Das offizielle Portal der Region und der Landeshauptstadt Hannover

Zuletzt aktualisiert:

Wohnortnahes Grün fördern

Landeshauptstadt und BUND Region Hannover starten Förderprogramm zur Flächenentsiegelung

Bürgermeister Thomas Hermann und Hagemann-Galabau aus der Wedemark haben am 6. Dezember damit begonnen, eine Betondecke im versiegelten Hinterhof der Familie Langemann in Hannover-Linden aufzubrechen, um die Fläche in eine grüne Oase zu verwandeln. „Wenn es darum geht, unsere Stadt noch grüner und lebenswerter zu machen, packe ich gerne selber mit an!“, erklärt Hermann.

Bürgermeister Thomas Hermann mit Presslufthammer, Grundstückseigentümerin Julia Langemann im Minibagger und Bezirksbürgermeister Rainer Grube mit Schaufel © BUND Region Hannover

Bürgermeister Thomas Hermann, Grundstückseigentümerin Julia Langemann und Bezirksbürgermeister Rainer Grube schreiten zur Tat.

Hannover wächst. Wie sich trotz dringend benötigtem Wohnungsbau wohnortnahes Grün gewinnen lässt, zeigt ein Projekt von BUND und Landeshauptstadt: Bereits seit 2012 werden in Hannover Dach- und Fassadenbegrünungen gefördert, um das städtische Kleinklima vor allem während der Sommermonate zu verbessern, um Niederschläge vermehrt zurückzuhalten und um die Biodiversität sowie die Aufenthaltsqualität für die Menschen in der Stadt zu verbessern. Nun legt die Landeshauptstadt nach und will – wieder gemeinsam mit dem BUND – mit einem neuen Förderprogramm bereits bestehende Flächenversiegelungen auf Hinterhöfen und in Gewerbegebieten zurückbauen und in Grünflächen umwandeln.

Als weitere Geldgeber für das neue Förderprogramm konnten die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und die Sparkasse Hannover gewonnen werden: Beide Organisationen finanzieren das Projekt bis 2020 mit.

Darum geht es bei dem konkreten Projekt

Auf dem Hinterhof der Familie Langemann wird eine Fläche von rund 120 Quadratmetern entsiegelt. Auf einem Teil der Fläche sollen Rasen, ein kleines Beet mit Sträuchern wie Himbeere und zwei Apfelbäume gepflanzt werden. Die Garagen werden nicht mehr als Stellplätze für Autos genutzt.

Gruppenbild (von links nach rechts): Uwe Kling (Firma Hagemann Galabau Wedemark), Gerd Wach (Vorsitzender BUND Region Hannover), Rainer Grube (Bezirksbürgermeister Linden-Limmer),  Julia Langemann (Grundeigentümerin)  Thomas Hermann (Bürgermeister),   Dr. Heino Kamieth (Landeshauptstadt Hannover) © BUND Region Hannover

(v.l.n.r.) Uwe Kling (Firma Hagemann Galabau Wedemark), Gerd Wach (Vorsitzender BUND Region Hannover), Rainer Grube (Bezirksbürgermeister Linden-Limmer), Julia Langemann (Grundeigentümerin), Thomas Hermann (Bürgermeister), Dr. Heino Kamieth (Landeshauptstadt Hannover)

Förderbedingungen für Entsiegelungsmaßnahmen

Angelehnt an das schon bestehende Förderprogramm für Dach- und Fassadenbegrünungen, bei dem ein Drittel der Kosten bis zu einer Gesamthöhe von 10.000 Euro übernommen werden, werden jetzt auch Entsiegelungen auf privaten Grundstücken bezuschusst. Bei einer Mindestgröße von zehn Quadratmetern können 2.500 Euro als maximale Fördersumme gezahlt werden. Anrechenbare Kosten sind sowohl die Aufbruch- und Entsorgungsaufwendungen als auch die für die anschließende Begrünung. Die Umsetzung des Programms liegt in den Händen des BUND.

Anträge können ab sofort beim BUND-Projektbüro in der Grotestraße 19 in Hannover–Linden gestellt werden. Alle Informationen sind unter www.begruenteshannover.de  oder per Telefon 0511 70038247 abrufbar.