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Rasante Neulinge beim Schützenfest Hannover

In 75 Tagen wird die 487. Ausgabe des hannoverschen Schützenfestes eröffnet. Wir haben schon mal einen Blick auf fünf interessante Fahrgeschäfte geworfen, die dieses Jahr ihre Premiere auf dem Schützenplatz feiern.

Hoch, schnell, nostalgisch: Unter den 18 Hoch-, Rund- und Belustigungsgeschäften, die vom 1. bis 10. Juli auf dem Schützenplatz Hannover gastieren, sind ein paar beachtenswerte Neuzugänge. Wir stellen die vielseitigen Newcomer vor.

Atemberaubend hoch

Erstmals mit dabei ist "Infinity". Das höchste mobile Loopingkarussell der Welt schleudert seine Fahrgäste bei einer Geschwindigkeit von 120 Stundenkilometern bis zu 65 Meter hoch in die Luft. Die Hightech-Schaukel feiert 2016 aber nicht nur auf dem größten Schützenfest der Welt ihren Einstand. Vielmehr ist das Überkopfkarussell des niederländischen Schaustellerunternehmens Hoefnagels & Söhne eine absolute Weltneuheit, die erst Ende Mai ausgeliefert wird. Hannover ist die dritte Stadt, in der das "Infinity" gastiert. Ist das Hochgeschäft erst mal gestartet, schießt die Gondel in kurzer Zeit auf ihre Gesamthöhe von 65 Metern. Durch den Flugwinkel wirkt die vielfache Erdanziehungskraft auf die Fahrgäste ein, die mit dem Blick nach innen sitzen und sich auf einen adrenalinlastigen Trip einstellen können.

Ziemlich außerirdisch

Wer sowieso schon immer mal zum Mond wollte, kann diesem Traum beim hannoverschen Schützenfest zumindest ein kleines bisschen näher kommen – 55 Meter, um genau zu sein. So hoch schießt der weltweit erste und einzige voll thematisierte Giant Booster "Apollo 13" alle mutigen Kosmonauten. Der erst im November 2015 ausgelieferte und 1,6 Millionen teure Koloss beschleunigt auf 120 Kilometer pro Stunde. Auf dem Weg Richtung Äther dreht und überschlägt sich die Gondel. Die dabei freigesetzten Fliehkräfte reichen sicher schon aus, um unbekannte Galaxien zu erreichen. Wie es für eine Raumfahrt üblich ist, werden die Bilder aus der Fahrt live auf die Erde bzw. den Schützenplatz übertragen. Das voll durchthematisierte Fahrgeschäft setzt aber schon vor dem Start kosmonautische Akzente: Tickets verkauft die Schausteller-Crew in einem sieben Meter hohen Space-Shuttle, das Astronauten-Briefing wird in einem acht Meter langen Dunkelparcours ausgeprochen und ein eigens komponierter Soundtrack stimmt auf die Reise ein. Für nicht schwindelfreie Begleiter steht eine Ruhezohe aus Asteroiden- und Meteoriten-Sesseln zum Chillen bereit. 

Hoch hinaus und im Kreis

Etwas bodenständiger, aber nicht mindert rasant präsentiert sich das Rundfahrgeschäft "Big Spin". Seit seinem Ersteinsatz 2012 hat der Smashing Jump schon unzähligen Besuchern Hochgefühle bereitet. Der Schützenfest-Debütant besteht aus zwölf Armen, die an einem starken Zentralaufbau scharniert und mit dem entsprechenden Aufleger verbunden sind. Jeder der Arme bewegt sich vertikal auf und ab. Parellel dazu drehen sich die hängenden Sitze, in denen jeweils zwei Personen Platz finden, um die eigene Achse.

Klassik trifft Moderne

Auch unter den gemäßigteren Attraktionen finden sich ein paar beachtenswerte Neuheiten. Passend zum 775-jährigen Stadtjubiläum liegt ein zweiter Schwerpunkt des hannoverschen Schützenfestes in diesem Jahr auf Nostalgie. Zwischen modernen Adrenalinschaukeln sind auf dem Festplatz auch echte Rummelklassiker zu finden, die sich weder alte noch junge Besucher entgehen lassen sollten. Zum Beispiel die "Fahrt ins Blaue". Hinter dem klangvollen Namen verbirgt sich nicht weniger, als der Vorläufer des heute so beliebten "Musikexpress". Die klassische Berg- und Talbahn aus dem Jahr 1938 ist nicht ganz so schnell wie ihre modernen Ableger, erreicht aber dennoch ein beachtliches Tempo, das einen geschmeidig in eine andere Epoche gondelt. 

Tradition verpflichtet

Aus einer anderen Epoche stammt auch das Belustigungsgeschäft "Ganz Gross", das ältere Besucher vielleicht auch als "Rollende Tonne" kennen. Dem Kirmesoldie schlechthin sieht man sein Alter durchaus an. Gut gehalten hat er sich dennoch. Die äußere Bemalung wurde mit Ölfarben angefertigt und wird in regelmäßgen Abständen aufgebessert. Ordentlich derbe geht es dafür im Inneren zu. Dort gilt es, die namensgebende Tonne (oder auch das Hamsterrad) zu überwinden. Gewissermaßen ein Kampf gegen die Schwerkraft, der am meisten Spaß macht, wenn man ihn gemeinsam mit Freunden oder Verwandten antritt. Früher wurde besagtes Hindernis von den Besuchern selbst angetrieben, heute funktioniert alles mit Strom. Den Spaß mindert das aber kein bisschen.

(Veröffentlicht: 17. April 2016)