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Rundgang

Schützenfest Hannover: OB Schostok besucht Festplatz

Neueste Attraktionen, viel Tradition und ein Hauch Stadtgeschichte auf dem Festplatz: Einen Tag vor dem Start des 487. hannoverschen Schützenfestes hat Oberbürgermeister Stefan Schostok mit den Verantwortlichen den Festplatz besucht und vorgestellt, was Hannover vom 1. bis 10. Juli auf dem Schützenplatz erwartet.

Drei Männer mit einem Plakat. © Ina Richter

Schützenfest-Geschäftsführer Klaus Timaeus, Oberbürgermeister Stefan Schostok und Schützenpräsident Paul-Eric Stolle mit den neuen Plakaten zum Schützenfest Hannover.

Spektakuläre Fahrgeschäfte und historische Bräuche, Schützenwesen mit moderner Technik und langer Tradition, Partyvergnügen und entspanntes Genießen: Mit seiner ganz speziellen Mischung steht das 487. Schützenfest in Hannover
vom 1. bis 10. Juli wieder ganz oben auf dem Veranstaltungskalender der Stadt. In diesem Jahr sogar ganz besonders - als ein Höhepunkt der Feiern zum 775-jährigen Jubiläum Hannovers.

Schützenfest Hannover passt perfekt in den Geburtstagsreigen der Stadt

"Wie vielleicht kein zweites Fest schlägt das Schützenfest in Hannover den Bogen zwischen Tradition und Moderne – und passt damit perfekt in den Geburtstagsreigen dieser modernen, vorwärtsgewandten Stadt, die sich ihrer Wurzeln sehr bewusst ist," sind sich Oberbürgermeister Stefan Schostok, Klaus Timaeus, Geschäftsführer des Vereins Hannoversches Schützenfest, Schützenpräsident Paul-Eric Stolle und ihre Mitstreiter unter Schaustellenden und Gastronomen einig. "Wir wollen das auf dem Festplatz feiern – so, dass sich Menschen jeden Alters, jeder Herkunft und, fast, jeden Geschmacks hier wohl fühlen", haben die Verantwortlichen am 30. Juni versprochen.

Hannover und Schützenfest gehören zusammen

"Hannover und das Schützenfest – sie gehören seit Jahrhunderten zusammen, und haben sich zusammen immer weiter entwickelt. Genau wie der Schützenausmarsch, der heute als größter seiner Art bunt und international jährlich Tausende
aus nah und fern an die Straßen lockt. Was wäre ein Stadtjubiläum also ohne Schützenfest gewesen? "Unvollständig und nur halb so schön", unterstreicht Oberbürgermeister Stefan Schostok und erinnert daran, dass der eigentliche Stadtgeburtstag (26. Juni) und der traditionelle Schützenausmarschtermin (der Sonntag vor dem ersten Montag im Juli, in diesem Jahr am 3. Juli), und damit der Festbeginn, nur wenige Tage auseinander liegen.

Offizieller Festakt in der Festhalle Marris

"Nachdem wir am vergangenen Wochenende unser Familienfest für alle Hannoveranerinnen und Hannoveraner im Maschpark gefeiert haben, laden wir nun am Freitag (8. Juli) zum offiziellen Festakt der Landeshauptstadt Hannover hier auf das Schützenfest ein – als Würdigung für die, die unsere Stadtgesellschaft ausmachen. Und als Würdigung für unser Traditionsfest", erläutert der Oberbürgermeister. "Das wird ein schöner Abend im festlich geschmückten Hauptfestzelt, der
Festhalle Marris. Passend zu der Atmosphäre, die wir an unserem Schützenfest so lieben: mit seinen Begegnungen, mit den Gästen aus Nah und Fern, die alle auf ihre Weise hier Spaß haben."

Schützenfest Hannover gehört in die erste Liga der Volksfeste in Deutschland

"Zur ersten Liga der Volksfeste in Deutschland zu gehören – und mit nostalgischem Flair an die Geschichte erinnern: Das ist in Hannover kein Widerspruch", versichert Vereinsgeschäftsführer Klaus Timaeus. "Hightech-Attraktionen wie die höchste Überschlagschaukel der Welt 'Infinity' sind daher genauso auf dem Platz wie 'Ringe werfen' oder 'Rollende Tonne', bei denen Kindheitserinnerungen wach werden können. MP3-gesteuerte Anlagen machen ihren Sound, während zwei historische Orgeln Gassenhauer von gestern erklingen lassen. Und an vielen Bildmotiven auf dem Platz wird man sehen, wie das Schützenfest früher gefeiert wurde", beschreibt Timaeus die Mischung auf dem Platz.

