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Bürgermeisterin Regine Kramarek überreichte die Zertifikate an die Jugendlichen © LHH

Bürgermeisterin Regine Kramarek überreichte die Zertifikate an die Jugendlichen

Kompetenznachweis Kultur

Auszeichnung für 71 Jugendliche

Bürgermeisterin Regine Kramarek hat am 8. März 69 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des städtischen Projektes "Lesementoring" und zwei Jugendliche der Kunstschule Kunstwerk e.V. mit dem "Kompetenznachweis Kultur" der Bundesvereinigung Kulturelle Jugendbildung e.V. ausgezeichnet.

Die Auszeichnung fand zum 17. Mal im Rathaus statt. Insgesamt wurden bisher 1.344 Zertifikate an Jugendliche aus Projekten der Kulturellen Bildung übergeben, davon der weitaus größte Teil an Lesementorinnen und -mentoren.

Hintergrund: "Kompetenznachweis Kultur"

Der "Kompetenznachweis Kultur" ist ein bundesweit anerkanntes Instrument in der kulturellen Bildung. Er wurde vor zwölf Jahren von der Bundesvereinigung Kulturelle Jugendbildung entwickelt und wird seitdem von speziell geschulten Fachkräften an Jugendliche vergeben, die freiwillig und ehrenamtlich in längerfristigen kulturellen Projekten mitarbeiten. Bundesweit ist Hannover an der Spitze der ausgestellten Kompetenznachweise. Unterstützt wird das Projekt von der Sparda-Bank Hannover-Stiftung.

Lesementoring 2015

Das Projekt "Lesementoring" wird seit zwölf Jahren erfolgreich von der Landeshauptstadt Hannover geleitet. 2015 waren in sieben Stadtteilen sieben weiterführende Schulen und neun Grundschulen mit personeller Unterstützung aus den jeweiligen Stadtteilkultureinrichtungen und Stadtteilbibliotheken an der Ausbildung und Begleitung von zirka 140 Jugendlichen und der Leseförderung von etwa 450 Kindern beteiligt.

Neuerungen fürs Lesementoring 2016

In einem neuen Pilotprojekt soll 2016 der Einsatz digitaler Medien in der Leseförderung erprobt werden. Die Lesementorinnen und -mentoren eines Stadtteils werden mit iPads (leihweise durch n21) ausgestattet und für den Einsatz spezieller spielerischer Leseförder-Apps ausgebildet. Die Testphase wird evaluiert und dann gegebenenfalls auf weitere Stadtteilteams ausgeweitet.

Das Netzwerk "LesementoRing", das in Kooperation mit der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung Niedersachsen entstanden ist, indem das hannoversche Projekt-Know-how über Fortbildungen an anderen Orten weitervermittelt wird, ist weiter gewachsen. Mittlerweile wird an zehn Standorten in Niedersachsen nach dem Konzept Lesementoring der Landeshauptstadt gearbeitet. In jährlichen Netzwerktreffen werden zudem Erfahrungen ausgetauscht.

Lesementoring allgemein

Die Projektdauer beträgt jeweils ein Schulhalbjahr. Während dieser Zeit gehen Lesementorinnen und -mentoren aus weiterführenden Schulen einmal wöchentlich in eine nahegelegene Grundschule. Dort betreuen sie zu zweit eine Gruppe von sechs bis acht Kindern. Dabei lesen sie gemeinsam mit den Grundschülerinnen und -schülern Texte und unterstützen sie im Leseverständnis und der -förderung. Zum Abschluss organisieren sie in den jeweiligen Stadtteilen ein Lesefest für die Kinder.

Das Projekt ist zweiseitig ausgelegt: Zum einen fördern Jugendliche Grundschulkinder in ihrer Lesekompetenz, zum anderen werden die Jugendlichen in ihren eigenen sozialen und kulturellen Kompetenzen gestärkt.

Die Lesementorinnen und -mentoren werden von städtischen Beschäftigten ausgebildet und in der Projektarbeit begleitet. In Gesprächen werden die Stärken der Jugendlichen erarbeitet, die sie während des Projektes einsetzen und weiter ausbauen können. Abschließend werden in Absprache mit den Jugendlichen und nach intensiver Reflexion individuelle Zertifikate ausgestellt. Diese dokumentieren die besonderen Kompetenzen der jungen Menschen und beschreiben konkret den Wert ihrer kulturellen Bildungsarbeit. Somit wird jeder und jedem Einzelnen ein ganz persönlicher Kompetenznachweis erstellt, der sich nicht an herkömmlichen Zensuren orientiert. Damit wird erreicht, dass die Fähigkeiten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gewürdigt und beschrieben werden, nicht aber bewertet.

Das Projekt wurde von der Landeshauptstadt Hannover entwickelt und von anderen niedersächsischen Städten übernommen. In der Vergangenheit wurde das Lesementoring immer wieder mit Preisen von verschiedenen Stiftungen ausgezeichnet.

Teilnehmende Schülerinnen und Schüler an der Ehrung vom 8. März 2016

  • List: Schülerinnen und Schüler der Ricarda Huch-Schule, die mit Kindern der GS Commenius arbeiten.
  • Misburg: Schülerinnen und Schüler des Kurt-Schwitters-Gymnasium, die mit Kindern aus der GS Pestalozzi und GS Kardinal Galen lesen.
  • Linden: Schülerinnen und Schüler der IGS Linden, die Lesegruppen in der GS Eichendorffschule und GS Albert-Schweitzer-Schule betreuen.
  • Herrenhausen/Stöcken: Schülerinnen und Schüler der Goetheschule, die mit Kindern der GS Fuhsestraße und der GS Wendlandstr. arbeiten.
  • Mühlenberg: Schülerinnen und Schüler der IGS Mühlenberg, die sich um Kinder aus der GS Mühlenberg kümmern.
  • Roderbruch/Kleefeld: Mentorinnen und Mentoren der IGS Roderbruch und der GS Schillerschule betreuen Kinder der Primarstufe der IGS Roderbruch und der GS Lüneburger Damm.

Die beiden ausgezeichneten Mädchen der Kunstschule Kunstwerk e.V. sind bereits seit mehreren Jahren Teilnehmerinnen von Kursen und Projekten in der Kunstschule.