Eröffnung

Stadtteilzentrum Stöcken eröffnet

Stadtteilkultur, Stadtteilladen und Leckerhaus unter einem Dach: Das Stadtteilzentrum Stöcken hat am Donnerstag, 16. September, seine offizielle Eröffnung gefeiert. Nach Grußworten von Oberbürgermeister Belit Onay und Bernd Janischowsky, stellvertretender Bezirksbürgermeister Herrenhausen-Stöcken, überreichte Baudezernent Thomas Vielhaber symbolisch das Haus an Kulturdezernentin Konstanze Beckedorf.

 

Stadtteilzentrum Stöcken

"Stadtteilkultureinrichtungen sind wichtige Orte der Begegnung im Stadtteil. Sie stehen allen Menschen offen, unterstützen den gesellschaftlichen Zusammenhalt und fördern bürgerschaftliches Engagement. Es ist gut, dass die Stadtteilkultur in Stöcken nun wieder ein festes Zuhause hat, unter einem Dach mit den Einrichtungen des Vereins Soziales Netzwerk Stöcken e. V.", betonte der Oberbürgermeister die sozial-kulturelle Bedeutung des Neubaus.

Bernd Janischowsky wies auf das umfangreiche Beteiligungsverfahren hin: "Neben den Bürger*innen und Nutzer*innen war auch die Ortspolitik stets in den Entstehungsprozess eingebunden. Bereits im Architekturwettbewerb waren neben der Fachjury Vertreter*innen der Sanierungskommission, aus Bezirksrat und Rat sowie der drei Einrichtungen beteiligt. Das Stadtteilzentrum ist Treffpunkt für die Einwohner*innen. Hier schlägt das Herz von Stöcken."

"Die heute hier sichtbare besondere Architektur ist das Ergebnis eines Wettbewerbs. Das Gebäude bietet Offenheit und schöne Räume. Die Nutzungen sind klug organisiert, und es entstand ein echtes architektonisches Merkzeichen in der Mitte Stöckens, das die gesamte Stadtteilmitte aufwertet", hob Baudezernent Vielhaber die markante Architektur hervor.

Kulturdezernentin Beckedorf ergänzte: "Unsere strategische Ausrichtung für die Stadtteilkultur, Einrichtungen und Angebote für die Stadtteilbewohner*innen unter einem Dach zu vereinen, die kulturellen Bedarfe im Stadtteil zu erforschen und mit den Menschen gemeinsam weiter zu entwickeln, lässt sich an diesem Ort bereits erkennen. Wir freuen uns auf ein inspirierendes Miteinander und laden alle herzlich ein, dabei zu sein."

Im neuen Stadtteilzentrum Stöcken finden die städtische Stadtteilkultur, der Stadtteilladen und das Leckerhaus einen Veranstaltungssaal mit 170 Sitzplätzen sowie jeweils eigene Gruppen- und Büroräume vor. Seit der formalen Fertigstellung des Neubaus Ende Juli 2021 konnten bereits erste Veranstaltungen stattfinden.

Im Stadtteilzentrum Stöcken umfasst das Angebot Theaterabende und Workshops, Rad- und Wandertouren, Kreatives und Naturverbundenes, es gibt Lesecafés und mehrsprachige Nachbarschaftshilfe, ein Sonntagscafé, einen kostenlosen Mittagstisch für Kinder und vieles mehr. 

Zum Gebäude

Bauherrin ist die Landeshauptstadt Hannover, die Wettbewerbsteilnahme erfolgte durch das Architekturbüro AllesWirdGut, Wien. Die Planung und Bauleitung lag bei den Architekturbüros Formation A, Berlin, und VoMA, Wetter/Ruhr. Baubeginn war im Juni 2017, Fertigstellung im März 2021, die Übergabe zur Nutzung im Juli 2021. Die Baukosten betragen für Hochbau und technische Gebäudeausrüstung rund 4,5 Millionen Euro.

Das neue Stadtteilzentrum verfügt über viele Besonderheiten und eine interessante Raumgeometrie. Der Haupteingang ist zum Stöckener Markt orientiert. Er erschließt das gemeinsame Foyer, von dem aus die einzelnen Einrichtungen des Stadtteilzentrums begehbar sind. Jede Nutzungseinheit hat auch noch einen Neben- beziehungsweise Notausgang.

Der Neubau erhielt hochwertige Komponenten aus der Passivhausbauweise wie die hochqualitative Dämmung von Außenwänden, Dach und Bodenplatte und zwei Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung im Bereich Saal und Gruppenräume.

Durch die günstige Lage der Dachlaternen im neuen Stadtteilzentrum erhöht sich der Südfensteranteil in den Bereichen, die sonst wenig Licht erhalten und fördern darüber hinaus aufgrund ihrer Geometrie und Höhe eine positive Raumluftzirkulation. Die Dachfläche wurde für die Installation einer Photovoltaikanlage statisch vorbereitet.

Alle Hauptzugänge zum Gebäude sind ebenerdig und barrierefrei. Die Eingeschossigkeit ermöglicht ganz ohne Treppen und Aufzug allen Besucher*innen und Mitarbeiter*innen des Stadtteilzentrums einen leichten und direkten Zugang zu allen integrierten Einrichtungen. Die Zugänglichkeit der Bühne wird durch eine rollstuhlgerechte Rampe gewährleistet. In ausreichender Anzahl sind rollstuhlgerechte WC-Anlagen im Foyer und in jeder einzelnen Nutzungseinheit vorhanden. Ausbau, Ausstattung und die Gestaltung von Oberflächen erfüllen ebenso wie die akustischen und lichttechnischen Maßnahmen die Anforderungen an die vorgeschriebenen integrativen Standards. Um im Sinne der Inklusion auch Hörgeschädigten die Möglichkeit zu geben, Veranstaltungen und Kurse in guter Qualität zu verfolgen, wurde im Saal die Akustik optimiert.

Bauliche und technische Gebäudeausstattung

Die Außenwände des Massivbaus wurden als zweischalige Konstruktion mit Sichtmauerwerk hergestellt. Der gewählte Dachbelag korrespondiert mit dem Fassadenmaterial und verleiht dem Haus einen lebendig monolithischen Charakter. Die Decken des Hauses wurden im Wesentlichen als Betondecken ausgeführt, um das Konzept und die spannende interessante Raumgeometrie der sich verschneidenden Dächer auch im Inneren erlebbar zu machen.

Die Fenster wurden weitestgehend als Elemente aus einem festverglasten Teil und einem Öffnungsflügel in Holz ausgeführt. So wird die natürliche Belüftung in allen Räumen gewährleistet. Elektronisch gesteuerte Markisen bieten sommerlichen Wärmeschutz. Die Lüftung ist geteilt in zwei Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung (Saal, Foyer, Gruppenräume) und zwei Anlagen mit reiner Abluft in den Bürobereichen.

Stadtteilzentrum Stöcken

Das neue Stadtteilzentrum in Stöcken: Stadtteilkultur, Stadtteilladen und Leckerhaus unter einem Dach.

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