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Dialog

Integration von Geflüchteten auf neuen Wegen

Reger Austausch beim BarCamp "WeStartUp!" in Hannover: Mehr als 100 Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen, Initiativen und öffentlichen Einrichtungen haben am 2. Dezember beim BarCamp in Hannover neue und alternative Wege diskutiert, die Integration in der deutschen Gesellschaft zu erleichtern – insbesondere für Menschen, die als Geflüchtete hierhergekommen sind. 

Vier Männer und eine Frau an einem Stehtisch. © Christian Geiselmann

Die Diskussionsgruppe war am Stehtisch lebhaft ins Gespräch vertieft. 

Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren auch viele, die selbst erst seit kurzem in Deutschland leben, und die unkonventionelle und phantasievolle Methoden, sich in der Gesellschaft zu engagieren, bereits erproben. Die Veranstaltung gab ihnen die Möglichkeit zum Austausch über ihre Projekte und Erfahrungen. Neue Kontakte wurden geknüpft, und neue Ideen entwickelt. 

Teilgebende statt Teilnehmende

Die Veranstaltung lief nach der Methode eines BarCamps ab , das heißt, als "Un-Konferenz", bei der man nicht von "Teilnehmenden" spricht, sondern von "Teilgebenden", die gemeinsam das Programm des Tages entwickeln und zusammenstellen. Nach einer großen Vorstellungsrunde am Morgen, moderiert von Stephanie Hüllmann, schlugen die Teilgebenden Themen vor, die dann den Tag über in vielen kleinen Arbeitsgruppen behandelt wurden – von Tipps für erste Schritte bei der Gründung sozialer Unternehmen bis hin zum Sprachenlernen über skurrile Aktivitäten. Die Teilgebenden kamen überwiegend aus Hannover und den Städten der Umgebung, aber auch bis aus Berlin und Hamburg.

Initiatoren und Veranstalter

Das Barcamp wurde organisiert in Kooperation zwischen VHS Hannover (EU-Projekt MILAR), dem Projekt "Wir.hier.gemeinsam" (Paritätischer Wohlfahrtsverband Hannover) und der Initiative "Gemeinsam.Welten.Teilen!" mit Unterstützung durch den Gesellschaftsfonds Zusammenleben der Landeshauptstadt Hannover. 

Positives Feedback

Nach der Veranstaltung sagten viele Teilgebende, dass das Format dringend wiederholt werden solle, um die erarbeiteten Ansätze weiterzutreiben.  Ein Vorschlag aus der Runde war, beim nächsten Mal auch Sessions in Sprachen wie Arabisch und Farsi anzubieten, um die Intensität der Diskussionsteilnahme von Sprechern dieser Sprachen zu erhöhen. Das BarCamp fand statt in den Räumen der Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover, Außenstelle Büssingweg. Ein Teil der Finanzierung kam aus dem Erasmus+-Programm der Europäischen Union.

Über das Programm

Der volle Titel der Veranstaltung war "WeStartUp! - Geflüchtete aktiv und kreativ in Wirtschaft und Gesellschaft". Die Workshops waren:

  • Mikrokredit / Peerlending für Frauen – selbstständig arbeiten in der „neuen Heimat“, wie geht das?
  • Die Gesellschaft durch Ehrenamt mitgestalten: Freiwilligenagenturen, AMFN, LAFGA
  • Materielle Spenden für Flüchtlingsunterkünfte  -  was wird wirklich benötigt, wie wird das organisiert?
  • Sportvereine: Möglichkeiten für Geflüchtete
  • Make it German e.V. – ein Verein stellt sich vor
  • Musik-Projekt nach der Mittagspause
  • Freies MineCraft für freie (Medien-)Bildung
  • Austausch zu (Schul-)Abschlüssen und Ausbildung in Deutschland
  • Open Call to colaborate with women – women empowerment workshop
  • Soziale Unternehmen: erste Schritte, wer kann helfen?
  • Info-Webseite (auf Arabisch) erstellen
  • Skurriler Sprach-Spaß – neue Ideen für den Deutsch-Unterricht
  • Bildung auf den Kopf gestellt: das Prinzip der Refugee Academy
  • Freifunk: Freies Internet für Geflüchtete, Aufbau von WLAN-Netzen im öffentlichen Raum
  • Tanzkurs
  • Film zu Zwangsheirat in Afghanistan
  • Kreativ-soziale Start-Ups für/von Geflüchteten – neue, soziale Arbeitsstrukturen für eine besondere Zielgruppe