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Unwetter

Tipps bei Hochwasser in Hannover

Zuletzt rollte 1946 ein Jahrhundert-Hochwasser durch Hannover, die Leine stieg auf bis zu 6,44 Meter (normal: ca. 1,50 Meter) und setzte Straßenzüge bis zu drei Meter unter Wasser. Eine Wiederholung ist nicht ausgeschlossen.

Beete und Rasenfläche eines Kleingartens stehen unter Wasser © Landeshauptstadt Hannover

Überschwemmter Kleingarten

Die vorhandenen Schutzeinrichtungen halten Hochwassersituationen wie in den Jahren 1947, 1981 und 2003 stand. Potenzielle Gefahrenpunkte sind bekannt und im Alarmplan der Feuerwehr entsprechend berücksichtigt. Aber: Einen hundertprozentigen Schutz, beispielsweise vor einem Hochwasser wie im Jahr 1946, gibt es nicht. Hinweise vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe für den Fall der Fälle finden Sie hier.

Vor dem Hochwasser

Informieren
Aktuelle Wettermeldungen und Hochwasserwarnungen über Rundfunk, Internet oder Videotext verfolgen.

Vorsorgen
Sich frühzeitig Gedanken machen über:

  • die Versorgung Kranker oder Hilfebedürftiger. Kann man diese Personen rechtzeitig aus der Gefahrenzone evakuieren. Wohin?
  • die Evakuierung von Haustieren.
  • die Möglichkeiten, sich mit Nachbarn oder anderen zu besprechen, wenn Telefon und Mobilfunk ausfallen. Mit Nachbarn Not- und Gefahrenzeichen absprechen.
  • die "Rollenverteilung" für den Notfall. Wer macht was?

Vorbereitungen

  • Sandsäcke, Schalbretter, wasserfeste Sperrholzplatten und Silikon besorgen.
  • Sicherstellen, dass gefährliche Stoffe oder Chemikalien nicht vom Wasser erreicht werden können.
  • Wertvolle Möbel oder Geräte wie Computer etc. in die oberen, hochwassergeschützten Räume bringen.
  • Heizöltank gegen den Auftrieb durch das Wasser sichern, indem man ihn z. B. an der Wand verankert oder mit Ballast beschwert.
  • Ausreichend Lebensmittel und Trinkwasser besorgen, außerdem ein batteriebetriebenes Radio oder ein Kurbelradio, eine Taschenlampe, einen Campingkocher und eine Campingtoilette. Tasche mit den wichtigsten Dokumenten bereithalten. An Insektenschutzmittel denken, falls nach Rückgang des Hochwassers Mücken und andere Schädlinge ins Haus kommen.

Während des Hochwassers

Im Haus

  • Ruhe und Besonnenheit bewahren. Prüfen, die Vorsorgemaßnahmen ausreichen.
  • Kellerräume ausräumen, in die Grundwasser eindringen kann oder die volllaufen können.
  • Fenster und Türen sowie Abflussöffnungen abdichten.
  • Elektrische Geräte und Heizungen in Räumen, die volllaufen können, abschalten. An die Stromschlaggefahr denken. Den Strom gegebenenfalls komplett ausschalten (Sicherung raus).
  • Rückstauklappen im Keller überprüfen.

Im Auto

  • Das Auto rechtzeitig aus gefährdeten Garagen oder von Parkplätzen fahren.
  • Achtung! Tiefgaragen können bei Hochwassergefahr zu tödlichen Fallen werden.
  • Nicht durch überflutete Straßen fahren. Wasser im Motorraum macht viel kaputt. Der Katalysator mit einer Betriebstemperatur von 700 Grad Celsius zerspringt bei plötzlicher Abkühlung durch Wasser.
  • Das Fahrzeug abschleppen lassen, wenn es bis über die Räder im Wasser steht.

Helfen/Richtiges Verhalten

  • Anderen helfen, sich selbst aber nicht in Gefahr bringen.
  • Kinder vor Eintritt der Gefahr aus dem Überschwemmungsgebiet in Sicherheit bringen.
  • Fahren Sie wegen der Wellenbildung und der Gefahr von Unterwasserhindernissen nicht in überflutenden Gebieten mit Booten oder anderen Fahrzeugen unnötigerweise "spazieren".
  • Uferbereiche wegen der Gefahr von Unterspülungen oder Abbrüchen nicht betreten. Überflutete oder teilüberflutete Straßen dürfen nicht befahren werden.
  • Anweisungen und Absperrungen der Einsatzkräfte beachten.

Nach dem Hochwasser

Abpumpen/Trocknen

  • Mit den Abpumparbeiten im Haus erst beginnen, wenn man sicher ist, dass der Grundwasserspiegel ausreichend gesunken ist. Vorsicht, ansonsten könnte die Bodenwanne des Hauses beschädigt werden.
  • Wasserreste und Schlamm aus dem Haus räumen.
  • Die Räume trocknen so schnell es geht, um Bauschäden oder Schimmel zu vermeiden. Heizgeräte für das Trocknen nutzen, diese können gemietet oder ausgeliehen werden.

Sachschäden

  • Eine Bestandsaufnahme machen und die Schäden für die Versicherung fotografieren.
  • Die Elektrik, Heizöltanks und in besonderen Fällen die Baustatik vom Fachmann überprüfen lassen.

Schadstoffe/Müllbeseitigung

  • Wenn Schadstoffe wie Farben, Lacke, Pflanzenschutzmittel, Benzin, Öl etc. freigesetzt wurden, die Feuerwehr rufen.
  • Schmutzige, kaputte Möbel und verdorbene Lebensmittel gehören nicht einfach in den Hausmüll, sondern müssen fachgerecht entsorgt werden.
  • Kein Obst, Gemüse und Salat aus überschwemmten Gebieten essen. Bei mit Schadstoffen (z. B. Öl) verunreinigten Gärten oder Feldern das Landratsamt oder das Amt für Landwirtschaft verständigen.

Informationen über Unwetter und Verkehrsbehinderungen

Der Deutsche Wetterdienst veröffentlicht laufend aktuelle Hinweise und Warnungen unter: www.dwd.de.

Die Katwarn-App für das Smartphone: Katwarn ist ein kostenloser Service für offizielle Warninformationen und steht kostenlos für iPhones, für Android Phones und für Windows Phones in den jeweiligen App-Shops zur Verfügung. Weitere Infos zu Katwarn sind über www.katwarn.de erhältlich.

Die Nahverkehrsanbieter in der Region informieren über die aktuelle Verkehrssituation unter
üstra: www.uestra.de
GVH: www.gvh.de

Aktuelle Bahnhofsabfahrtstafeln sind unter reiseauskunft.bahn.de/bin/bhftafel.exe/dn?ld=15091&country=DEU&rt=1& zu finden.