Alte Bräuche neu entdeckt

"Wir sind stolz darauf, wichtiger Teil der Stadtgeschichte zu sein", bekräftigt Schützenpräsident Paul-Eric Stolle. "Denn in der Frühzeit des Schützenwesens ging es ja um die Verteidigung der Stadt. Beim Schützenfest verglichen die wehrfähigen Männer ihr Können - beim Schießen auf einen bunt bemalten Holzvogel. Wir erinnern mit unserem 'Papagoyen-Schießen' daran. Und zeigen zugleich, dass auch im Schützensport moderne Zeiten angebrochen sind. Armbrust und Vorderlader waren gestern - Hochleistungssport, Lichtpunktschießen oder Sommerbiathlon sind die aktuellen Stichworte. Schützenwesen und Schützenfest sind eben zwei, die sich zusammen immer wieder neu erfinden", freut sich Stolle. Und kündigt ein altes, neu belebtes Ehrenamt der Schützen an, den Schützensenator. Zum Würdenträger 2016 wird bei der Festeröffnung Ministerpräsident Stephan Weil gekürt.

Rasante Fahrgeschäfte auf dem Schützenplatz

Den Adrenalinspiegel in die Höhe treiben auf dem Platz neben der höchsten Überschlagschaukel der Welt "Infinity" der Riesenflügel "Apollo 13" oder "Big Spin" mit seinen drehenden Auf- und Ab-Bewegungen und viele andere der 26 großen Hoch-, Rund- und Belustigungsgeschäfte, unter ihnen viele Neuheiten, aber auch Klassiker wie die historischen Karussells "Fahrt ins Blaue" und "Etagen Karussell", das Riesenrad "Roue Parisienne", das Kettenkarussell oder die Achterbahn "Wilde Maus".

Buntes Programm in den Zelten

Hoch her geht es auch in fünf Fest- und Diskozelten (Festhalle Marris, Gilde-Island, Alt Hanovera, Gaypeople-Zelt, Brauhaus live) fünf Eventbereichen (Philharmonie und andere) oder bei manch traditionsreicher Veranstaltung der Schützinnen und Schützen, Kleingärtnerinnen und Kleingärtner (4. Juli), Handwerkerinnen und Handwerker (7. Juli), ehemaliger Bruchmeister (Rundgang 7. Juli) oder beim Besuch von 500 Schützen aus der Südheide (8. Juli). Musikfans diverser Stilrichtungen finden Vertreter ihrer Lieblingsmusik - von "Steinsbergern" und "Almrausch" (Festhalle Marris) über Tina York, Lou und Elke Winter (Gaypeople-Zelt) bis zu "Kanzler-DJ Gürthi" (Gilde-Island) und anderen DJs, "The Jetlegs" (Brauhaus) oder den Teilnehmenden des Wettbewerbs "Die Goldene Fanfare" der HAZ.

Specials für Familien und Fest-Neulinge

Ruhigere Plätzchen bieten Bier- und Cafégärten, die zahlreichen klassischen und internationalen Imbissbuden oder auch das "Roue Parisienne" mit seinen nostalgischen Gondeln. Besonders an Familien und Kinder richtet sich neben dem traditionellen Familien-Mittwoch die "Schnupperzeit" – dieses Mal mit "Schnitzeljagd" für FerienCard-Kinder - am ersten Fest-Freitag mit ermäßigten Preisen.

Eine Million Besucher werden erwartet

Auf dem zehn Hektar großen Platz rechnen mehr als rund 235 Schaustellende sowie die Organisatoren mit etwa einer Million Besuchern.

Veranstaltungszeitraum

Das 487. hannoversche Schützenfest wird gefeiert von Freitag, 1. Juli bis Sonntag, 10. Juli 2016.

Schnupperzeit und Schnitzeljagd

Wie jedes Jahr am Eröffnungsfreitag, 1. Juli, von 14 bis 18 Uhr. In diesem Zeitraum werben die Schaustellenden mit zahlreichen vergünstigten Angeboten. Kinder mit FerienCard können bei einer Schnitzeljagd außerdem zehn Gutscheinpakete für einen Tag auf dem Fest gewinnen. Organisiert wird die Veranstaltung vom Verein Hannoversches Schützenfest und dem Collegium ehemaliger Bruchmeister. Auf den dazugehörigen Plakaten lernen auch alle anderen kleinen und großen Menschen viel über die Geschichte der Stadt.

