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Maßnahmen

"Vier-Säulen-Konzept" für den Raschplatz

Das sogenannte "Vier-Säulen-Konzept" für Innenstadt und Niki-de-Saint-Phalle-Promenade wird für den Raschplatz angewendet. Es wird ab der 28. Kalenderwoche 2016 durch Kulturveranstaltungen auf dem Platz ergänzt. Die Maßnahmen zu den Aspekten Sicherheit, Sauberkeit, Service und Soziale Hilfeleistungen am Raschplatz werden punktuell ausgeweitet sowie bauliche Verbesserungen in einigen Bereichen angestrebt.

Der Raschplatz (Aufnahme aus dm Frühjahr 2012) © LHH (Bereich Geoinformation)

Der Raschplatz (Aufnahme aus dm Frühjahr 2012)

Zusammen mit einer Bestandsaufnahme hat die Verwaltung das am 8. Juli in einer Informationsdrucksache für die Ratsgremien zusammengefasst. Im November 2016 werden die Maßnahmen überprüft. Mitte 2017 legt die Verwaltung ein Konzept zum Thema Sicherheit und Ordnung in der Stadt vor.

Platz für alle Einwohnerinnen und Einwohner

"Wir wollen allen Einwohnerinnen und Einwohnern den Raschplatz als Platz mit Aufenthaltsqualität wieder nahebringen. Dabei ist es ausdrücklich nicht unser Ziel, Menschen, die sich am Raschplatz aufhalten oder sich auf ihm bewegen, zu verdrängen", betont Oberbürgermeister Stefan Schostok.

"Wir nehmen sehr ernst, dass sich viele Menschen auf dem Raschplatz nicht wohlfühlen. Nachdem wir uns die Situation vor Ort genau angeschaut haben, verstärken wir die Präsenz der Servicegruppe Innenstadt am Raschplatz, unterstützen die HRG dabei, die Reinigung zu intensivieren, und weiten die Aufgaben des Stadtbezirksmanagements als Ansprechpartner und Koordinator bestehender Hilfesysteme aus", unterstreicht Ordnungsdezernent Prof. Dr. Marc Hansmann.

Kulturprogramm "Summer in the City"

"Zugleich möchten wir den Platz für neue Nutzungen erschließen – und zeigen, dass er auch für Kunst und Kultur und das daran interessierte Publikum ein lohnendes Ziel ist. Was als freie Initiative im Frühjahr in der ehemaligen Polizeiwache begonnen hat, setzen wir jetzt open air mit Musik und Poetry fort. Ich bin sehr gespannt und freue mich auf das junge Programm an neuem Ort", erläutert Kulturdezernent Harald Härke.

Das Kulturprogramm "Summer in the City" geht vom 13. Juli bis 2. September jeweils mittwochs bis freitags von 18 bis 20 Uhr über die Bühne. Junge hannoversche Künstlerinnen und Künstler erhalten Auftrittsmöglichkeiten mitten in der Stadt. Das Kulturbüro der Stadt organisiert das Festival zusammen mit dem Musikzentrum Hannover. Mehr dazu:

Einzelaspekte des weiteren Vorgehens

Am Raschplatz werden Müll, unsaubere Ecken, auf den Treppen sitzende, Alkohol trinkende Personengruppen und deren Umgang untereinander als störend und abstoßend empfunden. Zur Erinnerung: Ein Alkoholverbot auf dem als öffentlicher Raum wahrzunehmenden Platz ist juristisch ausgeschlossen.

"Vier-Säulen-Konzept" – Aspekt Sicherheit

Nach Einschätzung der Polizei ist der Platz gemessen an der Zahl festgestellter Straftaten unauffällig.

Die Verkehrssicherungspflicht für den Platz liegt bei der HRG. Störendes Verhalten soll durch verstärkte Präsenz seitens des von der HRG beauftragten Sicherheitsdienstes eingedämmt werden. Die Servicegruppe Innenstadt der Stadt wird zur Unterstützung kurzfristig personell aufgestockt.

Die Lichtverhältnisse an den Randbereichen des Platzes (Treppe unter dem Hauptbahnhof) werden bis Ende des dritten Quartals 2016 weiter verbessert.

"Vier-Säulen-Konzept" – Aspekt Sauberkeit

Reinigungsarbeiten werden vom HRG-Gebäudeservice täglich mehrmals in unterschiedlicher Art und Frequenz durchgeführt, mit zusätzlichen Reinigungen bei Bedarf. Die Intervalle sollen verkürzt und die Intensität ausgeweitet werden.

"Vier-Säulen-Konzept" – Aspekt Service

Sicherheitsdienst und Servicegruppe Innenstadt stehen Passantinnen und Passanten als Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung. Das Stadtbezirksmanagement ist künftig Anlaufstelle in der Verwaltung und vermittelt bei Anliegen.

"Vier-Säulen-Konzept" – Aspekt Soziale Hilfeleistungen

Am Raschplatz befinden sich für stationäre Beratungsangebote und Hilfen der Kontaktladen Mecki von der Diakonie, die Bahnhofsmission, der Fixpunkt und das Café Connection. Sie werden von unterschiedlichen Nutzerinnen und Nutzern frequentiert, von anderen, die den Platz nur als Treffpunkt sehen, gemieden. Aufsuchende Hilfen erfolgen unter anderem durch die Streetworkerinnen und -worker der Landeshauptstadt Hannover. Weitere Angebote werden aktuell nicht für notwendig gehalten. Bei konkretem Bedarf soll das bisherige Hilfe- und Beratungssystem ergänzt werden. Das Stadtbezirksmanagement koordiniert und vernetzt, sodass frühzeitig auch auf eventuelle Abwanderung von Personengruppen an andere Orte reagiert werden kann.

Bauliche Veränderungen

Für den Bereich der Treppe zur Rundestraße werden bauliche Veränderungen und die Ausweitung gewerblicher Flächen geprüft, die zu einer besseren Einsehbarkeit und klareren Orientierung führen.

Beschwerdemanagement

Wie bei anderen städtischen Plätzen auch ist das Stadtbezirksmanagement erster Ansprechpartner für Fragen und Beschwerden zum Raschplatz; Antworten, Stellungnahmen und Maßnahmen werden von dort koordiniert. Das Stadtbezirksmanagement Mitte wird verstärkt.