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11.06.2012

OB Weil zur dezentralen Unterbringung von Flüchtlingen

Hannover hält am Konzept fest, Flüchtlinge dezentral unterzubringen. OB Weil wirbt zudem um einen besonnenen Umgang mit dem Thema.

OB Weil zur Flüchtlingspolitik der Stadt Hannover.
© Landeshauptstadt Hannover - Neue Medien

OB Weil zur Flüchtlingspolitik der Stadt

Die Landeshauptstadt Hannover hält nach den Worten von Oberbürgermeister Stephan Weil angesichts wieder zunehmender Flüchtlingszahlen an dem Konzept fest, diese möglichst dezentral unterzubringen. Dieses Konzept habe sich in der Vergangenheit bewährt, betont Weil in seiner jüngsten Videobotschaft auf www.hannover.de. Feststellbar sei eine merkliche Zunahme der Flüchtlingszahlen, auch wenn diese deutlich geringer sei als in den 1990er Jahren. „Und wir stellen fest, dass in vielen Stadtteilen, wo diese Flüchtlinge untergebracht werden sollen, Sorgen entstehen, Fragen an die Stadtverwaltung gerichtet werden“, erklärt der Oberbürgermeister. „Diese Sorgen kann ich vernünftig und ruhig beantworten dahingehend, dass wir tatsächlich bei allen Unterbringungen von Flüchtlingen im Stadtgebiet in den letzten Jahren durchweg gute Erfahrungen gemacht haben, dass es keine Probleme gegeben hat.“

Diese hänge auch mit dem Konzept zusammen, die Flüchtlinge nicht in eine zentrale riesige Unterkunft zu bringen. „Es gibt größere Unterkünfte für Menschen, die frisch nach Hannover gekommen sind und sich erst einmal zurechtfinden müssen. Es gibt dann kleinere Gruppen für diejenigen, die schon länger da sind. Und schließlich versuchen wir, so viele wie möglich in Wohnungen unterzubringen. Das heißt, wir verfolgen eine sehr dezentrale Politik der Flüchtlingsunterbringung“, erläutert Weil.

Der Oberbürgermeister appelliert deshalb, sich „sich sehr vernünftig, sehr ruhig mit der Situation auseinander zu setzen“, wenn der eigene Stadtteil betroffen sei. „Und ich freue mich sehr, wenn – wie jetzt in Ricklingen – tatsächlich auch aus dem Stadtteil heraus Nachbarschaftsangebote gemacht werden“, betont der OB und erinnert daran, dass „vor noch gar nicht vielen Jahrzehnten es Deutsche waren, die sich in derselben Situation befunden haben wie heute Menschen aus Afghanistan oder dem Irak, die ihre Heimat verlassen mussten und sich in einer ganz und gar neuen Umgebung zurecht finden müssen. Das ist damals nicht einfach gewesen – daran können sich viele alte Menschen in Hannover noch erinnern. Und wir sollten es den Menschen, die heute nach Hannover kommen, so einfach wie möglich machen, bei uns sich einzugliedern.“

Derzeit sind rund 570 Flüchtlinge in den verschiedenen Einrichtungen (Wohnheime und Wohnungen) verteilt über das Stadtgebiet Hannovers untergebracht. Nach der durch das Land Niedersachsen festgelegten Quote muss die Landeshauptstadt im laufenden Jahr 465 Flüchtlinge unterbringen, die von der zentralen Anlaufstelle in Braunschweig zugewiesen werden. Knapp die Hälfte davon ist bereits nach Hannover gekommen. Über die Quote hinaus melden sich in der Landeshauptstadt monatlich weitere etwa 10 bis 20 Personen, die untergebracht werden müssen.

Laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge liegt die Zahl der Asylanträge bundesweit im ersten Quartal 2012 rund 17 Prozent höher als im Vergleichszeitraum 2011. Es ist somit möglich, dass die durch die Stadt Hannover zu erfüllende Quote im laufenden Jahr noch erhöht wird.

Video-Download

OB Weil zur dezentralen Unterbringung von Flüchtlingen