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Bühnen

Salome

Richard Strauss' Musikdrama über die Prinzessin Salome, die sich zur Symbolgestalt einer Femme fatale entwickelte, ist im Opernhaus zu sehen.

Vamp, Femme fatale, erotisches Monstrum – solche Klischees bestimmen bis heute das Bild der Titelfigur Salome, die zum Inbegriff der männermordenden, in sexuellen Abirrungen befangenen Bestie und gleichzeitig zum Symbol einer décadence wurde. Nach eines Inszenierung von Ingo Kerkhof feierte die Oper am 18. November Premiere im Opernhaus Hannover.

Handlung

Als Ziel moralischer und religiöser Entrüstung und als Objekt der Begierde gleichermaßen hat es die judäische Königstochter zu einer Prominenz gebracht, die sich in den künstlerischen Gestaltungen ihrer Geschichte über die Jahrhunderte widerspiegelt. Salome wurde so zur Legende, in der sich die aktuellen Konflikte der jeweiligen Zeit niederschlugen.

Aber erst durch Oscar Wildes 1892 entstandenen Einakter wurde die Prinzessin zur Symbolgestalt eines morbiden und nach Schönheit und Luxus gierenden "Fin de Siècle" – und zum Sprachrohr der Sehnsucht nach Sinnlichkeit inmitten einer in Konventionen erstarrten und faulenden Gesellschaft. 

Hintergrund und Entstehung

Nach seinen zwei Opernerstlingen gelang Strauss mit "Salome" der große Wurf, mit dem er Theatergeschichte geschrieben hat. Die Sprache Wildes, die geradezu nach Musik schreit, eröffnete Strauss neue Ausdrucksmittel. In der "Salome" wird die Gesangsstimme zu einem Teil des Orchesters, und die Musik liefert ein Psychogramm der Bühnenfiguren. Das eigentliche Drama vollzieht sich im Inneren dieser Figuren. 

Der Komponist betonte die Keuschheit und Würde der Hauptfigur. Den Dirigenten gab er den Rat, die Musik so zu dirigieren, als wäre es "Elfenmusik" von Mendelssohn. In einem der vielleicht am meisten missverstandenen Werke der Operngeschichte gilt es, das innere Drama der jungen Prinzessin, die aus einer deformierten Welt ausbrechen will, neu zu entdecken.

Termin(e): 22.12.2017 
von 19:30 bis 21:10 Uhr
07.01.2018 bis 08.01.2018
von 16:00 bis 17:40 Uhr
03.02.2018 bis 04.02.2018
von 19:30 bis 21:10 Uhr
Ort

Opernhaus Hannover

  • Opernplatz
  • 30159 Hannover
Preise:
20,00 € - 69,50 €
Vorverkauf: