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Weitgehend konstant

Städtische Kultureinrichtungen: Bilanz 2015

Die Anzahl der Besuche in den städtischen Kultureinrichtungen der Landeshauptstadt Hannover 2015 sind im Vergleich zum Vorjahr weitgehend konstant geblieben.

Das Sprengel Museum Hannover und das Museum August Kestner verzeichnen eine höhere Nachfrage, während das Historische Museum einen bedauerlichen Rückgang der Besuchszahlen notiert. Im Jahr eins nach der "Royals-Schau" ist das Museum Schloss Herrenhausen auf Normalniveau angekommen. Der KUBUS blickt auf gestiegene Zahlen.

Die Anzahl der Besuche und Ausleihen in den Stadtbibliotheken sind auf einem bereits sehr hohen Niveau weiter angestiegen. Im Stadtarchiv Hannover hat die Nachfrage nach Archivalien zugenommen. Das Programm des Kommunalen Kinos behauptet sich in Konkurrenz zu den anderen hannoverschen Programm- und Blockbuster-Kinos und muss nur leichte Rückgänge verzeichnen. Die Musikschule Hannover weist ein erhebliches Plus an Veranstaltungsbesucherinnen und -besuchern auf, dafür aber einen leichten Rückgang an Schülerinnen und Schülern. Die Stadtteilkultureinrichtungen freuen sich über regen Nutzen und steigende Besuchszahlen.

"Natürlich sind steigende Besucherzahlen von Bedeutung und eines unserer Ziele. Aber Zahlen sind nicht alles angesichts der Bedeutung der Kultur in ihrer Gesamtheit", bilanziert Kulturdezernent Harald Härke.

Sprengel Museum Hannover

  • 2015: 170.717 (2014: 108.124)
  • Einschätzung: Den Erweiterungsbau ("Zehn Räume, drei Loggien und ein Saal") haben seit der Eröffnung am 18. September 2015 bislang 91.500 Besucherinnen und Besucher gesehen. Im vergangenen Jahr betreute das Sprengel Museum
    • 626 Schulklassen mit insgesamt 12.500 SchülerInnenn
    • 230 privat gebuchte Führungen, davon allein 80 für die Ausstellung "Zehn Räume, drei Loggien und ein Saal"
    • 195 öffentliche Führungen
    2015 ist für das Sprengel Museum ein rundum zufriedenstellendes Jahr. Mehr Besucherinnen und Besucher wurden in den vergangenen 15 Jahren überhaupt nur zweimal verzeichnet: 2003 mit der Ausstellung "Klee im Norden" und 2009 mit "Marc Macke Delaunay". Die große Steigerung im Vergleich zum Vorjahr ist dem erfreulich hohen Interesse am Erweiterungsbau zu verdanken. Beim Publikum ist auch die Ausstellung "Plakativ" hervorragend angekommen. Sie wird im Anschluss noch nach Salzburg an das Museum der Moderne weiterreisen.
  • Ausblick: Im Juni 2016 kommt die groß angelegte Sammlungspräsentation "130 Prozent Sprengel". Davor gibt es die Ausstellung des aktuellen Kurt-Schwitters-Preisträgers Pierre Huyghe im Erweiterungsbau, alle anderen Räume sind in der ersten Jahreshälfte wegen Renovierungsarbeiten und Ausstellungsumbau geschlossen. Daher werden die Erwartungen für 2016 nicht zu hoch geschraubt und keine Rekorde erwartet.

Museum August Kestner

  • 2015: 33.395 (2014: 27.632)
  • Einschätzung: Die rückgängigen Besuchszahlen sind gestoppt. Es gibt eine erfreuliche Zunahme durch intensive Betreuung von Besucherinnen und Besucher, unter anderem auch durch Aktionen des Freundeskreises.
  • Ausblick: Steigerung der Attraktivität durch Erarbeitung alternativer Ausstellungkonzepte wie beispielsweise die nächste Ausstellung „Macht und Ohnmacht“ im Museum August Kestner.

