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Keine Elefantendressur

Erlebnis-Zoo Hannover will Vorwürfe prüfen

Der Erlebnis-Zoo Hannover hat zu den Vorwürfen, die im Magazin "Report Mainz" gegen ihn erhoben wurden, Stellung genommen und angekündigt, diese sehr ernst und gründlich überprüfen zu wollen. Hierzu plane der Erlebnis-Zoo Hannover einen externen Sachverständigen hinzuziehen. Der Zoo weist jedoch den Vorwurf zurück, dass die Elefanten für Kunststücke dressiert würden. Bereits seit mehreren Jahren gäbe es im Zoo keine Elefantenshows mehr.

"Wir verstehen die Enttäuschung vieler Zoobesucher und Tierfreunde. Denn – wie für sie – hat auch für uns das Wohl der Tiere in der zoologischen Haltung oberste Priorität", so Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff. Das in den Medienberichten und von PETA vermittelte Bild entspreche in keiner Weise dem Anspruch, den der Erlebnis-Zoo habe. Casdorff ergänzt: "Wir wehren uns entschieden gegen jede Vorverurteilung. Zum jetzigen Zeitpunkt sind viele Vorwürfe, die in den Berichten und in den sozialen Medien erhoben werden, noch ungeklärt und beruhen allein auf bearbeitetem Filmmaterial, dessen Herkunft und Kontext nicht verifiziert ist."

Neues Gehege ab 2018

Richtig sei, dass die Tierpfleger des Zoos im direkten Kontakt mit den Tieren arbeiteten und sich an die Richtlinien der EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) halten müssten. Dazu gehöre es, als Chef der Herde akzeptiert zu werden, um sich in dieser frei bewegen zu können. Beispielsweise nutzten die Tierpfleger die kommentierten – also die durch sie begleiteten – Fütterungen dazu, Informationen zur Biologie der Elefanten, ihrer Herdenstruktur und den Bedrohungsfaktoren ihrer wildlebenden Artgenossen zu vermitteln.

Einschalten eines externen Sachverständigen geplant

"Mittlerweile ist der Standard in Europa so weit fortgeschritten, dass die Tiere im geschützten Kontakt fast genauso gut versorgt werden können wie im direkten Kontakt. Die Sicherheit der Tierpfleger dagegen wird durch den geschützten Kontakt um ein Vielfaches erhöht", erklärt der Zoologische Leiter Klaus Brunsing die geplanten Veränderungen. Bereits in 2014wurde daher beschlossen, das Elefantengehege ab 2018 so umzubauen, dass dieser direkte Kontakt mit den Tieren nicht mehr nötig ist. "Wir haben hier seit Jahren eine sehr intakte Herde mit einer tollen Sozialstruktur, in der 17 Kälber geboren wurden", erklärt Casdorff. "Und wir kennen unsere Mitarbeiter, die diese Herde aufgebaut haben und täglich betreuen. All das passt mit den Bildern nicht zusammen und wird jetzt genau geprüft."

(Veröffentlicht am 6. April 2017)