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Naturschauspiel 2018

Totale Mondfinsternis über Hannover

Am 27. Juli ist es soweit: Der Schatten der Erde fällt auf den Vollmond und erzeugt eine totale Mondfinsternis. Das Naturschauspiel lässt sich im gesamten deutschsprachigen Raum beobachten.

Mond © Benjamin Knispel

Blick auf den Mond

Entstehung einer Mondfinsternis

Mondfinsternisse entstehen, wenn der Mond durch den Schatten der Erde läuft. Dies ist nur bei Vollmond möglich, tritt aber nicht bei jedem Vollmond auf, da die Mondbahnebene gegen die Erdbahnebene geneigt ist. Nur wenn der Vollmond nah der Verlängerung der Linie Sonne-Erde steht, kann er durch den Schatten der Erde laufen. Durchläuft der Mond den Kernschatten der Erde hinreichend zentral (zuletzt am 28. September 2015), so ereignet sich eine totale Mondfinsternis, bei der der Vollmond zur Mitte der Finsternis vollständig im Kernschatten der Erde steht.

Ablauf der Mondfinsternis

Phase Uhrzeit
Eintritt des Mondes in den Halbschatten 19:14 Uhr
Eintritt des Mondes in den Kernschatten 20:25 Uhr
Mondaufgang 21:02 Uhr
Beginn der Totalität 21:31 Uhr
Mitte der Finsternis 22:22 Uhr
Ende der Totalität 23:14 Uhr
Austritt des Mondes aus dem Kernschatten 00:20 Uhr
Austritt des Mondes aus dem Halbschatten 01:31 Uhr

(Quelle: www.der-mond.org)

Der so genannten Blutmond

Während der Finsternis bleibt der Mond sichtbar, verfärbt sich aber deutlich braun-rot. Ursache dafür ist die irdische Atmosphäre, die einen Teil des Sonnenlichts in den Kernschatten lenkt und den blauen Anteil im Gegensatz zum roten Anteil herausstreut. Aus Sicht eines Beobachters auf der Mondoberfläche steht zur Finsternismitte die Erde vor der Sonne und ist von einem diffusen roten Ring (der Atmosphäre) umgeben. Der fiktive Beobachter sieht gewissermaßen einen Sonnenuntergang rund um die gesamte Erde. Bereits während der partiellen (teilverfinsterten Phase) kann die rötliche Verfärbung des Monds im Kernschatten leicht mit bloßem Auge, Ferngläsern oder Teleskopen beobachtet werden. Der Aufenthalt des Monds im Halbschatten der Erde hingegen ist eher unauffällig und die Verdunklung wird erst in der Nähe zum Kernschatten deutlich.

Beobachtung

Mondfinsternisse gehören aufgrund ihres Farbenspiels mit zu den eindrucksvollsten Naturereignissen. Im Gegensatz zur Sonnenfinsternis sind bei der Beobachtung der Mondfinsternis keine Schutzbrillen oder Schutzausrüstung notwendig. Auch zum Fotografieren der Mondfinsternis ist kein besonderes Equipment von Nöten, bereits mit handelsüblichen Smartphones und Digitalkameras lässt sich das Naturschauspiel sehr gut festhalten.