Historisches Museum Hannover

  • 2015: 54.337 (2014: 78.614)
  • Einschätzung: Ein bedauerlicher Rückgang, der in Teilen auf die veraltete Dauerausstellung (25 Jahre) rückgeschlossen werden kann. Dazu kommen weniger Fremdveranstaltungen und die Entscheidung für nur zwei Ausstellungen pro Jahr (Arbeitsteilung mit dem Museum August Kestner). Erfreulich ist eine Steigerung der Dienstleistungen, insbesondere im Fotoarchiv.
  • Ausblick: Steigerung der Attraktivität durch Neukonzeptionierung bis 2018; in 2016 Ausstellung "Typisch Hannover" als Start.

Museum Schloss Herrenhausen

  • 2015: 62.489 (2014: 96.579)
  • Einschätzung: Rückgang auf den Stand eines Normaljahres (2013 war Eröffnungsjahr, 2014 war stark beworbenes "Royals-Jahr").
  • Ausblick: Steigerungen sind in diesem Jahr wieder möglich durch Sonderausstellungen, Intensivierung der Vermittlungsarbeit, offensive Werbung im Kontext der Herrenhäuser Gärten und weitere Kooperation mit anderen Akteuren in Herrenhausen, beginnend mit Ausstellung zu künstlerischen Ostereiern anlässlich der Saison-Eröffnung der Herrenhäuser Gärten.

KUBUS

  • 2015: 9338 (2014: 8650)
  • Einschätzung: Die Besuchszahlen konnten in 2015 leicht gesteigert werden. Zu der positiven Entwicklung hat auch die gut angenommene Reihe der KUBUS-Lunch-Konzerte beigetragen, die mit einer Einführung zur jeweiligen Ausstellung verbunden worden ist.
  • Ausblick: Für das Jahr 2016 sind acht Ausstellungen geplant, die die ganze Bandbreite der hannoverschen Kunstszene widerspiegeln und darüber hinaus Anknüpfungspunkte an die überregionale und internationale Kunstszene bieten. Ein besonderes Augenmerk wird auf dem Ausbau des Begleit- und Vermittlungsprogramms liegen, nicht zuletzt um die Zahl der Besucherinnen und Besucher weiter zu erhöhen und neue Zielgruppen zu erschließen.

Kommunales Kino

  • 2015: 26.596 (2014: 29.000)
  • Einschätzung: Die Besuchszahlen liegen unter dem Niveau des Vorjahres, weil in 2015 das biennale Kinder- und Jugendfilmfestival "Sehpferdchen" (anders als in 2014) nicht stattgefunden hat.
  • Ausblick: In 2016 wird eine Zahl von erneut zirka 30.000 Besucherinnen und Besuchern angestrebt. In diesem Jahr findet nicht nur das "Sehpferdchen" im Kommunalen Kino statt, sondern darüber hinaus wird es auch neue Akzente mit Filmformaten wie "Soundtrax – Musik im Kino & Lounge" setzen und weiterentwickeln.

Stadtbibliothek Hannover

  • Besucherinnen und Besucher: 2015: 1.552.967 (2014: 1.541.522)
  • Entleihungen:2015: 4.266.475 (2014: 4.059.206)
  • Einschätzung: Die Stadtbibliothek Hannover nutzt neben dem "klassischen" Buchangebot aktuelle Technologien. Über einen Online-Zugang können e-Medien heruntergeladen und das Benutzerkonto von Zuhause verwaltet werden. Seit November 2015 wird der Musik-Streaming-Dienst "freegal" angeboten.
  • Ausblick: Ziel ist, alle Zweigstellen nach und nach in Einrichtungen mit moderner Funktionalität (WLAN-Anschluss, Stromanschlüsse für Laptops etc.) und hoher Aufenthaltsqualität umzubauen.

