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Ratgeber

Collage mit Bildern aus Hannovers Stadtgeschichte. © Zum Hohen Ufer 2014

Hannovers Geschichte von 1924 bis 1938 – zu sehen in der Station Waterloo.

Historische Wandtafeln

Hannover von 1924 bis 1938

Vom "Kommißbrot" bis zum Meistertitel von Hannover 96: Eine von 16 historischen Wandtafeln in der Station Waterloo zeigt Bilder aus den Jahren 1924 bis 1938 - hier ist die entsprechende Chronik.

Das Jahr 1924

Der Rundfunksender Hannover nimmt seinen Betrieb auf. Die Maschinenfabrik Hanomag bringt den als "Kommißbrot" bekannten Kleinwagen heraus.

Das Jahr 1925

Wahl des hannoverschen Ehrenbürgers Paul von Hindenburg zum Reichspräsidenten. Der Philosoph Theodor Lessing im Prager Tagblatt: "Leider zeigt die Geschichte, daß hinter einem Zero [einer Null] immer ein künftiger Nero verborgen steht."

Das Jahr 1927

Am Steintor wird das Anzeiger-Hochhaus errichtet, eines der ersten Hochhäuser Deutschlands. Mit seiner 12 m hohen, grünen Dachkuppel wird es schnell ein bekanntes Wahrzeichen der Stadt.

Das Jahr 1928

Einweihung der Hindenburgschleuse. Der Mittellandkanal ist bis Peine in Betrieb. Der Schloss- und Gartenbezirk Herrenhausen, die Eisenbahnersiedlung Leinhausen und das Kloster Marienwerder werden eingemeindet. Der Flugplatz auf der Vahrenwalder Heide wird offiziell als Verkehrsflughafen genehmigt.

Das Jahr 1930

Das turmartige Gebäude des Capitol-Hochhauses, welches der Stilrichtung der expressionistischen Architektur zugerechnet wird, entsteht nach Plänen des Architekten Friedrich Hartjenstein.

Das Jahr 1931

Der Neubau für die Stadtbibliothek an der Hildesheimer Straße wird nach Plänen von Karl Elkart fertiggestellt. Es ist der erste Bibliotheksturmhausbau in Europa.

Das Jahr 1932

In Hannover leben etwa 440.000 Menschen. Infolge der Weltwirtschaftskrise sind über 62.000 Erwerbsfähige auf Unterstützungsmaßnahmen angewiesen.

Das Jahr 1933

Machtergreifung der Nationalsozialisten. Verfolgung und Ermordung von Demokraten und Kommunisten. Verbot der unabhängigen Presse. Besetzung des Gewerkschaftshauses an der Goseriede. Berufsverbote, antijüdischer Boykott und Bücherverbrennung. Theodor Lessing wird im Exil in Marienbad ermordet. Der 1925 gewählte, parteilose Oberbürgermeister Arthur Menge bleibt im Amt.

Das Jahr 1934

Einführung des Führerprinzips auch in der Stadtverwaltung. Organisation der Widerstandsgruppe "Sozialistische Front".

Das Jahr 1936

Einweihung des seit 1934 angelegten Maschsees. Die Stadt erwirbt den Großen Garten und den Berggarten in Herrenhausen.

Das Jahr 1937

Eröffnung des Wilhelm-Busch-Museums auf Initiative der 1930 ins Leben gerufenen Wilhelm-Busch-Gesellschaft, am Georgsplatz, seit 1950 hat es seinen Sitz im Georgenpalais. Der Maler und Grafiker Kurt Schwitters, geboren 1887 in Hannover, geht in die norwegische Emigration.

Das Jahr 1938

Nationalsozialisten zerstören die Synagoge in der Calenberger Neustadt. Mit einem 4:3-Sieg gegen den FC Schalke 04 wird Hannover 96 vor fast 100.000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion deutscher Fußballmeister. Es ist der erste große Erfolg in der Vereinsgeschichte.