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Flüchtlingsunterbringung

Ehemaliges Hotel wird angemietet

Um weitere Kapazitäten für die Flüchtlungsunterbringung zu schaffen, hat der Verwaltungsausschuss der Landeshauptstadt Hannover am 17. Dezember beschlossen, das ehemalige Hotel Maritim anzumieten. Am gleichen Tag sind außerdem die ersten Flüchlinge in der Messehalle 27 untergebracht worden.

Außenansicht des ehemaligen Hotels Maritim © LHH (Bereich Geoinformation)

Das ehemalige Hotel Maritim soll für eine Mietdauer von zwei Jahren als Notunterkunft für insgesamt rund 550 Flüchtlinge genutzt werden

Anmietung des ehemaligen Hotels Maritim

Der Verwaltungsausschuss hat am 17. Dezember die Anmietung des ehemaligen Hotels Maritim am Friedrichswall beschlossen. Die Modalitäten unterliegen aus vertraglichen Gründen der Vertraulichkeit.

Das ehemalige Hotel Maritim soll für eine Mietdauer von zwei Jahren als Notunterkunft für insgesamt rund 550 Flüchtlinge genutzt werden. Geplant ist es, dort Einzelpersonen und Familien unterzubringen. Das Gebäude verfügt derzeit über insgesamt 285 Zimmer sowie zwei Suiten pro Etage. Diese befinden sich im Bettenhaus ab dem dritten Obergeschoss. Jedes Zimmer verfügt über einen Schlafraum mit eigenem, separatem Bad. In den Geschossen darunter befinden sich diverse Räumlichkeiten, die als Büroräume für die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie den Wach- und Pfortendienst genutzt werden sollen. Auch Gemeinschafts- respektive Aufenthaltsräume für die Bewohnerinnen und Bewohner sollen in diesem Bereich geschaffen werden. Auf den jeweiligen Etagen werden Kochnischen hergerichtet.

Messehalle 27: Einzug der ersten Flüchtlinge

Rund 150 Flüchtlinge sind am 17. Dezember in der Messehalle 27 untergebracht worden. Die Stadt und die Deutsche Messe AG hatten sich darauf verständigt, dass die Halle bis Anfang März 2016 vorübergehend als Notunterkunft genutzt werden kann. Bereits in der nächsten Woche werden voraussichtlich weitere 100 Flüchtlinge dort einziehen.

Die Messehalle 27 ist mit 31.300 Quadratmetern fast doppelt so groß wie die im Sommer genutzte Messehalle 21. In der modernen, tageslichtdurchfluteten Messehalle sollen bis zu 800 Flüchtlinge untergebracht werden. Die Feuerwehr Hannover hatte die Halle hergerichtet. Dabei ist auf die bewährte Struktur mit Zeltdörfern zurückgegriffen worden, um eine gewisse Privatsphäre gewährleisten zu können.

Freigabe von drei Turnhallen für den Schul- und Vereinssport

Die rund 120 Flüchtlinge, die bis dato in den Turnhallen 1 und 2 der Außenstelle der Sophienschule in der Lüerstraße und in der großen Turnhalle der Außenstelle der Käthe-Kollwitz-Schule in der Gottfried-Keller-Straße leben, sollen noch in diesem Jahr überwiegend in der Messehalle 27 untergebracht werden. Die Stadt hat stets betont, dass diese Hallen lediglich bis Ende dieses Jahres als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden sollen. Dieser Verpflichtung kommt die Stadt nun nach. Im Anschluss daran werden die Hallen wieder hergerichtet, sodass diese von den Schulen und Vereinen voraussichtlich Ende Januar 2016 wieder genutzt werden können.

Hintergrundinformationen

Derzeit leben rund 4.000 Flüchtlinge in den Unterkünften der Stadt. Die Stadt geht davon aus, dass die Flüchtlingszahlen auch in 2016 weiter steigen werden. Daher sondiert die Verwaltung akribisch den Markt nach potenziellen Unterkünften und klopft alle Möglichkeiten zur Unterbringung ab. Verhandlungen über weitere Immobilien werden bereits geführt. Auch werden weiterhin städtische Flächen für die Schaffung von Flüchtlingsunterkünften herangezogen und sorgsam geprüft.

Bereits im Januar wird die Stadt voraussichtlich mehrere Unterkünfte wie die Modulbaustandorte in Alt-Vinnhorst, am Vahrenheider Markt und in der Steigertahlstraße sowie die Unterkunft Wichernstift in der Grazerstraße und die umgebaute Modulanlage an der Lutherschule in Betrieb nehmen können. Diese Unterkünfte werden rund 550 Flüchtlingen eine neue Heimat bieten.