Stadtarchiv Hannover

  • Benutzerinnen und Benutzer im Lesesaal des Stadtarchivs: 2015: 1668 (2014: 1463)
  • Benutzte Archivalien: 2015: 8845 (2014: 7233)
  • Schriftliche Anfragen: 2015: 1694 (2014: 1736)
  • Besucherinnen und Besucher von Veranstaltungen: 2015: 581 (2014: 536)
  • Einschätzung: Der Lesesaal des Stadtarchivs wird in den vergangenen Jahren (seit der Übernahme von Standesamtsunterlagen, also Geburten-, Heirats- und Sterberegister) immer stärker für Familienforschung, Erbenermittlung und andere nach Informationen zu Personen recherchierende Benutzerinnen und Benutzer frequentiert. Auch 2015 hat sich diese Entwicklung fortgesetzt. Dadurch hat die Zahl der schriftlichen Anfragen leicht abgenommen. Das Stadtarchiv hat 2015 neben einigen Vorträgen und kleineren Ausstellungen auch Archivführungen angeboten, die sehr gut angenommen wurden.
  • Ausblick: Am 5. März findet Tag der Archive unter dem Motto "Mobilität im Wandel" mit Ausstellung, Archivführungen, Einblick in die Restaurierungswerkstatt, Beratung zu Personenrecherchen etc. statt. Im Herbst: Präsentation der beiden ältesten erhaltenen und im Stadtarchiv gehüteten Urkunden der Stadt – Bestätigung der Stadtrechte durch Herzog Otto von Braunschweig (Otto das Kind) am 26. Juni 1241.

Musikschule Hannover

  • Schülerinnen und Schüler: 2015: 4.297 (2014: 4.632)
  • Teilnehmende in regelmäßigen Schul- und Kitaangeboten: 2015: 3.896 (2014: 3.886)
  • Teilnehmende an Schnupperangeboten und ähnlichem: 2015: 3.271 (2014: 3.174)
  • Teilnehmende an einmaligen Veranstaltungen: 2015: 31.460 (2014: 25.830)
  • Einschätzung: Die Fluktuation ist gesunken, die Verweildauer einzelner Schülerinnen und Schüler gestiegen, auch weil die Kurse länger dauern. Durch höhere Zahlen bei den offenen Veranstaltungen konnten neue Zielgruppen erreicht werden.
  • Ausblick: Angebote für Flüchtlinge, neue Angebote für Erwachsene, Tanzjahr in Hannover: Projekte, Workshops und Veranstaltungen mit Thema Tanz (Beteiligung an den Oster-Tanztagen des Opernhauses und an den Aktionen des Kulturbüros zum Welt-Tanztag am 29. April)

Stadtteilkultur

  • Besucherinnen und Besucher der Stadtteilkultureinrichtungen (städt. und in Kooperation mit einem Kulturverein): 2015: 963.663 (2014: 897.241)
  • Besucherinnen und Besucher der zehn städtischen Einrichtungen: 2015: 810.863 (2014: 745.241)
  • Erläuterung: Im den vergangenen Jahren wurden bei der Erhebung der Zahlen auch die Einrichtungen berücksichtigt, die die Stadt gemeinsam mit einem Verein betreibt. Da dieses Modell mit dem Abschluss von Zuwendungsverträgen zukünftig der Vergangenheit angehört, werden ab 2016 nur noch die Zahlen der zehn städtischen Einrichtungen veröffentlicht.
  • Einschätzung: Im Jahr 2015 wurden in und mit den Stadtteilkultureinrichtungen die Empfehlungen aus der Studie "Stadtteilkulturarbeit in Hannover" (DS 0331/2015) weiterverfolgt. Auf Basis der Studie wurde
    • für die interessierte Öffentlichkeit der Werkstattbericht #04 Stadtteilkultur herausgegeben;
    • eine Fortbildungsreihe für die Kulturvereine entwickelt und begonnen;
    • die Netzwerkarbeit intensiviert.
  • Ausblick: Fachtag "KulturMitWirkung" am 12. April 2016
    • Der 2. Fachtag wird von der Kulturellen Kinder- und Jugendbildung im Bereich Stadtteilkultur mit Expertinnen und Exptern aus Theorie und Praxis organisiert. Fragestellungen werden dabei sein: Was heißt Kulturpädagogik und Kunstvermittlung? Welche Strategien verfolgen kulturelle Einrichtungen, um am "Puls der Zeit zu bleiben"? Neben der Messe für das Fachpublikum wird die Veranstaltung am Nachmittag geöffnet, damit alle in einem "Erlebnisparadies" mitmachen, sich informieren und Kultur erleben können.