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Wissenschaft & Wirtschaft

Technik-Salon: Shared Space

Die "Lenkung und Selbstorganisation im geteilten Verkehrsraum" ist das Thema des Technik-Salons am 17. Januar in der Leibniz Universität.

Wer sagt eigentlich, dass Straßen in erster Linie der Fortbewegung dienen? Und nicht ebenso dem Aufenthalt, dem Bummeln, Schauen, Verweilen? Diese Idee ist unseren modernen Städten abhanden gekommen. Dort sind die Straßen für den Verkehr optimiert, für den maximalen Durchsatz bei möglichst hoher Sicherheit. Erreicht wird das durch die Trennung der Mobilitätsformen (Fußgänger, Radfahrer, KFZ) und die strikte Regulierung, wer wann wo unbehelligt Vorrang hat.

Lebendige Straße

Die Vorstellung lebendiger Straßen verbindet sich indessen mit Eindrücken aus dem Süden: aus dem Mittelmeerraum, aus Asien, Afrika, Südamerika. In diesen Straßen herrscht ein scheinbar regelloses Gewimmel und Gewusel, es ist geschäftig, vielfältig, ereignisreich, gleichermaßen strapaziös und entspannt. Man arrangiert sich.

Shared Space

So sahen unsere Städte auch mal aus. Noch zu Beginn des automobilen Zeitalters mussten sich Fußgänger, Radfahrer, Pferdefuhrwerke und die ersten Autos den öffentlichen Raum teilen. Heute setzen Stadt- und Verkehrsplaner mit Konzepten wie "Shared Space" genau dort wieder an. Sie verzichten auf Bordsteine, Ampeln und Verkehrszeichen und wollen so ein rücksichtsvolles Verhalten im gemeinsamen Verkehrsraum erzeugen.

Verkehrsraum wird zum Lebensraum

Modellversuche zeigen, dass dies nicht gleich zur Anarchie im Straßenverkehr führt. Im Gegenteil: Sobald der Mensch als vermeintlich schwächster Verkehrsteilnehmer in den Mittelpunkt gestellt wird, erhöht sich die Aufmerksamkeit aller. Ein Verkehrsraum – in diesem Sinne umgestaltet – wird zum Lebensraum.

Lenkung und Selbstorganisation im geteilten Verkehrsraum

Im Technik-Salon am 17. Januar im Klaus Fröhlich Hörsaal (B 302) im Hauptgebäude der Leibniz Universität befassen sich Monika Sester, Geoinformatikerin an Leibniz Universität Hannover, Klaus Goedejohann, Bürgermeister der Gemeinde Bohmte, und Wolfgang Haller, Verkehrsplaner aus Hannover, mit der Lenkung und Selbstorganisation im geteilten Verkehrsraum.

Über den Technik-Salon

Der Technik-Salon ist ein Kulturpodium für Technik an der Leibniz Universität Hannover. Seine rund zwanzig Veranstaltungen im Jahr eröffnen vielfältige Blicke auf Technik in Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft, Kunst und Kultur, Arbeit und Freizeit, Geschichte, Gegenwart und Zukunft. Die Veranstaltungen sind öffentlich und wenden sich auch das interessierte Stadtpublikum. Eine Voranmeldung ist - außer zu Exkursionen und Besichtigungen - nicht erforderlich. Getragen wird der Technik-Salon von der Leibniz Universität und deren ingenieurwissenschaftlichen Fakultäten, von einer Reihe von Kooperationspartnern und einem Förderverein.

Termin(e): 17.01.2019 ab 19:00 Uhr
Ort

Leibniz Universität Hannover

  • Welfengarten 1
  • 30167 Hannover
Preise:
Eintritt 4,00 €
Personen unter 25 Jahren Eintritt frei

Veranstaltungsort ist der Klaus Fröhlich Hörsaal (B 302) im Hauptgebäude der Leibniz Universität im Welfengarten 1 A.