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Öffentliche Ordnung

Richtfest für Verwaltungsneubau am Schützenplatz

Elf Monate nach Beginn der Bauarbeiten feierte hanova am 5. Dezember, im Beisein von Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok, Richtfest für den gut 200 Meter langen und 40 Meter breiten Klinkerbau am Schützenplatz. 

Rote Backsteinfassade, lichtdurchflutete Büros, offene Architektur und bis zu sechs Geschosse hoch – das neue "Verwaltungsgebäude für den Fachbereich Öffentliche Ordnung" ist ein zentraler Baustein für die Stadtentwicklung Hannovers. Hanova errichtet den Verwaltungsneubau im Niedrigenergiestandard auf dem Grundstück der bisherigen KFZ-Zulassungsstelle und schafft modernen Büroraum für rund 600 städtische Mitarbeiter. Die Investitionskosten für das voraussichtlich spätestens im Frühjahr 2019 bezugsfertige Gebäude belaufen sich auf rund 80 Millionen Euro. Mieter ist die Landeshauptstadt Hannover, die in dem neuen Verwaltungsgebäude ihre bisher im Stadtgebiet verteilten Behörden des Fachbereichs "Öffentliche Ordnung" bündelt.  

Der Rohbau steht

Nur elf Monate, nachdem die Bauarbeiten begonnen haben, feierte hanova am Dienstag, 5. Dezember 2017, im Beisein von Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok Richtfest für den gut 200 Meter langen und 40 Meter breiten Klinkerbau im "Regierungsviertel" – und damit deutlich früher als erwartet. Die beteiligten Unternehmen der "Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Schützenplatz" haben nach der Grundsteinlegung Anfang April diesen Jahres richtig "rangeklotzt": Der Rohbau wurde in nur knapp acht Monaten hochgezogen. Für den Entwurf des neuen "2. Rathauses" zeichnet sich das Hannoveraner Architektur-Büro "ksw architekten + Stadtplaner GmbH" verantwortlich. "Hannover gewinnt mit diesem Neubau und setzt städtebauliche Akzente. Für alle Hannoveranerinnen und Hannoveraner ist es eine gute Nachricht, dass hier ein Verwaltungsneubau mit gebündelter Kompetenz für die Bürger entsteht. Künftig werden sich hier zentral am Schützenplatz die besucherstärksten Behörden unter einem Dach befinden und eine Art Servicezentrum bilden: Zukunfts- und kundenorientiert. Hier entsteht ein gutes, ein neues Stück Hannover", sagte Oberbürgermeister Stefan Schostok. 

Gebäude soll im Frühjahr 2019 bezogen werden

Hanova hatte den Gebäudekomplex der alten KFZ-Zulassungsstelle samt Grundstück bereits 1998 von der Landeshauptstadt erworben, sich mit dem Areal 2014 an der Ausschreibung für den Mietneubau beworben und 2015 nach Prüfung des Angebots dann den Zuschlag bekommen. Der Mietvertrag mit der Stadt wurde im März 2016 unterschrieben. Die Laufzeit beträgt fast 30 Jahre. Mietbeginn ist voraussichtlich spätestens im Frühjahr 2019. "Der Bauablaufplan war von Anbeginn ambitioniert und ist es auch geblieben. Die enge, intensive und vor allem problemlose Abstimmung mit dem Bauamt ermöglichte es, die Bauarbeiten im dem bis hierhin vorgelegten Tempo zu realisieren. Hier muss man allen Verantwortlichen wirklich ein großes Lob aussprechen", sagte hanova-Geschäftsführer Karsten Klaus.

Eckdaten zum Projekt/Gebäude

Das Grundstück ist gut 10.000 Quadratmeter groß. Die Grundfläche des Verwaltungsneubaus umfasst rund 7350 Quadratmeter. Die Nutzfläche über die sechs Stockwerke addiert sich auf rund 19.000 Quadratmeter. Die Bruttogeschossfläche beträgt 31.000 Quadratmeter. Da der Untergrund problematisch ist und nachgeben könnte, ruht der Neubau auf 500 Betonpfählen, die Anfang des Jahres 2017 in den Boden gerammt wurden. Bis zur Fertigstellung des Rohbaus zum heutigen Tage wurden circa 25.000 Kubikmeter Beton und 3500 Tonnen Stahl verbaut. Das technische Rathaus beherbergt künftig die Kfz-Zulassungsstelle, das Einwohnermeldeamt, das Bürgeramt, das Ausländeramt, das Veterinäramt, die Gewerbeaufsicht, das Fundbüro, das Standesamt, das Waffenamt und die ordnungsrechtlichen Ämter. Daneben wird es eine Cafeteria mit 200 Sitzplätzen geben. Hier können Besucher verweilen. Ausgewiesene Gewerbeflächen können von Schildermachern angemietet werden. Die publikumsstärksten Ämter sind im Erdgeschoss untergebraucht. Mit zunehmendem Stockwerk nimmt die Laufkundschaft ab. Die Stadt rechnet mit 2000 Besuchern täglich. In Spitzenzeiten können es auch bis zu 3500 Besucher sein. Der Gebäudekomplex besteht aus drei Bürotürmen mit jeweils sechs Etagen, die miteinander von mindestens dreigeschossigen Elementen zu einem Gesamtensemble verbunden werden. Das gesamte Gebäude ist barrierefrei konzipiert. Acht Personenaufzüge steuern die Besucherströme. Eine vollflächige Tiefgarage mit 112 Stellplätzen, mit über 20 integrierten Ladestationen für E-Autos und 88 Fahrradstellplätzen für Mitarbeiter bildet das Untergeschoss. Die Architekten haben mit großflächigen Fensterfronten gearbeitet. Das schafft ein luftiges und lichtdurchflutetes Ambiente im großzügig geschnittenen Foyer und sorgt an jedem Arbeitsplätz für reichlich Tageslicht. Die Stadt mietet damit eine zukunftsorientierte Büro-Immobilie, die auf dem aktuellen Stand der Bautechnik ist. 

Zum Unternehmen

Als größtes Parkraumunternehmen Hannovers bewirtschaftet hanova mit der union-boden sieben Innenstadtparkhäuser mit 3800 Stellplätzen, drei Stadtteilparkhäuser, vier Parkplätzen und trägt mit dem Angebot an gepflegten, preisgünstigen und zentral gelegenen Parkmöglichkeiten zur Attraktivität der hannoverschen Innenstadt bei. Damit das auch künftig so bleibt, investiert das Unternehmen auch hier in die Zukunft, modernisiert und saniert die Bestandsimmobilien und baut für die Stadt Kitas, Schulen und Gewerbeimmobilien wie das neue "Verwaltungsgebäude Öffentliche Ordnung" am Schützenplatz. Mit dem Umzug der neuen Konzernzentrale im Dezember 2016, haben union-boden und GBH die Gunst der Stunde genutzt, die Kräfte unter einer einenden Dachmarke zu bündeln und ein gemeinsames Erscheinungsbild zu entwickeln. Seit Dezember 2016 treten die Gesellschaften des Gleichordnungskonzerns als vereintes "hanova" auf.