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Jeunesses Musicales

Jugendsinfonieorchester erzielt den zweiten Platz

Das Jugendsinfonieorchester der Musikschule Hannover spielte sich auf den zweiten Platz beim Deutschen Jugendorchesterpreis 2014/2015 der Jeunesses Musicales Deutschland. 

Das Jugendsinfonieorchester der Musikschule Hannover © LHH (Musikschule)

Das Jugendsinfonieorchester der Musikschule Hannover

Verbunden mit der hohen Auszeichnung für ihr multimediales Projekt "MusikEXPO", erhielt das Orchester ein Preisgeld von 2.000 Euro.

"Es war toll zu beobachten, wie sich die Jugendlichen beim Wettbewerb engagierten und die Bewerbung als ihr eigenes Projekt ansahen. Bei dieser multimedialen Arbeit haben die Jugendlichen nicht nur verschiedene Musikstücke einstudiert und Videos gedreht, sie befassten sich auch mit gesellschaftlichen Themen. Dabei zeigten sie ein großes Verantwortungsbewusstsein und plädierten für ein verständnisvolles Miteinander", sagt Verena Tschira, Leiterin der Musikschule Hannover.

Der Wettbewerb

15 Orchester aus dem gesamten Bundesgebiet waren für den Wettbewerb nominiert und haben sich im Zeitraum von Oktober 2014 bis Juli 2015 in ihren Konzerten präsentiert. Publikum und Jury waren begeistert von der Kreativität und dem großen Engagement, mit dem die Projektteams und Orchester ihre Ideen umgesetzt und zusammen mit der Musik zu einem eindrücklichen Konzerterlebnis gemacht haben.

Die Jeunesses Musicales Deutschland lädt Vertreterinnen und Vertreter aller Orchester, die am Wettbewerb teilgenommen haben, vom 19. bis 22. November zu einem Jugendorchesterpreis-Camp in die Musikakademie Schloss Weikersheim ein. Die Preisverleihung findet am 22. November statt. Dann werden auch zwei Vertreterinnen und Vertreter des Orchesters der Musikschule Hannover ihr Projekt "MusikEXPO" noch einmal in einer kurzen Präsentation vorstellen.

Die erfolgreiche Platzierung haben die jungen Musikerinnen und Musiker aus Hannover ihrem Können und der Auswahl ihres Bewerberstücks "MusikEXPO" zu verdanken. Das Konzept "MusikEXPO2 wurde von den Musikschülerinnen und Musikschülern entwickelt und ausgearbeitet. Sie haben ein Programm zusammengestellt mit Werken von internationalen Komponisten.

Die Kompositionen sind im Stil einzelner Länder bis hin zu einem Auftragswerk von Tatjana Prelevic, das gemeinsam mit dem Orchester erarbeitet und im Juni dieses Jahres uraufgeführt wurde. Besetzt ist das Werk mit dem Sinfonieorchester der Musikschule Hannover, drei Rapperinnen und einem Jazz-Trio.

"Das selbstständige Einstudieren der zeitgenössischen Komposition mit ungewohnten Spieltechniken von Tatjana Prelevic war eine große Herausforderung für das Orchester. Durch das Hinarbeiten auf den Wettbewerb hat sich das Orchester von der musikalischen Leistung her enorm gesteigert, auch sind die Jugendlichen als Gruppe stark zusammengewachsen. Der Preis ist eine hohe Motivation, sich weiter im Orchester zu engagieren und für die Lehrkräfte eine Bestätigung ihres persönlichen Einsatzes", betont Verena Tschira.

Im Jugendsinfonieorchester der Musikschule der Landeshauptstadt Hannover spielen rund 50 jugendliche Musikerinnen und Musiker. Das Orchester probt wöchentlich unter der Leitung von Thomas Aßmus.

Konzept der "MusikEXPO"

Im Jahr 2000 war die Weltausstellung zu Gast in Hannover. Die "MusikEXPO 2015" nahm den internationalen Gedanken der "EXPO 2000" auf und förderte auf musikalische Art und Weise die interkulturelle Verständigung. Ganz nach dem Motto: "Musik ist eine Sprache, die überall auf der Welt verstanden wird."

Die Jugendlichen engagierten sich neben den wöchentlichen Proben des musikalischen Programms in verschiedenen Gruppen. Dabei entstand eine Videogruppe, die mit der Unterstützung des Filmemachers Chris Ostermann ein Video mit Bezug zum Expo-Gelände für die Zuschauer des Konzertes erstellte. Ebenso wurden Fotoarbeiten der Jugendlichen vom EXPO-Gelände für das Veranstaltungsplakat verwendet. In einem Workshop entstand gemeinsam mit dem Grafiker Karl Volkmann ein neues Emblem, mit dem sich das Orchester fortan präsentiert.

Rund neun Monate haben sich die Jugendlichen ausgiebig mit dem multimedialen Projekt beschäftigt. Sie recherchierten zu verschiedenen Ländern, führten Interviews, nahmen an einem Workshop für die dramaturgische Umsetzung des Konzertes teil, erstellten ihre Bewerbungsmappe und dokumentierten den gesamten Prozess. Ursprünglich sollte die Aufführung auf dem EXPO-Gelände stattfinden, um einen engeren Bezug zur EXPO 2000 herzustellen. Das scheiterte jedoch an baulichen Mängeln des Gebäudes, sodass der Aufführungsort in die Musikschule der Landeshauptstadt Hannover verlegt wurde. Dem Erfolg des Projektes hat es nicht geschadet.