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Hohe Auslastung

Abschluss der KunstFestSpiele

Nach 17 Spieltagen endete am 14. Juni 2015 die 6. Ausgabe der KunstFestSpiele Herrenhausen. Unter dem Motto "Gegen den Strich" präsentierte das Festival Rebellen der Kunst aus Amerika, China und Europa. Am Abschlusswochenende war u.a. die Deutsche Erstaufführung von "The Blind Poet" von Jan Lauwers & Needcompany und Georg Nussbaumers "Ringlandschaft mit Bierstrom – Ein Wagner-Areal" zu erleben. Der 14. Juni mit Laurence Cummings und Murnaus "Nosferatu" war der glänzende Abschluss der Intendanz von Prof. Dr. Elisabeth Schweeger.

Aufführung in der Galerie Herrenhausen © Krückeberg

Ringlandschaft mit Bierstrom – ein Wagner-Areal

9.500 Gäste (exakt 9.533) haben die Vorstellungen, Performances und Aktionen in den Gebäuden und im Großen Garten besucht. Die Auslastung betrug 88%. Die viel beachtete Kunstinstallation Ballenernte von Michael Beutler im Großen Garten haben über 25.000 Besucherinnen und Besucher des Gartens und der Veranstaltungen genossen. Präsentiert wurden 24 Produktionen: 17 Schauspiel- und Musiktheater-Produktionen und Konzerte, vier Installationen, zwei Gesprächsrunden mit der VolkswagenStiftung und die Abschlussveranstaltung der Akademie der Spiele.

Abschlussworte der Intendantin

"Den Sinnen ein Fest, den Künsten ein Garten, dem Spiel die Lust. Das sind die KunstFestSpiele in einer der schönsten Gartenanlagen der Welt, den Herrenhäuser Gärten. Mal lustvoll, mal dramatisch, mal humorvoll, stellen sie die Frage, wie viel Spiel, wie viel Feste und wie viel Kunst der Mensch braucht, um zu leben, zu überleben und sich weiter zu entwickeln. Damit bin ich 2010 angetreten. All das wäre in den letzten sechs Jahren ohne die Unterstützung der Förderer und Sponsoren nicht möglich gewesen, die auch auf anderen Wegen in vielfältiger Weise sehr geholfen haben. Dafür möchte ich mich bedanken", so Prof. Dr. Elisabeth Schweeger.

"Ich freue mich, dass ich mit Elisabeth Schweeger und dem heutigen niedersächsischen Ministerpräsidenten, damaligen Oberbürgermeister Stephan Weil, 2009 die KunstFestSpiele Herrenhausen ins Leben rufen und seither begleiten konnte. Elisabeth Schweeger hat in den sechs Jahren ihres leidenschaftlichen Wirkens Boden für Innovationen geschaffen und Mut zum Experimentieren bewiesen", sagt Hannovers Kulturdezernentin Marlis Drevermann und blickt gleichzeitig nach vorn: "Hannover darf heute stolz sein auf ein unverwechselbares Festivalformat mit großartiger Kunst und außergewöhnlichen Künstlerinnen und Künstlern aus Hannover und der Welt und auf den kommenden Intendanten Ingo Metzmacher. Ich bin froh, dass der Oberbürgermeister Stefan Schostok für die Zukunft des Festivals Sorge trägt."

Unstrittig auf höchstem, künstlerischen Niveau etablierte Schweeger ein genreübergreifendes Festivalformat, das genau auf die Herrenhäuser Gärten zugeschnitten ist – einzigartig und international anerkannt. Zeitgenössische Konzert- und Musiktheaterproduktionen sowie Kunstinstallationen, die eine Brücke vom Barock hin zu künstlerischen Formen der Gegenwart schlagen.

Bühne für zeitgenössische Kunst

Seit 2010 gelang es durch Kompositionsaufträge und Eigenproduktionen, aber auch durch zahlreiche Koproduktionen, die KunstFestSpiele Herrenhausen national und international als Bühne für zeitgenössische Kunstformen zu etablieren. Partner waren u.a.: Berliner Festspiele, Elbphilharmonie Hamburg; Festival d'Aix-en-Provence; FIBA – Festival Internacional de Buenos Aires; Kunstenfestivaldesarts, Brüssel; Operadagen Rotterdam; Salzburg Biennale; Stiftung Mozarteum Salzburg; Wiener Festwochen.

Beispiele sehr erfolgreicher Eigenproduktionen: "Semele Walk" (UA 2011) mit Couture von Vivienne Westwood gastierte beim Sydney Festival und dem Tongyeong International Music Festival (Südkorea). "Atlas - Inseln der Utopie" (UA 2013); im Anschluss bei musicadhoy (Madrid), beim Festival "Der Sommer in Stuttgart" und der Salzburg Biennale. Außerdem die Koproduktion mit dem Theater Basel "Schau lange in den dunklen Himmel" mit der Musicbanda Franui, die bei MaerzMusik - Festival für Zeitfragen, Berlin, beim KLANGSPUREN Festival Schwaz und im Theater Basel zu sehen war.

Impulse für Hannover

Auch auf lokaler Ebene konnten die KunstFestSpiele Impulse setzen. Nicht nur durch Kooperationen mit hannoverschen Künstlern, sondern ganz besonders durch die von Elisabeth Schweeger ins Leben gerufene Akademie der Spiele, die auf Gottfried Wilhelm Leibniz zurückgeht. Sein Gedanke, dass Vergnügen und Erkenntnis unbedingt zu verknüpfen seien, liegt den kreativen Workshops zugrunde. Jugendlichen zwischen 10 und 17 Jahren wird die Möglichkeit geboten, sich mit international renommierten Künstlerinnen und Künstlern auszutauschen und durch deren Erfahrungen kreative Anstöße zu bekommen. 2015 experimentierten 60 Jugendliche in der Akademie der Spiele in Workshops von Ecke Bonk, Parastou Forouhar, freitagsküche, Lara Krude, Politik zum Anfassen e.V. und zeitblom.

Seit September 2014 ist Elisabeth Schweeger künstlerische Direktorin und Geschäftsführerin der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg GmbH. Intendant der 7. KunstFestSpiele Herrenhausen 2016 wird Ingo Metzmacher sein.