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Artenschutz im Sea Life

Projekt zur Rettung der Gelbbauchunken

Die Gelbbauchunke ist auf der Roten Liste Deutschlands als "stark gefährdet" und in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sogar als "vom Aussterben bedroht" eingestuft. Das Sea Life Hannover unterstützt als Kooperationspartner den Naturbund Niedersachsen in seinem Bemühen, die Gelbbauchunke wieder anzusiedeln. Mit der Einweihung eines neuen Aufzuchtbeckens im "Leine"-Bereich wurde nun ein weiterer Schritt getan.

Gelbschwarzer Frosch im Wasser © Sea Life Hannover (Quelle)

Gelbbauchunke

Die Gelbbauchunke (Bombina variegata) ist gerade in Deutschland eine besonders schützenswerte Art. Denn bei uns befindet sich ein bedeutender Teil ihrer Weltpopulation. Mit dem NABU-Projekt zur Wiederansiedlung der Gelbbauchunke soll eine stark gefährdete Art Niedersachsens hier wieder heimisch werden. Sea Life Hannover  und NABU Niedersachsen setzen sich gemeinsam für die vom Aussterben bedrohten Tiere ein, damit sie nicht aus der Landschaft und dem Bewusstsein der Menschen verschwinden. Im Rahmen einer gemeinsamen Schutzmaßnahme zwischen dem NABU Niedersachsen und dem SEA LIFE Hannover werden die Gelbbauchunken in dem Großaquarium nachgezüchtet. In speziellen und artgerecht eingerichteten Aquarien verbringen die Gelbbauchunken die erste Zeit ihres Lebens bevor sie ausgewildert werden können.

Erstes länderübergreifende Projekt

Dr. Buschmann, NABU-Landesvorsitzender Niedersachsen, erklärte: "Es ist ein nicht ganz einfaches Unterfangen, eine bundesweit stark gefährdete und in Niedersachsen sogar vom Aussterben bedrohte Art in Gebieten wieder heimisch zu machen, in denen sie schon seit Jahrzehnten als ausgerottet galt. Das Ziel ist es, langfristig überlebensfähige Vorkommen mit genetischer Eignung zu etablieren und diese mit bereits vorhanden Populationen zu vernetzen, so dass wieder ein genetischer Austausch stattfinden kann." Der NABU dankt Sea Life Hannover für die gute Zusammenarbeit, denn neben der Wiederansiedlung an sich führt auch ganz besonders der Wissenszuwachs zum Erfolg solcher Artenschutzmaßnahmen. Für den NABU Niedersachsen stellt dieses Projekt eine besondere Herausforderung dar, da es das erste länderübergreifende Projekt ist, für das der NABU Niedersachsen als Projektträger in der Verantwortung steht. Mittlerweile werden 133 Projektgebiete in acht Projektregionen und fünf Bundesländern (Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg) von den dortigen Mitarbeitern des NABU sowie der Biologischen Stationen bearbeitet. Darüber hinaus steht und fällt der Erfolg des Projektes in der Kooperation mit vielen unterschiedlichen Interessensgruppen, wie dem ehrenamtlichen Naturschutz, den Förstern, Landwirten, Ämtern und nicht zuletzt der Rohstoffindustrie, die Sand-, Kies- oder Lehmgruben zur Verfügung stellen. Alle Akteure ziehen hier in vorbildhafter Weise an einem Strang.

(Veröffentlicht am 7. Dezember 2015)