Kunst

"Winkelelemente 1981" strahlen wie neu

Die Maler- und Lackiererinnung Hannover hat in den vergangenen Wochen das Straßenkunstwerk "Winkelelemente 1981" von Günter Tollmann gereinigt und saniert. 

v.l.n.r.: Obermeister der Maler - und Lackiererinnung Ralph Sensing und Geschäftsführer Dipl. Oec. Friedrich Stöter vor dem Objekt "Winkelelemente 1981"

Mit dieser Aktion wirbt die Maler- und Lackiererinnung Hannover zu ihrem 222-jährigen Jubiläum für mehr Interesse für den Beruf des Maler- und Lackierers bei Jugendlichen und drückt ihre Verbundenheit mit der Kunst im öffentlichen Raum der Landeshauptstadt Hannover aus.

Von der Malerinnung präsentierten Malermeister Ralf Plenk, Obermeister Ralph Sensing und Geschäftsführer Dipl. Oec. Friedrich Stöter gemeinsam mit Frithjof Peters, Kunst im öffentlichen Raum-Beauftragter im Kulturbüro, am Mittwoch, 17 Oktober, ihre erfolgreichen Arbeiten.

Details der Arbeiten der Maler- und Lackiererinnung

Das lackierte Edelstahl Objekt "Winkelelemente 1981" von Günter Tollmann benötigte eine Frischzellenkur, da der alte Lack verblasst und an mehreren Stellen beschädigt war. Nach einer gründlichen Reinigung wurde die Skulptur gespachtelt und geschliffen. Anschließend wurde komplett neu lackiert.

Der Künstler und das Kunstwerk

Günter Tollmann (1926 bis 1990) absolvierte nach seiner Kriegsgefangenschaft in Frankreich eine Ausbildung als Schriftenmaler, bevor er in den Jahren 1956 bis 1959 Malerei an der "Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf" bei Ferdinand Macketanz studierte. Sein Atelier war Treffpunkt für Künstler der modernen und heutigen Kunst. Im Jahr 1967 schuf Tollmann das erste Objekt in der Kinetischen Kunst.

Die aus lackierten Edelstahl gearbeiteten "Winkelelemente 1981" veranschaulichen die langjährigen Bestrebungen ihres Schöpfers mit Objekten, die von Menschen oder vom Wind bewegt werden können.

Durch die Beweglichkeit der "Winkelelemente 1981" und deren Ausrichtung ergeben sich jeweilige neue Räume. Die Elemente symbolisieren das alte Stadttor auf dem Aegidientorplatz, das Jahrhunderte den Zugang in die Stadt von Süden (Raum Hildesheim) regelte.

Tollmann kann im Zusammenhang mit den Künstlern HAWOLI (Hans Wolf Lingemann) oder Hein Sinken genannt werden. Sinken ist dabei in Hannover mit drei Anemokinetischen Objekten I bis III präsent. HAWOLI ist mit den "drehbaren Schrauben" auf dem Georgsplatz vertreten.