Das offizielle Portal der Region und der Landeshauptstadt Hannover

Veranstaltungen

August 2017
8.2017
M D M D F S S
31 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31 1 2 3
Heute | Wochenende | kostenlos | Suche

Top-Services

Ratgeber

Zuletzt aktualisiert:

Gegen das Vergessen

Einweihung Mahnmal Hansastraße

Zum Gedenken an die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter während der NS-Zeit wurde am 25. September das Mahnmal Hansastraße im Beisein von Oberbürgermeister Stefan Schostok eingeweiht.

Vier Männer und eine Frau stehen vor einem Mahnmal © LHH

Dr. Horst Meyer (Verein „Gegen das Vergessen ./. NS-Zwangsarbeit), Oberbürgermeister Stefan Schostok, Edeltraut Geschke (Bezirksbürgermeisterin) und Jochen Hundt (White Cap Deutschland GmbH) (v.l.n.r.) weihen zusammen das Mahnmal in der Hansastraße ein.

Auf Initiative des Vereins "Gegen das Vergessen ./. NS-Zwangsarbeit" und der Firma Silgan White Cap Deutschland GmbH wurde die Gedenktafel auf dem Firmengelände aufgestellt. Die Tafel dokumentiert das Leben der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in der Zeit von 1939 bis 1945 auf dem Werksgelände. Sie soll Mahnmal für die Gräueltaten von damals sein und an die Opfer erinnern.

Die Firma Silgan White Cap ist nicht die Rechtsnachfolgerin der Günther Wagner Verpackungswerke.

Geschichtlicher Hintergund

Während des Zweiten Weltkriegs arbeiteten etwa 2000 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter auf dem Gelände der Günther Wagner Verpackungswerke. Sie kamen aus ganz Europa, die meisten aus Polen und Russland.

Die Arbeiterinnen und Arbeiter befanden sich dort in einem "Arbeitserziehungslager", eine Verlegung in ein KZ war jederzeit möglich. Unter menschenunwürdigen Bedingungen wurden sie ausgebeutet und kamen zum Teil zu Tode.

In einer sogenannten "Ausländerwöchnerinnenbaracke" wurden die Neugeborenen der Zwangsarbeiterinnen verwahrt. Viele der Kinder starben an Mangelernährung und ungenügender medizinischer Versorgung.