Bruchmeister-Einführung

Die Bruchmeister-Verpflichtung beginnt traditionell mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Marktkirche am Freitag, 1. Juli, um 17 Uhr.

Bruchmeisterverpflichtung und Eröffnung

Der Hauptakt, die Verpflichtung durch Oberbürgermeister Schostok, wird um 19 Uhr in der Kuppelhalle des Neuen Rathaus ausgerichtet. Anschließend (gegen 20:30 Uhr) wird das Schützenfest in der Festhalle Marris mit dem Fassanstich und der Ernennung des Schützensenators 2016, Ministerpräsident Stephan Weil, feierlich eröffnet.

Ausmarsch

Der längste Schützenausmarsch der Welt startet am Sonntag, 3. Juli, um 10 Uhr am Trammplatz. Zum rund zehn Kilometer langen Zug gehören rund 12.000 Teilnehmer, darunter etwa 5.000 Musikmenschen, Schützinnen und Schützen sowie über 100 Musikkapellen. Die Vielfalt beeindruckt jeder Jahr erneut – vom Heeresmusikkorps Hannover und dem Polizeiorchester Niedersachsen bis zur Boerenkapel de Blaaskinkels aus den Niederlanden, von der "Koninklijke Harmonie Willen is Kunnen" aus Belgien, über die Dudelsackkapelle "The Isländers" bis zum Jagdhornbläsercorps Calenberg. Auch mit dabei ist die Niedersachsen Meute, die Gruppe des Deutsch-Mexikanischen Freundeskreises, die Gruppe Freundeskreis Hannover-Hiroshima, die Gruppe Gaypeople, die Fahnenschwinger NDS, der Hannöversche Traditions-Corps e.V. "Die Welfen kommen" und viele andere mehr. Unter den Festwagen finden sich unter anderem ein prunkvoller sechsspänniger Doppelstock-Pferdeomnibus, Pferdewagen der üstra, Prunkwagen der Gildebrauerei mit vier Kaltblütern, Festwagen der Verlagsgesellschaft Madsack, der Hannoverschen Aidshilfe, der Feuerwehr Hannover und weiteren. Der reine Marschweg beträgt circa 3,5 Kilometer.

Die Züge

Erster Zug – Weiße Standarte
Bruchmeister Maximilian Bode-Meyer (26 Jahre)
Schützengesellschaft Ahlem v. 1985 e.V.
Zweiter Zug – Rote Standarte
Bruchmeister Norman Hennies (22 Jahre)
Schützenverein Stöcken v. 1898 e.V.
Dritter Zug – Gelbe Standarte
Bruchmeister Markus Hirte (21 Jahre)
Schützengilde Kirchrode v. 1836 e.V.
Vierter Zug – Grüne Standarte
Bruchmeister Dennis Weller (24 Jahre)
Schützengesellschaft Hainholz v. 1908 e.V.

Barrierefreies Schützenfest

Der Aktionstag bietet Rollstuhlfahrern am ersten Samstag, 2. Juli, ab 14 Uhr auf dem ganzen Platz barrierefreie Attraktionen, Einlässe und Co..

Kleingärtnertag

Der Kleingärtnertag wird am Montag, 4. Juli; im Gaypeople-Zelt ausgerichtet.

Festessen

Das Highlight der Schützen steigt Dienstag, 5. Juli, um 16:30 Uhr in der Festhalle Marris. Dort werden unter anderem die Stadtkönige geehrt und die Ehrenzeichen der Schützenstiftung ausgehändigt. Als Stargast ist Matthias Brodowy geladen.

Familientag

Zum Familientag am Mittwoch, 6. Juli, reduzieren die Schausteller ihre Preise. An den Fahrgeschäften können somit bis zu 50 Prozent gespart werden. Weitere familienfreundliche Angebote gibt es an allen Verkaufsständen.

Papagoyenschießen

Der Schießwettbewerb für alle auf "historischen" Holzvogel, organisiert vom Collegium ehemaliger Bruchmeister, wird am Mittwoch, 6. Juli, um 15 Uhr am Rundteil ausgetragen. Als Preis winkt der Ehrenteller der Stadt Hannover und Königsorden.

