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OB Onay: "Hannover sagt Nein zu Gewalt an Frauen"

Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen übernimmt Oberbürgermeister Belit Onay die Schirmherrschaft des Orange Day in Hannover. Der OB sagt klar:"Nein zu Gewalt an Frauen!". Gerade in der schwierigen Zeit der Corona-Pandemie sind betroffene Frauen besonders gefährdet.

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Zudem wird in diesem Jahr erstmals das Neue Rathaus im Rahmen des Orange Day illuminiert. Oberbürgermeister Belit Onay übernimmt für die Aktion die Schirmherrschaft.

"Seit vielen Jahren engagiert sich die Landeshauptstadt Hannover bei diesem wichtigen Thema. Häufig steht dabei häusliche Gewalt im Fokus und gerade in dieser schwierigen Zeit des Lockdowns während der Corona-Pandemie sind betroffene Frauen besonders gefährdet. Kommunen haben immer auch eine Vorbildfunktion – dieser Verantwortung wollen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten gerecht werden. Die Schirmherrschaft für den Orange Day habe ich daher gerne übernommen und sage im Namen der Landeshauptstadt Hannover ganz klar und deutlich Nein zu Gewalt an Frauen", verdeutlicht Oberbürgermeister Belit Onay seine klare Haltung.

In Solidarität mit Betroffenen und um Aufmerksamkeit für dieses wichtige Thema zu schaffen, wird Hannover am Aktionstag in oranges Licht getaucht. 16 markante Gebäude in der Landeshauptstadt werden angestrahlt und teilweise von einem ebenfalls orange beleuchteten Autokonvoi passiert – darunter auch das Neue Rathaus. Dieser Orange Day und die Illuminationen werden von den hannoverschen Soroptimist International Clubs organisiert.

Zusätzlich dazu werden initiiert vom Referat für Frauen und Gleichstellung, vom 23. bis zum 29. November vor dem Neuen Rathaus Flaggen der Organisation TERRE DES FEMMES mit dem Slogan "frei leben – ohne Gewalt" gehisst. Am Steintor machen in Kooperation mit Violetta e.V., der Fachberatungsstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und jungen Frauen, die Fahnen der Initiative "Kein Raum für Missbrauch" auf unterschiedlichste Formen von Gewalt gegenüber Mädchen und Frauen aufmerksam.

"Gerade in der aktuellen Situation der Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen, ist es besonders wichtig häusliche Gewalt als gesamtgesellschaftliches Problem im Blick zu haben. Es geht nicht nur um die Unterstützung und die Information von Betroffenen, sondern auch um die Sensibilisierung aller. Nur so kann eine Gesellschaft erfolgreich Gewalt an Mädchen und Frauen entgegentreten", erläuterte Friederike Kämpfe, Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Hannover.

Der von den Vereinten Nationen bestimmte Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen hat die allgemeine Stärkung von Frauenrechten zum Ziel und strebt ein gewaltfreies, gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Leben für Mädchen und Frauen weltweit an. Er geht auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal in der Dominikanischen Republik zurück. Sie wurden am 25. November 1960 vom Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet, weil sie sich gegen die Diktatur Trujillos gewehrt hatten. Der Mut der drei Frauen wird jährlich durch den Gedenktag gewürdigt.