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Stipendium

Kurzfilmregisseure ziehen in die Villa Minimo

Die Stiftung Kulturregion Hannover und die nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen vergeben ihr Kurzfilmstipendium "cast&cut" 2016 an Kai Gero Lenke und Anja Großwig. Für jeweils ein halbes Jahr sind die beiden Filmemacher in Hannover zu Gast und drehen einen Kurzfilm in der Region.

Haus mit Holzbalkon, umgeben von Bäumen und Büschen. © Hans Schaper

"Villa Minimo" - Wohnraum und Atelier

Ein monatlicher Geldbetrag, ein Produktionskostenzuschuss in Höhe von 15.000 Euro und Sponsorenleistungen gestalten das halbjährige "cast&cut"-Stipendium attraktiv. Ein Wohnungsunternehmen stellt außerdem ein möbliertes Appartement in der Villa Minimo zur Verfügung. Weitere hannoversche Firmen beteiligen sich an der Unterstützung. Die diesjährigen Stipendiaten sind:

Kai Gero Lenke

Von Januar bis Juni wird Kai Gero Lenke in der Stipendiatenstätte Villa Minimo wohnen. Geboren 1983 in Bremen, arbeitete er als Regieassistent am Bremer Theater, später als Dramaturg, unter anderem für die Sophiensaele Berlin. Er studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel sowie Regie und Drehbuch an der Columbia University in New York. Seither drehte Kai Gero Lenke Kurzfilme im Libanon, Australien, den USA, Deutschland und weiteren Ländern und erhielt Stipendien der Hollywood Foreign Press und des DAAD. Seine Kurzfilme wurden auf zahlreichen Festivals aufgeführt. Mit einem Partner leitet er eine Produktionsfirma in Berlin. Bis Juni wird er hier an seinem Kurzspielfilm arbeiten. Der Film soll von einem Jungen und dessen älterem Bruder handeln, die in einen moralischen Konflikt geraten.

Anja Großwig

In der zweiten Jahreshälfte ist Anja Großwig aus Berlin zu Gast in Hannover. Sie wurde 1979 in Leipzig geboren und durchlief eine Ausbildung als Tischlerin, bevor sie Kunst an der Universität Greifswald und Animation an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam studierte. Gerade hat Anja Großwig im Rahmen des Studiums ihren Abschlussfilm "Mazier" gedreht. Während ihrer Stipendienzeit von Juli bis Dezember 2015 möchte sie in Hannover an einem Animationsfilm arbeiten. Dafür will sie eine Holzplatte mit schwarzer und weißer Farbe immer wieder übermalen. Der entstehende Film soll von einem Paar handeln, das seine Konflikte stumm und mit den Waffen des Alltags ausficht.

Hintergrund

Das in Deutschland einzigartige Kurzfilm-Stipendium wird seit 2003 erfolgreich vergeben. Bislang waren 27 Stipendiatinnen und Stipendiaten aus ganz Deutschland in Hannover und haben in der Region ihren "cast&cut"-Kurzfilm gedreht. Neben Kurzspielfilmen entstanden hier auch Dokumentationen und experimentelle Kurzfilme. Viele "cast&cut"-Filme wurden auf internationalen Festivals (unter anderem Cannes, Clermont-Ferrand, Oberhausen) gezeigt, einige erhielten namhafte Preise wie den Preis der deutschen Filmkritik oder auch den Deutschen Kurzfilmpreis in Gold.

(Veröffentlicht am 2. Februar 2016)