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300 Schülerinnen und Schüler, die einen Davidstern gebildet haben. © LHH

Die 300 Schülerinnen und Schüler der Humboldtschule auf dem Opernplatz.

Erinnerung

Gedenkveranstaltung am Holocaust-Mahnmal

Ein großer Davidstern und 1001 Blumen: Mit dieser Aktion haben 300 Schülerinnen und Schülern der Humboldtschule gemeinsam mit Oberbürgermeister Stefan Schostok und der stellvertretenden Regionspräsidentin Doris Klawunde am 15. Dezember den jüdischen Menschen gedacht, die 1941 von Hannover nach Riga deportiert wurden.

Schülerinnen und Schüler rund um einen großen Davidstern aus Blumen. © LHH

Blumen und Davidstern auf dem Opernplatz als Symbol des Friedens und der Völkerverständigung.

Am 15. Dezember 1941 wurden 1.001 Kinder, Frauen und Männer aus Hannover in das Ghetto Riga deportiert. Von diesen Menschen haben nur 69 Personen die Zeit des Nationalsozialismus überlebt. Zur Erinnerung an diesen Tag vor 75 Jahren haben sich rund 300 Schülerinnen und Schüler der Humboldtschule in Zusammenarbeit mit der Städtischen Erinnerungskultur besondere Formen des Gedenkens überlegt. 

Zentrale Gedenkveranstaltung auf dem Opernplatz

Am 15. Dezember gingen sie vom Bahnhof Fischerhof, dem Ausgangspunkt der Deportation, zum Mahnmal am Opernplatz. Dort stellten sie sich als Symbol des Friedens und der Völkerverständigung in Form eines Davidsterns auf und legten 1.001 Blumen nieder – die Namen aller Deportierten wurden dabei hörbar. Oberbürgermeister Stefan Schostok und Doris Klawunde, stellvertretende Regionspräsidentin, nahmen an der Zeremonie teil und legten einen Kranz nieder. Im Anschluss begann das Kaddish-Gebet der Jüdischen Gemeinde. Die Riga-Überlebende Henny Simon ist zum 75. Jahrestag der Deportation aus den USA angereist und gedachte der Opfer zusammen mit ihrem Enkel.

Hannover wird die Opfer nicht vergessen

Schon längst ist das Gedenken an die Deportation und ihrer Opfer zu einem festen Bestandteil der hannoverschen Erinnerungskultur geworden. Die Landeshauptstadt Hannover fühlt sich einem Maßstab verpflichtet: Hannover wird die Opfer nicht vergessen. Die Beschäftigung mit ihren Namen und Schicksalen ist ein Grundpfeiler der stadtgeschichtlichen Erinnerungskultur und in der schulischen Vermittlung.

Ein großer Davidstern und 1001 Blumen: Mit einem großen Davidstern haben 300 SchülerInnen mit OB Schostok und Regionspräsidentin Klawunde am 15. Dezember den jüdischen Deportierten gedacht.