HANNOVER.DE | Das offizielle Portal der Region und der Landeshauptstadt Hannover

Zuletzt aktualisiert:

Lesungen & Vorträge

Vortrag: Warum wir Utopien brauchen

Paul Bartsch, Medienpädagoge und Erziehungswissenschaftler, sucht am 17. Oktober im Medienhaus Hannover Antworten auf die Frage, warum wir Utopien brauchen und wo ihre Potenziale, aber auch ihre Grenzen liegen.

"Weltuntergang oder ideale Gesellschaft – Warum wir Utopien brauchen" lautet der vollständige Titel des Vortrags von Prof. Dr. Paul D. Bartsch. Denn auch bzw. gerade wenn man fest mit beiden Beinen auf der Erde steht, kann man den Kopf hoch in den Himmel recken und zwischen den Wolken nach Ausblicken auf Sonne, Mond und Sterne hoffen …

Zwischen Dystopie und dem Prinzip Hoffnung

Utopisches Denken begleitet die Menschheit seit zweieinhalbtausend Jahren: Das reicht vom idealen Staat Platons über die Insel Utopia des Thomas Morus bis zu den großen Dystopien des 20. Jahrhunderts und den ökotopischen Entwürfen für das 21. Jahrhundert. Dabei meint Utopie keineswegs (nur) den Blick in die Glaskugel einer fernen Zukunft. Vielmehr braucht gerade die Gegenwart angesichts aktueller Herausforderungen (von denen die Digitalisierung nur eine darstellt) eine Perspektive, die aus der kritischen Reflexion des Gewesenen das Denkbare entstehen lässt, und zwar in seiner Ambivalenz zwischen dystopischer Warnung und dem "Prinzip Hoffnung". 

Der Referent

Paul D. Bartsch, Jahrgang 1954, ist Literaturwissenschaftler, Medienpädagoge und Professor für Erziehungswissenschaft an der Hochschule Merseburg. Daneben ist der inzwischen mehrfache Großvater seit vier Jahrzehnten als Liedermacher unterwegs, um die Hoffnungsfülle der Utopien mit der Holzgitarre gegen virtuelle Illusionen und digitale Sounds zu verteidigen.

Termin(e): 17.10.2018 
von 20:00 bis 22:00 Uhr
Ort

Medienhaus Hannover e.V.

  • Schwarzer Bär 6
  • 30449 Hannover

Eintritt frei.