Programm

"SPIEL:ZEIT" verschafft Familien Zugang zu Kultur

Dr. Sabine Schopp, Prof. Dr. Burkhard Huch und Kulturdezernent Harald Härke bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung.

Kunst und Kultur auch außerhalb von Schule und Kita als ein gemeinsames Familienerlebnis wahrzunehmen, ist das vorrangige Ziel des neuen Projektes der städtischen Stadtteilkultur, das am 16. Juni der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. 

Franziska Schmidt (Leiterin Bereich Kulturelle Kinder- und Jugendarbeit), Prof. Dr. Burkhard Huch (Vorsitzender der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung , Dr. Sabine Schopp (Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung) und Kulturdezernent Harald Härke bei der Vorstellung des Projektes "SPIEL:ZEIT".

"Kultur mit allen ist eine zentrale, zukünftige Aufgabe, die mit diesem Programm tatsächlich gelebt wird. Ein Projekt mit Strahlkraft für Hannovers Kinder", so Kulturdezernent Harald Härke bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung mit dem Vorsitzenden der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung Prof. Dr. Burkhard Huch. Die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung fördert das Programm mit 200.000 Euro in den ersten drei Jahren. Prof. Dr. Huch erläutert das Engagement: "Nach unserer langjährigen Förderung der vorschulischen Musikerziehung bietet sich hier für uns eine weitere Gelegenheit, Kindern aller gesellschaftlicher Gruppen und unterschiedlicher nationaler Herkunft eine Plattform zu bieten, um über aktives Tanz- und Theaterspielen ihre Persönlichkeitsentwicklung voranzubringen."

Das Konzept SPIEL:ZEIT

Kunst und Kultur, auch außerhalb von Schule und Kita, als ein gemeinsames Familienerlebnis wahrzunehmen, ist vorrangiges Ziel des Programms "SPIEL:ZEIT". Die Wochenendangebote für Kinder und ihre Angehörigen werden von Kulturschaffenden der darstellenden Künste wie Tanz und Theater durchgeführt.

1. Hannover – eine Stadt für Familien?
Hannover zeigt sich noch familienfreundlicher und ermöglicht einen barrierefreien Zugang zu Kunst und Kultur. Mehr Ermäßigungen, mehr familienfreundliche Veranstaltungen (zum Beispiel mit Kinderbetreuung) an den Wochenenden und in den Ferien. Mehr kulturelle Angebote im Stadtteil und guter Zugang zu kulturellen Einrichtungen. Übersichtlichkeit oder leichte Auffindbarkeit von familienbezogenen Angeboten und Informationen.

2. Kulturelle Bildung öffnet Türen
Einer der wichtigsten Lern- und Bildungsorte sind die Familien selbst. Kinder erwerben hier die meisten Kompetenzen. Deshalb ist es besonders wichtig, die kulturelle Kinder-und Jugendbildung in die Eltern- und Familienbildung zu integrieren.

3. Verbindliche Bildungspartner beteiligen und gemeinsame Strukturen nutzen

Bezugspunkte in den Stadtteilen bilden die Stadtteilkultureinrichtungen der Landeshauptstadt Hannover. Ausgehend von drei Stadtteilen im ersten Jahr soll das Programm in den darauffolgenden Jahren auf weitere Stadtbezirke ausgedehnt werden, um möglichst viele Kinder wohnortnah zu erreichen. Hierbei werden besonders Stadtteile berücksichtigt, in denen überdurchschnittlich mehr einkommensschwache Familien zuhause sind. Neben den Bildungspartnern in den Stadtteilen sind Kulturinstitutionen und Kulturprogramme die zweite Säule für die zukünftige Zusammenarbeit. Ob das KinderTheaterHaus, das Figurentheaterhaus, CircO, das Kindermuseum, Ateliers, freie Kunstschaffende, das Kulturabo oder Kunstwerk e.V. – sie alle sind von großer Bedeutung um ein verbindliches ansprechendes familienfreundliches Programm mit Leben zu füllen, das barrierefrei ist und Verlässlichkeit vermittelt.

Verantwortlichkeit

Träger des Programms ist die Stadtteilkultur im Fachbereich Kultur der Landeshauptstadt Hannover. Das Kulturbüro im Fachbereich Kultur ist Kooperationspartner. Mit den Stadtteilkultureinrichtungen wird für die notwendige Infrastruktur, die Koordination und Organisation im Stadtteil gesorgt.