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Wohnungspolitik

Zahl der Baugenehmigungen steigt an

Die Wohnungspolitik der Landeshauptstadt Hannover zeigt Wirkung. Allein von Januar bis November dieses Jahres sind Bebauungspläne für 1.697 Wohnungen verabschiedet und insgesamt 1.647 Baugenehmigungen erteilt worden, wie Hannovers Stadtbaurat Uwe Bodemann am Mittwoch (7. Dezember) im Bauausschuss erläuterte. Rund 70 Prozent des vom Rat beschlossenen Fördervolumens sind bereits bewilligt beziehungsweise für Projekte gebunden.

Entwurf eines Bauprojektes. © LHH

Das Bauprojekt am Klagesmarkt ist sowohl Bestandteil von Hannover City 2020+ als auch des Wohnkonzeptes 2025.

Die Stadt hat angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt reagiert und Initiativen ins Leben gerufen, mit denen dem Trend der Verknappung und Verteuerung erfolgreich entgegengewirkt werden kann. Gleichwohl ist es eine große Herausforderung, den positiven Trend beizubehalten. Die in diesem Jahr gestartete "Hannoversche Wohnungsbauoffensive" soll die Neubautätigkeit von Wohnungen weiter intensivieren. Die Herausforderung, der Nachfrage nach Wohnungsangeboten – insbesondere in der Innenstadt – nachzukommen, haben Stadt und Wohnungswirtschaft angenommen.

Die Jahresbilanz für 2016 zeigt, dass die vom Rat beschlossenen Instrumente wirken. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass sich die Lage am Wohnungsmarkt in Hannover deutlich entspannen kann. Dazu soll insbesondere auch die "Hannoversche Wohnungsbauoffensive" beitragen, die Oberbürgermeister Stefan Schostok und der Stadtbaurat mit der lokalen Wohnungswirtschaft in diesem Jahr auf den Weg gebracht haben. Bis 2020 sollen jährlich mindestens 1.000 Wohnungen gebaut werden – rund 25 Prozent davon öffentlich geförderter sozialer Wohnungsbau. Bei Bedarf soll nachgesteuert werden. Wie von Oberbürgermeister Schostok bereits kürzlich in seiner Haushaltsrede im Rat angekündigt, prüft die Verwaltung angesichts der steigenden Zahl von Bauvorhaben, wie die Genehmigungsverfahren noch effektiver gestaltet werden können.

Zahl der Baurechte und Baugenehmigungen nimmt zu – kommunale Förderprogramme greifen

Gemäß Wohnkonzept 2025 hat die Stadt bereits 2013 die Initiative für Wohnbauflächen ins Leben gerufen. Damit einher geht die Verpflichtung, Bebauungsplanverfahren anzuschieben und jährlich Baurecht für mindestens 500 Wohnungen zu schaffen. Im vergangenen Jahr wurde diese Selbstverpflichtung gar auf 750 Wohnungen erhöht. Nachdem der Rat 2015 Bebauungspläne für rund 700 Wohnungen beschlossen hat, wurden in diesem Jahr von Januar bis November bereits Bebauungspläne für 1.697 Wohnungen verabschiedet. Hierin enthalten sind Beschlüsse für 1.616 Geschosswohnungen und 81 Einfamilienhäuser. In den Jahren 2013 (605 Wohnungen) und 2014 (486 Wohnungen) fiel diese Zahl noch deutlich niedriger aus.

Bei den Baugenehmigungen ist in diesem Jahr ebenfalls ein Anstieg gegenüber 2015 (1.098 Wohnungen) zu verzeichnen. Im Zeitraum von Januar bis November wurden Baugenehmigungen für insgesamt 1.647 Wohnungen erteilt. Hierin enthalten sind Genehmigungen für 1.242 Wohnungen in Neubauten, 343 Wohnungen durch Umnutzungen und 62 Wohnungen durch Umbau. Zum Vergleich: Die Zahl der Genehmigungen für 2013 (1.260 Wohnungen) und 2014 (1.086 Wohnungen) ist deutlich kleiner.

Im Rahmen des ebenfalls 2013 beschlossenen kommunalen Wohnraumförderprogrammes können bis zum Jahr 2020 insgesamt rund 1.250 Wohnungen mithilfe von Zuschüssen für Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen gefördert werden. Für 290 von diesen Wohnungen sind bereits Förderanträge bewilligt worden. Für 91 weitere Wohnungen liegen verbindliche Reservierungen vor. 469 Wohnungen sind in konkreten Projekten vorgemerkt worden. Somit sind bereits rund 70 Prozent des vom Rat beschlossenen Fördervolumens bewilligt beziehungsweise durch Reservierungen für Projekte gebunden.

Aktuelle Situation auf dem Wohnungsmarkt

Der Situation auf dem Wohnungsmarkt in Hannover war in den vergangenen Jahren deutlich angespannt. Die Neubautätigkeit hielt mit dem rasanten Bevölkerungswachstum nicht Schritt. In den vergangenen sechs Jahren (2010 bis 2015) ist die Bevölkerung um 27.800 Menschen und damit um 5,5 Prozent gewachsen. Im Vergleichszeitraum hingegen wurden aber nur rund 3.200 (2009 bis 2014) neue Wohnungen errichtet, sodass ein erheblicher Bedarf bestand. Dieser soll nun nach und nach in allen Bereichen gedeckt werden. Die Verfügbarkeit von preiswerten Wohnungen ist für die Bewertung des Wohnungsmarktes besonders relevant. Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Familien konkurrieren um preiswerten Wohnraum, insbesondere in den innenstadtnahen Gebieten.

Trend der Entspannung auf dem Wohnungsmarkt

Das Innenstadtkonzept Hannover City 2020+ leistet bereits einen wichtigen Beitrag, damit neue Quartiere mit einer Mischung aus Wohnen, Dienstleistung und Gastronomie entstehen können. Außerdem tragen das Wohnkonzept 2025, die Wohnbauflächeninitiative und das kommunale Wohnungsbauförderprogramm spürbar zur Entspannung des gesamten Wohnungsmarktes bei. Die Flächenvermarktung, die Planung sowie der Bau neuer Wohnungen benötigen generell einen zeitlichen Vorlauf. Nun zeichnet sich der erhoffte Entlastungseffekt deutlich ab. Ziel der Stadt ist es, gemeinsam mit der Wohnungswirtschaft diesen Trend fortzusetzen.