Handwerkertag

Zum Handwerkertag sind am Donnerstag, 7. Juli, Handwerker aus Hannover und der Region eingeladen. Im Vorfeld steigt um 13 Uhr das Ratsessen der Gildezeltgemeinschaft in der Festhalle Marris. Der Handwerkerabend steigt ab 19 Uhr. Um 19:45 Uhr brechen die Bruchmeister zu ihrem Rundgang auf.

Niedersachsentag

Rund 500 Schützensporttreibende aus der Nordheide besuchen am Freitag, 8. Juli, um 18 Uhr den Festplatz.
Der Festakt der Stadt Hannover zum 775-jährigen Stadtjubiläum für geladene Gäste mit den Stargästen Lena und Juliano Rossi beginnt um 18:30 Uhr.

Aktion der Bruchmeister

Samstag, 9. Juli, sammeln die Bruchmeister von 10 bis 14 Uhr auf dem Platz der Weltausstellung für einen guten Zweck.

Zapfenstreich

Der traditionelle, stimmungsvolle Abschluss des Festes wird am Sonntag, 10. Juli, um 22:30 Uhr auf Platz vor der Marktkirche vollzogen. Bei Teilnahme der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft am EM-Finale wird der Zapfenstreich vorverlegt.

Öffnungszeiten des hannoverschen Schützenfestes

Der Festplatz ist täglich von 14 Uhr bis weit nach Mitternacht geöffnet. Am ersten Sonntag drehen sich die ersten Karussells bereits ab 10 Uhr. Die Festzelte sind ab 15 Uhr (beziehungsweise 11 Uhr am ersten Sonntag) geöffnet. Es gibt keine Sperrstunde auf dem Festplatz. Der letzte Tag beginnt um 11 Uhr und endet um 24 Uhr.

Größe des Festplatzes

Der Schützenplatz Hannover ist circa 10 Hektar groß.

Anzahl Schausteller

Rund 235 Schaustellerinnen und Schausteller sind 2016 auf dem Platz vertreten.

Erwartete Besucherzahl

Etwa eine Million Besucher werden bei der 487. Ausgabe des hannoverschen Schützenfestes erwartet.

Feuerwerke

An beiden Veranstaltungsfreitagen (1. und 8. Juli) wird auf em Festplatz, jeweils etwa 22:45 Uhr, ein Höhenfeuerwerk abgebrannt. Das Feuerwerk am 8. Juli dürfte besonders hervorstechen – an diesem Tag feiert die Stadt ihre Jubiläumsfeier.

Das Maskottchen

Seit den Siebzigerjahren ist der "Ballerkalle" das Maskottchen des weltgrößten Schützenfestes: Im Jahre 1975 machte man sich Gedanken über eine Art Maskottchen für das Schützenfest. Zahlreiche Vorschläge von Kunstschafenden und Grafikmachern wurden eingereicht. Die Wahl fiel auf das "Schützenmännchen" des Grafikers Klaus Kutzner. Für den Namen "Ballerkalle" entschieden sich die Hannoveraneraner und -innen in einer Leserumfrage.

Anreiseinformationen

...mit dem Fahrrad:
Kostenlose Fahrradwache in der Bruchmeisterallee direkt am Schützenplatz vor dem Gilde-Tor
...mit dem Auto:
Rund um den Schützenplatz sind etliche Parkplätze vorhanden, zum Beispiel an der HDI-Arena oder auf den Parkplätzen der umliegenden Verwaltungen. Sinnvoller ist es jedoch, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen
...mit der ÜSTRA:
Mit den Linien 3, 7 und 9 kommt man von vielen Stadtteilen aus zur Haltestelle "Waterloo". Von dort sind es maximal fünf Minuten Fußweg bis zum Schützenplatz. Auch die Buslinien 100, 120 und 200 halten in direkter Nähe.
...mit der S-Bahn und dem Zug:
Vom Hauptbahnhof mit den U-Bahnlinien 3, 7 oder 9 bis zur Station "Waterloo". Oder U-Bahnlinien 3, 7, 17 bis Haltestelle "Allerweg". Von beiden Punkten sind es maximal fünf Minuten Fußweg bis zum Schützenplatz.
Tagsüber lässt sich der Schützenplatz auch mit der Erlebnisbuslinie 100 / 200 über die Haltestelle "HDI-Arena" erreichen.