäuse aufgehängt, um weitere Lebensräume für diese Tiere zu schaffen. Auch bei der Gehölzpflege werden in Zukunft die Bedürfnisse von Tieren beachtet.

Hintergrund

Das Projekt "e.coSport energetische Sportstättensanierung und Umweltberatung in der Region Hannover" besteht seit 2002. Neben einer umfassenden Beratung bietet es Sportvereinen weiterhin verbesserte Fördermöglichkeiten durch die Träger Region Hannover und Landeshauptstadt Hannover. Unterstützt wird das Projekt von den Partnern "proKlima – der enercity-Fonds" und Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) sowie vom Stadt- und Regionssportbund.