Unterstützungsprogramm

"Schule [PLUS]" an acht hannoverschen Schulen

Am 18. Oktober haben der Niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne sowie drei Oberbürgermeister und Stadträte niedersächsischer Städte, darunter Hannovers OB Stefan Schostok, den Startschuss für "Schule [PLUS] – Programm Lebensort und Schule" gegeben. Mit dem Programm will die Landesregierung die Unterstützung von Schulen mit besonderen sozialen Herausforderungen auf eine systematische Basis stellen. 

Das Programm wird an acht Schulen in Hannover durchgeführt, darunter auch an der Grundschule Mühlenberg

"Schulen mit sozialen Herausforderungen stehen immer wieder im Fokus bildungspolitischer Diskussionen. Wir lassen die Schulen nicht allein, sondern suchen gemeinsam mit den Kommunen Wege nach einer nachhaltigen Unterstützung. Mit dem Programm 'Schule [PLUS]' erkunden wir daher jetzt einen eigenen Weg. Wir setzen dabei auf eine Soforthilfe und zusätzlich eine fundierte fachliche Analyse und suchen neue Wege der Schulentwicklung", betonte Kultusminister Grant Hendrik Tonne die Bedeutung des neuen Programms.

Die soziale Herkunft und der damit verbundene Lebensort hat nach wie vor einen ganz entscheidenden Einfluss auf den Bildungserfolg der Kinder und Jugendlichen. Schulen, die in einem schwierigen sozialen Umfeld arbeiten, unterliegen oft besonderen pädagogischen und organisatorischen Herausforderungen und benötigen ein "Plus" an konzeptioneller und materieller Unterstützung. "Wir richten deshalb für jeden Programmstandort ein Schulentwicklungsteam ein, das so unterschiedliche Qualifikationen wie die Unterrichtsberatung, die Schulpsychologie oder die Fokusevaluation bündelt. Diese Teams werden mit den Schulen einen individuell abgestimmten Plan entwickeln und Maßnahmen vorschlagen, wie mit den besonderen Herausforderungen umgegangen werden kann. Diese Maßnahmen können von mehr Personal bis hin zu mehr Freiheiten in der Unterrichtsgestaltung liegen", so der Kultusminister.

Zusammenwirken ein notwendiges Element

Die Umsetzung von "Schule [PLUS]" baut auf die Nutzung und Bündelung des bereits bestehenden Beratungs- und Unterstützungssystems des Landes. Darüber hinaus ist das Zusammenwirken des Landes mit dem kommunalen Schulträger ein wichtiges und notwendiges Element.

"Die Bildungsteilhabe aller Kinder in der Landeshauptstadt Hannover ist uns sehr wichtig. Das Programm 'Schule [PLUS]' begrüßen wir deshalb außerordentlich. Es setzt in den Stadtteilen an, in welchen andere pädagogische und organisatorische Ansätze zur Bildungsentwicklung notwendig sind, um Schülerinnen und Schülern die Freude am Lernen zu vermitteln. Das Zusammenwirken von Land und kommunalen Schulträgern belegt die gemeinsame Bildungsverantwortung. Als Stadt Hannover kennen wir die besonderen Herausforderungen, vor denen die Schulen stehen und werden das Programm aktiv unterstützen“, so Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok.

Auswahl erfolgte gemeinsam mit Schulträgern

Stefanie Ramberg, Rektorin der Grundschule Mühlenberg, mit OB Stefan Schostok und KultusministerGrant Hendrik Tonne

Die Auswahl der Schulen erfolgte im Zusammenwirken mit den kommunalen Schulträgern und schulfachlicher Bewertung durch die Niedersächsische Landesschulbehörde (NLSchB) sowie dem Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ). Ein Teil der Schulen wurde auch im Rahmen der Initiative schulische Sozialarbeit in sozialen Brennpunkten von 2017 gefördert. Die Kommunen Hannover, Salzgitter, Delmenhorst und Wilhemshaven waren als Schulträger an der Auswahl der Schulen intensiv beteiligt.

Insgesamt wird das Programm an 20 Schulen in Niedersachsen durchgeführt, darunter an acht Schulen in Hannover, sechs in Salzgitter sowie drei jeweils in Delmenhorst und Wilhemshaven. Den ausgewählten Schulen werden zu Beginn insgesamt 300 Lehrerstunden zur Verfügung gestellt. Zusätzlich stehen für das Programm weitere 75 Vollzeitlehrereinheiten sowie 25 Vollzeiteinheiten für sozialpädagogische Fachkräfte zur Verfügung, die im Rahmen des Programms zugewiesen werden können.

Die ausgewählten Schulen werden durch ein SchulEntwicklungsTeam ("SET") aus der NLSchB und dem NLQ begleitet, das auf diesen Bereich spezialisiert ist. Es wird für jede Stadt in der zuständigen Regionalabteilung der NLSchB je ein Schulentwicklungsteam gebildet. Die Kosten für das Programm belaufen sich auf rund sechs Millionen Euro, es läuft zunächst bis Schuljahresende 2019/2020.

Die Schulen in Hannover

Folgende acht Schulen in der Landeshauptstadt Hannover sind Teil des Programms:

  • Grundschule Hägewiesen
  • Grundschule Mühlenberg
  • Grundschule Tegelweg
  • Grundschule Wendlandstraße
  • IGS Badenstedt
  • IGS Vahrenheide/Sahlkamp
  • Oberschule Peter-Ustinov-Schule
  • Johannes-Kepler-Realschule