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Freie Theater

Markus&Markus erhält Best OFF-Festivalpreis

Mit der Vergabe eines Preisgeldes in Höhe von 5.000 Euro an das Hildesheimer Theaterkollektiv Markus&Markus für "Ibsen: Gespenster" ging am 23. April das Best OFF − Festival Freier Theater der Stiftung Niedersachsen 2016 im Kulturzentrum Pavillon zu Ende.

Drei Männer und drei Frauen bei einer Auszeichnung. © Thomas Langreder

Matthias Pees (Mousonturm Frankfurt), Lara-Joy Hamann (Markus&Markus), Florian Ackermann (Schwankhalle Bremen), Markus Schäfer (Markus&Markus), Franziska Werner (Sophiensæle Berlin) und Daniela Koß (Stiftung Niedersachsen) beim Finale des Best Off-Festivals.

In ihrem Stück über Sterbehilfe sind Markus&Markus ästhetisch und inhaltlich am weitesten gegangen. Sie haben ein gewagtes gesellschaftliches Thema aufgegriffen und dabei universelle Grundfragen des menschlichen Seins gestellt. Sie sind respektvoll und verantwortungsvoll mit ihrem Thema und ihrer Protagonistin umgegangen, die sie während ihrer letzten Tage und schließlich auf ihrem Weg in die Schweiz begleitet haben. Die Jury lobte die Gratwanderung zwischen Trash und Empathie, mit der es ihnen gelungen ist, die Unlösbarkeit der moralischen und ethischen Fragen, die hinter dieser Geschichte stehen, vor Augen zu führen.

Lebhafter Austausch über die Freien Theater

Das Best OFF – Festival Freier Theater der Stiftung Niedersachsen wurde vom 21. bis 23. April im Kulturzentrum Pavillon in Hannover ausgerichtet. In 14 Vorstellungen waren sechs Inszenierungen aus Niedersachsen zu sehen, die zuvor von einer Fachjury aus 47 Bewerbungen ausgewählt wurden. Mit der Nominierung ist bereits jeweils ein Preisgeld von 10.000 € verbunden. Die Vorstellungen wurden von einem vielfältigen Rahmenprogramm begleitet. In moderierten Künstlergesprächen hatte das Publikum Gelegenheit, mehr über die Hintergründe der Inszenierung zu erfahren. Der Journalist Peter Laudenbach, die Theatermacherin Nicola Nord von der andcompany&Co. und Prof. Dr. Jens Roselt von der Universität Hildesheim diskutierten angeregt über die politische und gesellschaftliche Relevanz im Freien Theater. Dominik Müller von Impulse erläuterte in seinem Vortrag die künstlerischen Entwicklungen und Perspektiven im Freien Theater. Über die Rolle eines Dramaturgen in der kollektiven Arbeitsform der freien Ensembles diskutierten kontrovers der Intendant des Oldenburgischen Staatstheaters Matthias Grön, Prof. Dr. Annemarie Matzke von der Universität Hildesheim und Franziska Werner, die künstlerische Leiterin der Sophiensæle Berlin.

Auslastung lag bei 90 Prozent

Sowohl die Aufführungen als auch das Rahmenprogramm waren sehr gut besucht. Mit einer Besucherzahl von 900 lag die Auslastung bei 90 Prozent.  "Die positive Resonanz auch auf den dritten Durchgang unseres Festivals bestätigt unser Anliegen, Qualitätsformate im Freien Theater zu präsentieren und bestätigt die Notwendigkeit, der Szene eine Plattform zu geben", sagt Daniela Koß, Leiterin des Festivals.

Nominierte Inszenierungen

Markus&Markus: "Ibsen: Gespenster"
Kollektiv Dittrich Frydetzki / Dreit / Flegel /
Froelicher / Grief / Melzer / Worpenberg: "Steppengesänge"
pulk fiktion: "Konferenz der wesentlichen Dinge"
theater fensterzurstadt: "Im Schatten des Mondes"
Thermoboy FK: "La Casa"
Kollektiv Christians // Schwenk: "J.U.D.I.T.H."

Auswahljury

Vivica Bocks, Dramaturgin
Alexander Kohlmann, Theaterjournalist und Dramaturg
Daniela Koß, Stiftung Niedersachsen
Thomas Lang, vormals Bundesakademie für kulturelle Bildung, Wolfenbüttel
Martin Thamm, Regie / Konzept / Performance

Festivaljury

Florian Ackermann, Schwankhalle Bremen
Matthias Pees, Mousonturm Frankfurt
Franziska Werner, Sophiensæle Berlin

(Veröffentlicht: 25. April 2016)