UN-Dekade-Projekt

Auszeichnung für Projekt "Städte wagen Wildnis"

Das Verbundprojekt "Städte wagen Wildnis" wurde als UN-Dekade-Projekt ausgezeichnet. Im Rahmen des Wettbewerbs "Biologische Vielfalt“ werden Aktionen prämiert, die in besonderem Maße den Erhalt und die Vermittlung von biologischer Vielfalt fördern. Dr. Heino Kamieth, Leiter des Bereichs Forsten, Landschaftsräume und Naturschutz, hat die Auszeichnungsplakette am 14. März entgegengenommen.

(v.l.n.r.) Dr. Heino Kamieth, Bereichsleiter Forsten, Landschaftsräume und Naturschutz der Landeshauptstadt Hannover, Stefanie Preußer und Prof. Dr. Bruno Streit, BioFrankfurt – Das Netzwerk für Biodiversität e.V., Dr. Thomas Hartmanshenn, Gesamtprojektleiter „Städte wagen Wildnis“, Umweltamt Stadt Frankfurt, Rosemarie Heilig, Umweltdezernentin, Dr. Christiane Paulus, Leiterin Unterabteilung Naturschutz im BMUB, Peter Dommermuth, Leiter des Umweltamts der Stadt Frankfurt sowie Dr. Christiane Frosch und Pia Ditscher, beide BioFrankfurt.

Mit dem Projekt "Städte wagen Wildnis" wird in den drei beteiligten Städten – Frankfurt, Dessau und Hannover – die Artenvielfalt in der Stadt und das Naturerleben vor der Haustür gefördert. In Hannover liegen elf ganz unterschiedliche Projektgebiete über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Zu diesen "Wildnis-Gebieten" gehören unter anderem die Grünzüge am Lindener Berg und entlang der Fösse, zwei Flächen in der Eilenriede, eine kleine Grünfläche hinter der Haltestelle "Am Mittelfelde" und eine große ehemalige Industriebrache in Stöcken.

Wildnis als Oase für Stadtbewohner

"Start war im Jahr 2016. Seitdem darf sich in den Projektgebieten Stadtwildnis entwickeln – mal mehr, mal weniger wild – aber immer spannend", betont Dr. Kamieth. Die Leibniz Universität begleitet die Maßnahme mit ökologischen Untersuchungen. Für alle Einwohnerinnen und Einwohner werden mehrmals im Jahr verschiedene "Wildnis-Veranstaltungen" angeboten, bei denen Kinder und Erwachsene spielerisch und mit allen Sinnen die neue Stadtwildnis kennenlernen und erkunden können. 

"Die Wildnisflächen sollen sich nicht zu abgeschotteten Naturschutz-Reservaten entwickeln, sondern zu grünen Oasen in denen die Menschen mitten in der Stadt die Schönheit der Artenvielfalt sehen und erleben können", erläutert Dr. Heino Kamieth vom Fachbereich Umwelt und Stadtgrün. Hannover leiste so einen wichtigen Beitrag zum Erhalt von Naturflächen und zur Förderung der biologischen Vielfalt.

UN-Dekade für die biologische Vielfalt

Ausgezeichnet als UN-Dekade-Projekt.

In Deutschland startete die UN-Dekade im Jahr 2011 und wird bis 2020 im Auftrag von und in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesumweltministerium (BMUB) und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) von der Geschäftsstelle der UN-Dekade umgesetzt. Zentrales Instrument der deutschen UN-Dekade-Aktivitäten ist der UN-Dekade-Wettbewerb. Jede Woche wird ein Projekt ausgezeichnet, das sich in besonderer Weise für die Erhaltung, Nutzung oder Vermittlung der biologischen Vielfalt einsetzt. Weitere Informationen zur UN-Dekade Biologische Vielfalt sind unter www.undekade-biologischevielfalt.de zu finden.

Das Projekt "Städte wagen Wildnis" wird vom Bundesumweltministerium begleitet und vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) über fünf Jahre (von 2016 bis 2021) gefördert. Es ist Teil der kommunalen Biodiversitätsstrategie, die die Landeshauptstadt Hannover seit Jahren erfolgreich verfolgt. Lebensräume sollen geschützt und Artenvielfalt in der Stadt soll gefördert werden. 2011 hat die Stadt im Rahmen eines Wettbewerbs die Auszeichnung "Bundeshauptstadt der Biodiversität" erhalten. Hannover ist seit 2012 auch Mitglied im Bündnis "Kommunen für biologische Vielfalt". Weitere Informationen unter www.staedte-wagen-wildnis.de oder www.hannover.de/staedte-wagen-wildnis.